09.07.2007 Janina Seyler
Auch an offiziell rennfreien Wochenenden gibt es für den Rennradnachwuchs der RSG Würzburg keine Ruhepause. Wer als ambitionierte Hobbysportlerinnen und Sportler in Radrennen angreifen und vorne dabei sein möchte, der muss neben dem regelmäßigen Training während der Woche auch am Wochenende auf’s Rad.
Trainingsüberdruss? Keineswegs!
Ein abwechslungsreiches Training mit interessanten, wechselnden Trainingsformen und ein bisschen Zeit für Späße zwischendurch sorgen auch samstags und sonntags für eine rege Teilnahme am angesetzten Training.

So stand neben einem Trainingsausflug wegen Regenwetters am Donnerstag eine Bahntrainingseinheit am Samstag auf dem Programm. Auf diese Weise konnte der Nachwuchs zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen konnten die jungen Sportlerinnen und Sportler die fehlende intensive Rennbelastung mit einem Trainingsrennen auf der Bahn kompensieren. Zum anderen gehört zu einer umfassenden sportlichen Ausbildung auf dem Rad eben auch der Bereich „Bahn“ mit zahlreichen fahrtechnischen und taktischen Besonderheiten.
Dass statt einer „richtigen“ Radbahn mit Kurvenüberhöhung und Holzbelag leider „nur“ eine flache Tartanleichtathletikbahn und ein normales Straßenrennrad zur Verfügung standen, tat dem Trainingseifer und erfolg keinen Abbruch.
Nach kurzer Anfahrt zur Sportanlage und buchstäblichem „warm werden“ auf und mit dem neuen Untergrund, der Kurvenlage und den veränderten Fahreigenschaften, waren diverse Fahr- und Technikübungen zu absolvieren: aus der Führungsposition ablösen, wieder einreihen, Kurvenanfahrten, Schleudergriff usw.
Außer dem Nachwuchs selbst waren zum Bahntraining auch interessierte Radsporteltern eingeladen, die sich ebenfalls in Training und Trainingsrennen mit Elan versuchten.
Nach eingehender Übungsphase durchliefen die jungen Sportlerinnen und Sportler dann einige Trainingsrennläufe: ein 500m Zeitfahren, ein leicht modifizierter Olympischer Sprintwettbewerb und ein abschließendes gemeinsames Ausscheidungsfahren.
Für die notwendige Professionalität war gesorgt: eine Rundenglocke, ein „Rennschreiber“ und das notwendige Publikum für die Anfeuerungsrufe.
Alle erbrachten Leistungen spiegelten wie bereits an der Vereinsmeisterschaft die regelmäßigen Trainingsleistungen, waren aber an sich zweitrangig.
Vordergründig ging es um die Bahnerfahrung, den Spaß am Sport durch Abwechslung, gemeinsames Erlebnis mit guter Stimmung und die intensive Belastung.
Gemessen an der Teilnehmerzahl und den freudigen Gesichtern war auch dieser „Rennausflug“ ein sowohl sportlich als auch gemeinschaftlich voller Erfolg.