08.09.2007

Anfang August stieg ich erneut ins Renngeschehen ein. Bei zwei Kriterien und einem C-Lizenz Rennen holte ich mir die notwendigen schnellen Kilometer und Rennhärte.
Obwohl ich diese Rennen nur als Vorbereitung nutzen wollte, sind bei meinen "geliebten" Kriterien am 4. und 12. August die Plätze 10 und 19 herausgekommen.
Am 19.8. startete ich beim Finale des Sparkassen-Cup in Empfingen. Am Start des C-Lizenz Rennen fanden sich über 220 Starter ein. Die anspruchsvolle Runde mit einem giftigen Anstieg von 1 km Länge mit der durchschnittlichen Steigung von 10%, die man 13x bewältigen musste, hatte den Fahrern alles abverlangt. Bis in die 11. Runde konnte ich das Tempo der Spitze mitgehen. 16 km vor dem Ziel hatte ich aber einen Defekt und musste das Rennen aufgeben. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld schon sehr stark dezimiert und die Kopfgruppe zählte nur noch ca. 40 Fahrer. Die Enttäuschung hielt sich bei mir aber sehr in Grenzen. Zum Zeitpunkt der Panne war ich schon voll am Limit und auch so, ohne die letzten km, verlief dieses Rennen für mich als Vorbereitung optimal.
Für das nächste Wochenende suchte ich mir 2 Rennen nähe Prag aus und wollte mich bei einer Doppelbelastung testen.
Am Samstag, 25.8. startete ich beim Bergzeitfahren des CKKV Hobby-Cup und fuhr in meiner AK den 2. Platz ein, was auch den 4. Platz in der Gesamtwertung bedeutete.
Am Sonntag, 26.8. startete ich bei dem 100 km langen Rundstrecken-Rennen "Der Eiserne Alte". Die Konkurrenz war diesmal wirklich stark. In allen Klassen waren viele Spitzenamateure aus der Tschechischen Republik am Start. Auch so konnte ich das Renngeschehen mitbestimmen und bis zum Schluss ganz vorne mitfahren. Das Ziel erreichte ich zeitgleich mit dem Sieger. In der Gesamtwertung belegte ich den 15. Platz, was gleichzeitig der 5. Platz in der Kategorie Sen2 war.
So konnte ich mich auf mein persönliches Finale der diesjährigen Saison freuen. Am 1.9. wollte ich bei einem der größten Amateur-Rennen in der Tschechischen Republik "Tour de Zelenak" starten und versuchen, meinen 2. Platz des Vorjahres zumindest zu wiederholen. Leider verlief die Vorbereitung in der letzten Woche nicht mehr optimal. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich kaum noch trainieren und die meiste Zeit verbrachte ich mit leicht erhöhter Temperatur im Bett.
Am Samstag stand ich mit etwas wackeligen Beinen am Start und hoffte einfach, dass meine Form trotzdem so gut ist, dass es für eine Platzierung reichen würde. Über 300 Fahrer zählte das Feld. Gleich am Anfang ging es richtig zur Sache. Die Strecke war anspruchsvoll, mit vielen Steigungen, gleichzeitig, dank den Abfahrten, aber auch sehr schnell. Trotz der gesundheitlichen Probleme konnte ich mich nach ca. 15 km mit einer 6-köpfigen Gruppe von dem Rest des Feldes entscheidend lösen. Die Jungs sind ein wirklich hartes Tempo gefahren, dem ich in einer der Steigungen irgendwann mal nicht mehr folgen konnte und die Gruppe ziehen lassen musste.
Etwa 10 Km war ich dann solo unterwegs, bevor mich von hinten die große 2. Gruppe einholte. Auch hier wurde noch richtig gekämpft und die selektive Strecke sprengte auch diese Gruppe. Etwa 10 Km vor dem Ziel konnte ich mich mit anderen 5 Fahrern von dem Rest dieser Gruppe absetzen und so kämpfte ich mich bis ins Ziel. Mit gemischten Gefühlen überfuhr ich die Ziellinie. Einerseits war ich mit der Zeit, der Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,2 km/h und auch mit der Platzierung zufrieden, andererseits war ich mir ziemlich sicher, dass ich normalerweise das Tempo der ersten Gruppe viel länger hätte mitgehen können.
Die Freude gewann dann einige Zeit später doch die Oberhand. Ein Blick auf die Ergebnisliste bestätigte: Als Gesamtzwölfter gewann ich die Wertung in der Kategorie Sen2.
Mein erster Sieg als Radfahrer.