Mountainbike
3. Platz für Petra Adler beim Bikemax MTB Marathon in Neckarsulm
18.09.2007

Am 16.09.2007 wurde die RSG auch von weiblicher Seite, zwar nicht ganz so spektakulär, aber doch erfolgreich, beim 1. Bikemax MTB Marathon, vertreten. 62 KM und 1250 HM, aufgeteilt in zwei Runden, mussten abgeradelt werden. Das Wetter einfach super, die Bodenverhältnisse genial. Fahrtechnisch wurde nicht all zu viel verlangt, was die Strecke sehr schnell machte. Viel Kraft kosteten allerdings die kurzen, extrem steilen Anstiege, die manchen Teilnehmern noch von den CC-Rennen aus den Jahren zuvor gut in Erinnerung waren.

Der RSC Pfeil konnte bei seinen bisherigen Rennen organisatorisch Erfahrungen sammeln. So verlief fast alles reibungslos. Minuspunkte gab es nur bei der Streckenverpflegung: Getränke wurden nur in Bechern gereicht und die Helfer wussten manchmal nicht, ob jetzt Wasser oder Iso drin war. Die Wahl zwischen Bananen und Hefezopf viel einem auch nicht unbedingt schwer. Und wenn man dann noch sein Gel und die Riegel in der morgendlichen Hektik zu Hause liegen gelassen hatte, kam Freude auf. Dafür war für die ärztliche Versorgung bestens gesorgt. 5 Einsatzwägen auf 31 Km verteilt, was sich allerdings im Startgeld niedergeschlagen hat.

Nach 3:12 h wurde Petra als 4. Frau, und damit dem 3. Platz bei den Seniorinnen I, von einem Empfangskomitee zum Interview begleitet. Der Veranstalter hatte sich gefreut, drei

Mitglieder der RSG Würzburg als Starter/Finisher begrüßen zu können.

Holger Adler belegte mit einer guten Zeit von 2:41 h, Rang 12 bei den Senioren I.

Burkhard Ziegler, der inkognito bleiben wollte, musste sich mit 2:50 h und dem 13. Platz bei den Senioren II wirklich nicht verstecken. Hatte er doch in den letzten Monaten sein Training mehr aufs Laufen konzentriert und somit nicht all zu oft aufs Mountainbike gefunden.

Erlebnisse des thailändischen Nationaltrainers Martin Wördehoff - Teil 3
04.09.2007

Hallo liebe Freunde,

eine visuelle Ergänzung zu meinem letzten Bericht: Hatte Euch ja relativ ausführlich von den Arbeiten an der Abfahrtsstrecke für die 24th SEA-Games berichtet. Nach meiner zweiten Kursinspektion vergangene Woche kann ich Euch sagen: Zumindest die Schneise ist bereits komplett gerodet. (Praktisch, wenn man schnell mal eine Kompanie Soldaten als Arbeitshilfe zur Seite gestellt bekommt.)

Da ich ja weiß, dass einige von Euch sehr neugierig sind, was hier mountainbiketechnisch so geboten wird könnt ihr anhand der nachträglich geschossenen und angehängten Fotos nun auch einen visuellen Eindruck bekommen. Wünsche viel Spaß damit – und bitte diese Bilder nicht an meine Mutter weiterleiten ;-)

Liebe Grüße aus Thailand

Martin

Teil 2 finden Sie hier ->
Teil 1 finden Sie hier ->
Bilder Teil 3 finden Sie hier ->

10. Die Streckenbegehung – oder der kleine Mann mit dem großen Haumesser

Da man mich unter Anderem zur Verbesserung der fahrtechnischen Fertigkeiten der Piloten engagiert hat, beantrage ich als eine der ersten Maßnahmen eine Besichtigung der Abfahrtsstrecke für die SEA-Games im Dezember, die am Berg gleich hinter dem Lager verlaufen soll. Ich möchte so einen Eindruck gewinnen, welches Niveau den Fahrern hierzulande abverlangt wird.

Als der so genannte „Coursedesigner“ (Hört sich übrigens auch wie „Kotdesigner“ an…) Mr. Tada (In Thailand benutzt man fast immer Spitznamen. Vermutlich, da die richtigen Namen so voluminös sind, dass sie selbst für Einheimische zum alltäglichen Gebrauch zu unhandlich sind.) nach dem Mittagsmahl bei 35°C völlig vermummt mit Gesichtsmaske, Tropenhelm und einem Buschmesser das ungefähr halb so groß ist wie er selbst zum Abrücken erscheint, wird mir zum ersten Mal etwas mulmig in meinen Shorts. Als Mr. Tada in fragmenthaftem Englisch einräumt, dass der Kurs noch nicht ganz fertig sei, ahne ich was mir blüht und gehe mich schnell noch umziehen.

Als wir nach wilder Auffahrt mit dem Jeep mit der Streckenbegehung beginnen, wird schnell klar, dass „Nicht ganz fertig“ in Wahrheit bedeutet, dass man mit den Rohdungsarbeiten noch nicht ganz begonnen hat: Ein eingefahrener Trail oder Ähnliches ist weit und breit nicht in Sicht. Stattdessen wuchtet sich der Coursedesigner mit kräftigen Hieben im anderthalb Meter hohen Gras voran. Ich habe etwas Schwierigkeiten ihm zu folgen, da der Kopf des kleinen Mannes über dem Grashorizont nur gelegentlich zum Vorschein kommt. Ich erinnere mich spontan an die Geschichte der „Sowosamma-Neger“ (die ich als bekannt voraussetzen darf?) und frage mich, ob sie wohl aus Thailand stammt? Insgeheim ärgere ich mich schwarz, dass ausgerechnet heute der Akku meines Fotoapparates leer ist und ich diese Szene nicht für Euch festhalten kann. In der Tat ist es erstaunlich, woran der Coursedesigner seine Streckenführung überhaupt erkennt. Dennoch führt er mich zielgenau zu einem felsigen Absturz am Rande des Waldes: Eine Steilstufe von etwa 15m in drei Kaskaden. Selbst zu Fuß ist diese Stelle nicht ohne Einsatz der Hände zu überwinden. Während Mr. Tada in einer schmalen Rinne abwärts klettert, fragt er mich mit großen Augen was ich von dieser Sektion halte. Mein erster Gedanke ist: Aber hallo! So schlecht kann das Niveau nicht sein, wenn sie diese Passage in ihren Kurs einbauen wollen. Ganz im Gegenteil ist die Rinne, die dem Fußgänger die augenscheinlich einzige Möglichkeit für einen Abstieg durch die griffarmen Felsen gewährt, mit dem Rad völlig unfahrbar. Etwas weiter rechts, gegenwärtig stark von allerlei Urwaldgehölz überwuchert, offenbaren sich mir nach einigem Umsehen eine Folge von mehreren ca. 60° (also praktisch frei fallenden) steilen Platten, die nur durch kleinere überhängende Stufen durchsetzt sind und die mit dem Rad eigentlich abfahrbar sein sollten. Etwas problematisch erscheint mir daran dann noch der mangelnde Auslauf: Ohne weitere Erdhubarbeiten würde man am Fuße der Felsen ziemlich unangespitzt in ein grobes Geröllfeld einschlagen. Da ich aber schon immer ein Verfechter von anspruchsvollen DH-Strecken war, die nicht nur aus Einheitslinien-BMX-Gehopse á la Diddie Schneider (Anm. d. A.: Deutsches Pendant zu Mr. Tada, nur etwas „wamperta“) bestehen, wende ich mich mit zuversichtlichem Gesichtsausdruck und doch leicht gemischten Gefühlen dem Coursedesigner zu und gebe ihm mein O.K.: Daumen hoch! Auch der weitere Verlauf der Strecke verspricht anspruchsvoll und durchaus abwechslungsreich, aber vor allem „sauschnell“ zu werden. So weit man dass jetzt schon beurteilen kann. Allerdings habe ich so meine Bedenken, ob die Strecke rechtzeitig fertig werden wird. Die SEA-Games sind zwar erst im Dezember, aber in vier Wochen wollen sie hier die Landesmeisterschaften abhalten. Na denn mal los! Alleine das Rohden einer entsprechenden Schneise dürfte diese Zeit wohl aufbrauchen. Ich bin gespannt…

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2. Platz für Mike Schramm beim 9. Odenwald-MTB-Marathon
20.09.2007

Am 16.09.2007 fanden sich die beiden RSG-Fahrer Erik Heilmann und Mike Schramm beim 9. Odenwalder-MTB-Marathon ein. Bedingt durch eine Vielzahl anderer Rennen in den Wochen zuvor hatten die Fahrer einen Start von den äußeren Bedingungen abhängig gemacht und erst vor Ort nachgemeldet. Da das Wetter trocken und gut war (mit Verlaub waren es wirklich mehr als genug Schmuddel-Rennen dieses Jahr) stand einer Teilnahme nichts im Wege. Die Strecke und Organisation war den beiden aus früheren Jahren bereits bekannt. Aufgrund der Rennvorbelastung entschied sich Mike kurzfristig für eine Nennung auf der 30km-Distanz; Erik hingegen wählte die Mitteldistanz über 60km und 1500hm, da er in dieser Saison noch nicht allzu viele Rennen über die Mitteldistanz bestritten hatte.

Um 10 Uhr startete Erik gemeinsam mit 265 weiteren Fahrern bei sonnigen 14 Grad Celsius auf die Mitteldistanz. Bereits nach 10km erkannte er jedoch, dass die vollgepackte Saison nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist; er war sich gewiss: es würde ein körperlich hartes Rennen werden. Bei km 20 dachte er das erste Mal an „Aufgeben“, nachdem ihm seine Rückenschmerzen zunehmend zu schaffen machten. Zu diesem Zeitpunkt fühlte er sich nach eigenen Aussagen bereits am Ende und zählte jeden verbleibenden Kilometer bis ins Ziel. Völlig erschöpft kam er schließlich mit einem respektablen 22. Platz (von 108) in seiner Altersklasse nach 03:08 Std. ins Ziel. Als persönliches Highlight empfand er auf den trockenen Abfahrten deutlich schneller als andere Fahrer um ihn herum gewesen zu sein.

Eine halbe Stunde später ging es für Mike aus der zweiten Startreihe heraus auf die Kurzdistanz. Er konnte sich zu Beginn des Rennens gleich in einer Führungsgruppe aus 15 Fahrern deutlich vom Hauptfeld absetzen. Die Führungsgruppe zog sich im Laufe des ersten Drittels des Rennens sukzessive auseinander. Die kurzen Augenblicke in der Startphase hatte er genutzt, um seine Konkurrenz in Augenschein zu nehmen und eine grobe Altersklassifizierung vorzunehmen. Ergebnis: Größtenteils junge Lizenzfahrer! Er taxierte seine aktuelle Platzierung demnach schon unter den Top 3 der Senioren 1. Gegen Mitte des Rennens schlossen jedoch 3 weitere Athleten auf ihn auf und lieferten sich fortan ein stetiges Renngefecht mit ihm. Altersmäßig schätzte er mindestens zwei der auf ihn aufgeschlossenen Fahrer in seiner Altersklasse; nach „Adam Riese“ ging es somit bereits jetzt ums Treppchen. Trotz schwerer Ermüdungserscheinungen erschien ihm das Investment von „irgendwie eine Minute Vorsprung rausfahren“ selten so ertragreich wie heute und so fuhr er an einem knackigen Anstieg gegen Ende des zweiten Drittels eine heftige Attacke, der nur noch einer seiner Mitstreiter verbissen folgen konnte. Das weitere Renngeschehen wurde diesbezüglich auf Messers Schneide geführt. Letzten Endes sorgte ein „Verbremser“ seines im Nacken sitzenden Kontrahenten in einer engen Schotterkurve für den nötigen Abstand, den er bis ins Ziel erhalten konnte. Als 15. im Gesamtklassement und 2. in der Altersklasse fand er sich sichtlich zufrieden auf dem Stockerl wieder und wurde mit einem 50,- Euro-Gutschein ungewöhnlich fürstlich belohnt.

3. Platz bei der GHOST Marathon Bayernliga für Tom Fiedler
17.09.2007

Um es vorwegzunehmen. Das Schönste am 5. Ammergauer Alpen Bike Cup 2007 in Oberammergau - zugleich Finallauf für die GHOST Marathon Bayernliga - war das Wetter. 25°C bei tiefblauem, wolkenlosen Himmel und Windstille. Ein optimaler Spätsommertag am 16. September.

Bei diesen guten äußeren Bedingungen gingen Alex Pscheidl und Tom Fiedler an den Start der Mittelstrecke mit 52,6 km und 1.670 hm. Alex machte einen müden Eindruck. Dies musste einen nicht wundern, denn sein Vorbereitungsprogramm für die Deutsche Marathon Meisterschaft in St. Ingbert glich selbst einem Ultra-Marathon. Sonntag, 9.9. Marathon in Wiesthal, Mittwoch 1. Lauf zur Abendrennserie, Samstag MTB-Biathlon in Sparbrod und Sonntag um 4:00 in der früh Abfahrt nach Oberammergau um dort nach vier Stunden Autofahrt seinem Körper noch Höchstleistung abzuverlangen. Ganz nebenbei hatte Alex noch eine ganz normale Arbeitswoche absolviert und ist dazu täglich nach Nürnberg gependelt. Der 6. Platz am Ende ist eine umso beachtlichere Leistung und es bleibt zu hoffen, dass ihm diese Tortour für die DM geholfen hat.

Tom Fiedler war mit dem Ziel angereist, sich in der Bayernliga von Platz 4 aufs Stockerl hochzuarbeiten. Unmittelbar nach dem Rennen hatte er zunächst nicht den Eindruck, diesen Erfolg eingefahren zu haben. Vor dem Start plagte ihn wie vor jedem Rennen eine Blasen- und Darmschwäche. Nachdem der Start mitten im Dorf war, ging er in den letzten Minuten zur Aufstellung und stand ganz hinten, ohne eine Chance sich nach vorne zu mogeln. Nach dem Startschuss passierte eine Ewigkeit gar nichts, bevor sich der Tross im Schneckentempo in Bewegung setzte. Dies ging so bis zur Talstation der Kolbenbahn. Erst in der Ebene zwischen Ober- und Unterammergau zog sich das Feld etwas auseinander und einige Sonntags- und Tourenfahrer konnten überholt werden. Von Unterammergau ging es dann über eine Schotterstraße mit etwa 20% Steigung hinauf Richtung Pürschling. Bei der extremen Steigung kam Tom mal wieder die nüchterne Erkenntnis, dass er einfach zu viel auf den Rippen hat. Es lief einfach nicht schnell genug und er konnte einigen Fliegengewichten nicht folgen. Nach etwa 600 hm mündete die Strecke in einen Wanderweg zum Kolbensattel ein, auf den sich Tom schon gefreut hatte. Ein Trail, der normalerweise schnell, sogar sehr schnell zu befahren ist. Hier krochen die im Anstieg schnellen Fliegengewichte geradezu entlang. Kaum hatte man einen überholt, hing man schon wieder am nächsten Hinterrad.

Vom Kolbensattel die Schipiste hinunter nach Oberammergau war nicht viel zu holen. Es war so steil, dass die Bremsen anfingen zu „glühen“. Es war deutlich zu riechen, dass Tom nicht der Einzige mit einer heißen Bremse war, selbst der Sieger Christian Schneidawind gab im Ziel zu, dass er dort ein Fading hatte. Also setzte sich im nächsten Trail fort, was oben begonnen hatte. An einer kleinen Treppe, an der man seitlich leicht vorbeifahren kann und an ein paar fahrbaren Kehren gab es einen solchen Stau, dass Tom auch noch nach mehr als einer Stunde Fahrzeit zwei mal anhalten und absteigen musste. Es war klar, dass Tom die wesentliche Zeit nicht dort, sondern am Berg verloren hatte, aber motivierend war das alles nicht gerade. Die Strecke wechselte schließlich die Talseite und es ging nicht wesentlich flacher 600 hm hoch zum Soilasee, 400 hm wieder hinunter und dann wieder 400 hm hoch zur Aufackerstraße und schlussendlich über eine extrem ruppige Abfahrt namens „Hölle“ hinunter nach Unterammergau.

Unterwegs machte Tom noch nähere Bekanntschaft mit dem Oberammergauer Schotter, weil ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, eine blöde Kuh vor einer scharfen Rechtskurve auf die Fahrbahn lief. Tom missachtete die Grundregel des Bikers, die besagt immer dorthin zu schauen wo man hinfahren möchte und hatte stattdessen nur noch Augen für die Kuh. Bis auf ein paar kleine Kratzspuren an der Tapete ist zum Glück nichts weiter passiert.

Am Ende war es der sechste Platz bei den Senioren II, der aber glücklicherweise für die GHOST Marathon Bayernliga noch genug Punkte einbrachte um einen Platz nach vorne zu rutschen.

Nach Klaus Dumler vom Team Scott (SC Wunsiedel) und Ferdl Thiel vom Team Sherpa (RC Schnaittachtal) wurde Tom Fiedler Dritter seiner Alterklasse in der Gesamt-Serie mit fünf Wertungsläufen. Mit dem Platz war er dann doch zufrieden in seiner 2. Rennsaison. Immerhin war der Zweitplazierte Ferdl Thiel im Jahre 2003 Senioren MTB-Weltmeister im Halbmarathon.

Um es vorwegzunehmen, das Schönste am 5. Ammergauer Alpen Bike Cup 2007 in Oberammergau, das zugleich Finallauf für die GHOST Marathon Bayernliga war, war das Wetter - 25°C bei tiefblauen und wolkenlosen Himmel, sowie Windstille. Ein optimaler Spätsommertag am 16. September.

Bei diesen guten äußeren Bedingungen gingen Alex Pscheidl und Tom Fiedler an den Start der Mittelstrecke mit 52,6 km und 1.670 hm. Alex machte einen müden Eindruck. Dies musste einen nicht wundern, denn sein Vorbereitungsprogramm für die Deutsche Marathon Meisterschaft in St. Ingbert glich selbst einem Ultra-Marathon. Sonntag, 9.9. Marathon in Wiesthal, Mittwoch 1. Lauf zur Abendrennserie, Samstag MTB-Biathlon in Sparbrod und Sonntag um 4:00 in der früh Abfahrt nach Oberammergau um dort nach vier Stunden Autofahrt seinem Körper noch Höchstleistung abzuverlangen. Ganz nebenbei hatte Alex noch eine ganz normale Arbeitswoche absolviert und ist dazu täglich nach Nürnberg gependelt. Der 6. Platz am Ende ist eine umso beachtliche Leistung und es bleibt zu hoffen, dass ihm diese Tortour für die DM geholfen hat.

Tom Fiedler war mit dem Ziel angereist, um sich in der Bayernliga von Platz 4 aufs Stockerl hochzuarbeiten. Unmittelbar nach dem Rennen hatte er zunächst nicht den Eindruck diesen Erfolg eingefahren zu haben. Vor dem Start plagte ihn wie vor jedem Rennen eine Blasen- und Darmschwäche. Nachdem der Start mitten im Dorf war, ging er in den letzten Minuten zur Aufstellung und stand ganz hinten, ohne eine Chance sich nach vorne zu mogeln. Nach dem Startschuss passierte eine Ewigkeit gar nichts, bevor sich der Tross im Schneckentempo, gerade so, dass man nicht vom Radl gekippt ist, in Bewegung setzte. Dies ging so weiter, bis hoch zur Talstation der Kolbenbahn. Erst in der Ebene zwischen Ober- und Unterammergau zog sich das Feld etwas auseinander und einige Sonntags- und Tourenfahrer konnten überholt werden. Von Unterammergau ging es dann über eine Schotterstraße mit etwa 20% Steigung hinauf Richtung Pürschling. Bei der extremen Steigung kam Tom mal wieder die nüchterne Erkenntnis, dass er einfach zu viel auf den Rippen hat. Es lief einfach nicht schnell genug und er konnte einigen Fliegengewichten nicht folgen. Nach etwa 600 hm mündete die Strecke in einen Wanderweg zum Kolbensattel ein, auf den sich Tom schon gefreut hatte. Ein Trail der normalerweise schnell, sogar sehr schnell zu befahren ist. Nur, hier krochen die im Anstieg schnellen Fliegengewichte geradezu entlang. Kaum hatte man einen überholt, hing man schon wieder am nächsten Hinterrad.

Vom Kolbensattel die Schipiste hinunter nach Oberammergau war nicht viel zu holen. Es war so steil, dass die Bremsen anfingen zu „glühen“. Es war deutlich zu riechen, dass Tom nicht der Einzige mit einer heißen Bremse war, selbst der Sieger Christian Schneidawind gab im Ziel zu, dass er dort ein Fading hatte. Also setzte sich im nächsten Trail fort, was oben begonnen hatte. An einer kleinen Treppe, an der man seitlich leicht vorbeifahren kann und an ein paar fahrbaren Kehren gab es einen solchen Stau, dass Tom auch noch nach mehr als einer Stunde Fahrzeit zwei mal anhalten und absteigen musste. Es war klar, dass Tom die wesentliche Zeit nicht dort, sondern am Berg verloren hatte, aber motivierend war das alles nicht gerade. Die Strecke wechselte schließlich die Talseite und es ging nicht wesentlich flacher 600 hm hoch zum Soilasee, 400 hm wieder hinunter und dann wieder 400 hm hoch zur Aufackerstraße und schlussendlich über eine extrem ruppige Abfahrt namens „Hölle“ hinunter nach Unterammergau.

Unterwegs machte Tom noch nähere Bekanntschaft mit dem Oberammergauer Schotter, weil ihm, im wahrsten Sinne des Wortes, eine blöde Kuh vor einer scharfen Rechtskurve auf die Fahrbahn lief. Tom missachtete die Grundregel des Bikers, die besagt immer dorthin zu schauen wo man hinfahren möchte und hatte statt dessen nur noch Augen für die Kuh. Bis auf ein paar kleine Kratzspuren an der Tapete ist zum Glück nichts weiter passiert.

Finallauf zum E-On-Bayern-Cup 2007 in Gottersdorf
10.09.2007

Bei strahlendem Sonnenschein fand der 11. und gleichzeitig letzte Lauf des E-On-Bayern-Cups in Gottersdorf am 15.09.07 statt.

Als erster der 6 angereisten Würzburger ging Luis Seifert an den Start der U13-Klasse. Er musste 3 Runden zu je 1,8km und 55hm absolvieren. Nach dem Start folgte ein Schotter-/Wiesenanstieg, an dem Luis auf Platz 4 lag. Auf der anschließenden Abfahrt durch ein Bachbett konnte er zum Drittplatzierten aufschließen. Danach verlief der Kurs im Slalom über eine Wiese, bevor man wieder an Start/Ziel vorbeikommt. In der 2. Runde konnte Luis seinen Konkurrenten um Rang 3 am langen Wiesenanstieg abhängen. Somit fuhr er einem ungefährdeten 3. Platz entgegen und konnte sich dadurch in der Gesamtwertung noch vom 9. auf den 6. Platz verbessern.

Anschließend startete Stefan Werner (fx-sports) in der U15-Klasse. Nach einem mäßigen Start lag er vorerst nur auf Position 7, ehe er sich in den 3 verbleibenden Runden allmählich nach vorne arbeiten konnte. Bis zum Ende der 3. Runde hatte sich Stefan schon bis an den Drittplatzierten Manuel Wich (BSB Bayreuth) rangekämpft. Am letzten Anstieg verschärfte er entscheidend das Tempo und kam als neuer Drittplatzierter aus der Abfahrt. Diesen Rang konnte er bis zum Ziel halten und belegte damit gleichzeitig den 5. Platz in der Gesamtwertung.

Im abschließenden Hauptrennen um 13.30Uhr gingen Dominik und Philipp Ziegler (fx-sports), sowie Jonas Seifert in der Klasse der U19, als auch Koni Jung in der Herren-Klasse an den Start. Bester Würzburger nach dem Start war Dominik auf Position 4. Sein Bruder konnte ihn erst Mitte des Anstieges einholen und zur Spitzengruppe mit Gluth (bike-junior-Team), Pflug (Hai) und Richter (RADio-aktiv) aufschließen. Allerdings konnte Philipp erstaunlicherweise die Pace der Gruppe in der Abfahrt nicht mitgehen. Zwar konnte er nach der ersten Runde die Lücke nocheinmal schließen, auf der folgenden Runde musste er aber einsehen, dass er heute die ersten Drei nicht wirklich gefährden konnte. Somit belegte Philipp in der Tageswertung einen sicheren 4. Platz.

Dominik und Jonas lagen am Ende des langen Anstieges nach dem Start direkt hintereinander. Auf den verbleibenden 4 Runden blieben die Zwei in Sichkontakt, Dominik aber immer mit einem beruhginden Vorsprung auf Jonas, so dass sie auch in dieser Reihenfolge auf Rang 11 und 12 ins Ziel kamen. Dadurch belegte Dominik als bester Würzburger der U19-Klasse den 6. Platz Gesamt, gefolgt von Jonas auf 9 und Philipp auf 10.

Die Herren-Klasse wurde 20sek. zeitversetzt zu den U19 gestartet. Neben Koni waren auch der Gesamtführende Frank Greifzu (Rvc Trieb) und der Viertplatzierte Uli Schmittlutz (Team Radsport Baier) am Start. Während der ersten Runde bestimmte zunächst Greifzu das Tempo, dahinter Koni, direkt gefolgt von 2 weiteren Konkurrenten. In der zweiten Runde übernahm Koni die Führung und behielt das hohe Anfangstempo bei, so dass die Viergruppe halbiert wurde. In der anschließenden Abfahrt konnte er sich auch von seinem letzten Verfolger lösen und baute in den verbleibenden Runden seinen Vorsprung noch ein weing aus. Durch seinen Tageserfolg konnte sich Koni noch um eine Position, auf den 2. Gesamtplatz verbessern.

Abschließend noch ein großes Lob und herzlichen Dank aller Fahrer an die Eltern, ohne die eine solch erfolgreiche und beständige Teilnahme am E-On-Bayern-Cup gar nicht möglich wäre. Im Verlauf der Serie waren immer mindestens 3 Würzburger am Start, so dass die gelb-roten RSG-Trikots fester Bestandteil des Cups wurden und viel Anerkennung für die lange Anreise (ca.1,5-2Std. einfach) und sportliche Leistung ernteten.


Gesamtwertung:


U13 (49 Fahrer)
1. Michael Peschel Rvc Trieb
.
6. Luis Seifert RSG Würzburg
11. Manu Wassermann RSG Würzburg
22. Julius Fürst RSG Würzburg


U15 (29 Fahrer)
1. Bastian Richter BSB Bayreuth
.
3. Stefan Werner RSG Würzburg


U19 (39 Fahrer)
1. Christian Pflug FC Wüstenselbitz
.
6. Dominik Ziegler RSG Würzburg
9. Jonas Seifert RSG Würzburg
10. Philipp Ziegler RSG Würzburg
33. Jonas Gramlich RSG Würzburg



Herren (30 Fahrer)

1. Frank Greifzu Rvc Trieb
2. Koni Jung RSG Würzburg


Senioren (53 Fahrer)
1.Harry Geiger Rvc Trieb
.
26. Stephan Gebauer RSG Würzburg

Jürgen Heßmann startet beim XTERRA GERMANY in Titisee-Neustadt
10.09.2007

Was ist XTERRA? Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt und habe erfahren, dass ein Geländetriathlon mit 1,5 km Schwimmen, 36 km Radfahren und 10 km Laufen dahintersteckt, an dem Größen wie der Ironman Hawai-Gewinner Faris Al-Sultan teilnehmen. „Das hört sich interessant an“, habe ich mir gedacht. Da ich aber keinen Neopren-Anzug besitze und meine Schwimmtechnik einer bleiernen Ente gleicht, habe ich mich dann doch lieber dem Speed-Max-Team aus Werneck angeschlossen und bin in deren Staffel als Mountain-Biker eingestiegen. Da dieser Lauf gleichzeitig als Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Maui/Hawaii dient, war die Strecke sehr selektiv und hat den Athleten alles abverlangt.

Den Anfang unserer Staffel machte Alfred Vonhausen mit einer 1,5 km-Schleife durch den 14 Grad kalten Titisee, die er in gut 23 Minuten absolvierte.

Nach Übergabe des Transponders fuhr ich in die erste Runde der MTB-Strecke. Das Höhenprofil versprach auf insgesamt 36 km ca. 1500 Höhenmeter, weshalb ich im Vorfeld schon gefragt wurde, ob es auch einmal bergab geht. Die Frage konnte ich vorerst nicht beantworten, da es anfangs vier km steil bergauf ging. Dann kam nach einem kurzen Flachstück doch die erhoffte Abfahrt. Die war allerdings so steil und selektiv, dass an Regeneration nicht zu denken war. Was dann kam, war schon optisch ein harter Brocken. Nach der Durchfahrt des Stadions der Weltcup-Skisprungschanze in Neustadt ging es direkt neben der Schanze über eine Treppe wieder zick-zack auf halbe Höhe des Auslaufes. Anschließend kam ein leichter Schotteranstieg, der zumindest einigermaßen zur Erholung diente. Doch schon nach zwei km war damit ebenfalls Schluss und der Weg verengte sich zusehends zu einem schmalen und ausgesetzten Pfad, der zwar meiner Fahrtechnik zugute kam aber auch richtig „Körner kostete“. Die darauf folgende Abfahrt war wieder ein Traum für jeden Mountain-Biker. Auf überwiegend schmalen Pfaden ging es wieder hinab nach Titisee. Auf der abschließenden zweiten Runde konnte ich unsere gute Platzierung trotz einiger Krampfansätze halten und war heilfroh, als ich nach 2:11 Std. an unsere Läuferin Melanie Rumpel übergeben konnte.

Die hatte ebenfalls ein gutes Stück Arbeit vor sich. Auf zwei Runden und insgesamt 10 km türmten sich vor Ihr 400 Höhenmeter auf. Der erste Teil der Runde war ein steiler Schotteranstieg mit teilweise mehr als 10% Steigung. Danach folgte ein Pfad mit quer liegenden Baumstämmen und Schlammlöchern, der dann in einen rutschigen Abstieg Richtung Ziel mündete. Auch sie konnte mit einer Laufzeit von 58 Minuten zur sehr guten Gesamtzeit von 3:35 Std. beitragen, was uns einen hervorragenden zweiten Platz in der Mixed-Wertung einbrachte.

Ein Erster und ein Zweiter Platz für RSG Mountainbiker
beim 6. Aubachtalmarathon in Wiesthal
10.09.2007

Die sechste Austragung des Aubachtalmarathons in Wiesthal war in diesem Jahr zugleich Austragungsort zur Ghost Marathon Bayernliga. Der veranstaltende Verein präsentierte eine neue Streckenführung mit einer 60 km Schleife, die von den Bikern einmal durchfahren werden musste. Anspruchsvolle Singeltrails wurden mit Wiesenpassagen und Schotterwegen kombiniert und bildeten so, mit insgesamt 1560 Höhenmetern, einen abwechselungsreichen Kurs.

Als Spitzenfahrer von der RSG ging Alex Pscheidl vom Team TEXPA-Simplon an den Start der Langstrecke (60 km). Bereits vor dem Rennen war bei der ersten Besichtigung des 25 Prozent steilen ersten Anstieges die Renntaktik ausgemacht – Vollanschlag von Beginn an. Gesagt, getan, konnte sich Alex gemeinsam mit seinem Teamkollegen Christian Schneidawind sofort im ersten Kilometer vom Feld lösen. Von da an fuhren die beiden alleine an der Spitze ihr Rennen. Durch eine gute Zusammenarbeit konnten die diesjährigen Transalp-Dritten ihren Vorsprung auf die amtierenden 24-Stunden-Welt-meister in der 2er Teamwertung Leißing Matthias und Christoph auf 4 Minuten ausbauen. In der Endabrechnung siegte Alex mit 2:19:31 bei den Senioren 1 und wurde in der Gesamtwertung Zweiter, 1 Sekunde hinter Christian Schneidawind.

Einen guten Tag erwischte auch Tom Fiedler, dem es mit einer Durchschnittsgeschwin-digkeit von immerhin 20 km/h gelang, seinen ärgsten Rivalen um Platz 3 bei der Ghost Marathon Bayernliga von Anfang an auf Distanz zu halten. Am Ende musste er sich bei den Senioren 3 mit einer Fahrzeit von 2:56:47 nur dem Führenden der Bayernliga, Klaus Dumler geschlagen geben und wurde glücklicher Zweiter in seiner Altersklasse.

Felix Wilhelm tauschte dieses Wochenende das Rennrad gegen sein Mountainbike ein. Während des Rennens musste er zur Kenntnis nehmen, dass die Reifen auf feuchten Wurzeln nicht so gut halten, wie die Rennradreifen auf Asphalt. Trotz zweier Stürze reichte es bei den Herren mit 2:38:27 zu einem hervorragenden 6. Platz. Etwas unglücklich verlief das Rennen für Andreas Mayer, der sich kurz vor dem Ziel verfahren hatte und so wertvolle Zeit verlor. Am Ende sprang noch ein 11. Rang bei den Senioren 2 heraus. Auch Timmy Trusolaski verfuhr sich und gab frustriert das Rennen auf.

Alex Pscheidl 1. ( 2.) Senioren 1 2:19:31
Felix Wilhelm 6. (19.) Herren 2:38:27
Tom Fiedler 2. (45.) Senioren 3 2:56:47
Andreas Mayer 11. (47.) Senioren 2 2:57:42
Michael Sauer 12. (48.) Senioren 2 2:57:43

Erlebnisse des thailändischen Nationaltrainers Martin Wördehoff - Teil 2
04.09.2007

Teil 3 finden Sie hier ->
Teil 1 finden Sie hier ->
Bilder Teil 2 finden Sie hier ->

Hallo liebe Freunde,

mittlerweile bin ich einen Monat in Thailand und voll im Arbeitsalltag angekommen. Es ist daher an der Zeit ein Zwischenresümee zu ziehen und Euch von meinen Erlebnissen als Trainer der Thailändischen MTB-Nationalmannschaft zu berichten:

(Für alle die den ersten Teil noch nicht kennen hängt er hinten noch mal dran)


8. Das Trainingscamp

Nach meinen ersten Tagen in Bangkok, von denen ich Euch ja bereits berichtet hatte, bin ich nun seit gut drei Wochen im „Cycling Camp for 24th SEA-Games“. Angelegt in einem Militärlager in der Nähe von Pak Chong ca. 80km vor Nakhon Ratchasima / Khorat in der Nähe des Nationalparks „Khao Yai“.

Hier lässt es sich nun auch nicht mehr übersehen, dass ich offiziell bei der thailändischen Armee angestellt bin: Neben der spartanischen Ausstattung der Räumlichkeiten gehört das morgendliche Antreten um 6:30 a.m. ebenso zum Tagesablauf wie das gemeinschaftliche Abendgebet um 8:30 p.m. und die anschließende Bettruhe. Mir steht ein eigenes Reihenhaus mit zwei Etagen zur Verfügung. Der „Bungalow Nr.17“. Bis auf ein Bettgestell, war Dieser bei meiner Ankunft dann auch völlig leer und mit dem Inhalt meines halbvollen Koffers, selbst bei großzügiger Verteilung, nur notdürftig zu füllen. Welch trauriges Bild. Wer meine mit Sportartikeln vollgestopfte Bude in München kennt, kann sich vorstellen welche Umstellung dies für mich war.


9. Das Jahr 2550

In Thailand ist man der Zeit voraus. Zumindest unserer Mitteleuropäischen: Beim Sichten der Trainingsdokumentation der Athleten viel mir auf, dass die Datumseinträge immer auf die Zahl 2050 endeten. Nebenbei bemerkt, war der Rest für mich der thailändischen Schriftzeichen wegen überhaupt nicht zu lesen. Da die Thailänder im Wesentlichen der Buddhistischen Glaubensrichtung folgen benutzt man landesintern zu Ehren Buddhas Geburt einen anderen Kalender, in dem wir augenblicklich das Jahr 2050 schreiben.


10. Die Streckenbegehung – oder der kleine Mann mit dem großen Haumesser

Da man mich unter Anderem zur Verbesserung der fahrtechnischen Fertigkeiten der Piloten engagiert hat, beantrage ich als eine der ersten Maßnahmen eine Besichtigung der Abfahrtsstrecke für die SEA-Games im Dezember, die am Berg gleich hinter dem Lager verlaufen soll. Ich möchte so einen Eindruck gewinnen, welches Niveau den Fahrern hierzulande abverlangt wird.

Als der so genannte „Coursedesigner“ (Hört sich übrigens auch wie „Kotdesigner“ an…) Mr. Tada (In Thailand benutzt man fast immer Spitznamen. Vermutlich, da die richtigen Namen so voluminös sind, dass sie selbst für Einheimische zum alltäglichen Gebrauch zu unhandlich sind.) nach dem Mittagsmahl bei 35°C völlig vermummt mit Gesichtsmaske, Tropenhelm und einem Buschmesser das ungefähr halb so groß ist wie er selbst zum Abrücken erscheint, wird mir zum ersten Mal etwas mulmig in meinen Shorts. Als Mr. Tada in fragmenthaftem Englisch einräumt, dass der Kurs noch nicht ganz fertig sei, ahne ich was mir blüht und gehe mich schnell noch umziehen.

Als wir nach wilder Auffahrt mit dem Jeep mit der Streckenbegehung beginnen, wird schnell klar, dass „Nicht ganz fertig“ in Wahrheit bedeutet, dass man mit den Rohdungsarbeiten noch nicht ganz begonnen hat: Ein eingefahrener Trail oder Ähnliches ist weit und breit nicht in Sicht. Stattdessen wuchtet sich der Coursedesigner mit kräftigen Hieben im anderthalb Meter hohen Gras voran. Ich habe etwas Schwierigkeiten ihm zu folgen, da der Kopf des kleinen Mannes über dem Grashorizont nur gelegentlich zum Vorschein kommt. Ich erinnere mich spontan an die Geschichte der „Sowosamma-Neger“ (die ich als bekannt voraussetzen darf?) und frage mich, ob sie wohl aus Thailand stammt? Insgeheim ärgere ich mich schwarz, dass ausgerechnet heute der Akku meines Fotoapparates leer ist und ich diese Szene nicht für Euch festhalten kann. In der Tat ist es erstaunlich, woran der Coursedesigner seine Streckenführung überhaupt erkennt. Dennoch führt er mich zielgenau zu einem felsigen Absturz am Rande des Waldes: Eine Steilstufe von etwa 15m in drei Kaskaden. Selbst zu Fuß ist diese Stelle nicht ohne Einsatz der Hände zu überwinden. Während Mr. Tada in einer schmalen Rinne abwärts klettert, fragt er mich mit großen Augen was ich von dieser Sektion halte. Mein erster Gedanke ist: Aber hallo! So schlecht kann das Niveau nicht sein, wenn sie diese Passage in ihren Kurs einbauen wollen. Ganz im Gegenteil ist die Rinne, die dem Fußgänger die augenscheinlich einzige Möglichkeit für einen Abstieg durch die griffarmen Felsen gewährt, mit dem Rad völlig unfahrbar. Etwas weiter rechts, gegenwärtig stark von allerlei Urwaldgehölz überwuchert, offenbaren sich mir nach einigem Umsehen eine Folge von mehreren ca. 60° (also praktisch frei fallenden) steilen Platten, die nur durch kleinere überhängende Stufen durchsetzt sind und die mit dem Rad eigentlich abfahrbar sein sollten. Etwas problematisch erscheint mir daran dann noch der mangelnde Auslauf: Ohne weitere Erdhubarbeiten würde man am Fuße der Felsen ziemlich unangespitzt in ein grobes Geröllfeld einschlagen. Da ich aber schon immer ein Verfechter von anspruchsvollen DH-Strecken war, die nicht nur aus Einheitslinien-BMX-Gehopse á la Diddie Schneider (Anm. d. A.: Deutsches Pendant zu Mr. Tada, nur etwas „wamperta“) bestehen, wende ich mich mit zuversichtlichem Gesichtsausdruck und doch leicht gemischten Gefühlen dem Coursedesigner zu und gebe ihm mein O.K.: Daumen hoch! Auch der weitere Verlauf der Strecke verspricht anspruchsvoll und durchaus abwechslungsreich, aber vor allem „sauschnell“ zu werden. So weit man dass jetzt schon beurteilen kann. Allerdings habe ich so meine Bedenken, ob die Strecke rechtzeitig fertig werden wird. Die SEA-Games sind zwar erst im Dezember, aber in vier Wochen wollen sie hier die Landesmeisterschaften abhalten. Na denn mal los! Alleine das Rohden einer entsprechenden Schneise dürfte diese Zeit wohl aufbrauchen. Ich bin gespannt…

Am Abend begrüßt mich dann noch der Kasernenkommandant. Endlich mal jemand mit dem man sich einigermaßen „tiefgreifend“ unterhalten kann, ohne dass man das Gespräch aufgrund völlig unpassender Entgegnungen frustriert einstellen muss. Ich erzähle ihm, wie ich die geplante DH-Strecke einschätze und irgendwie kommen wir dann darauf zu sprechen, welche Tiere es in diesem Wald so gibt. Er berichtet es gäbe vor allem Schlangen, darunter auch viele Kobras. Dass ich aber eigentlich deswegen nicht so weit gehen müsste weil es auf dem Kasernengelände auch genug davon gäbe. Seine Soldaten zum Beispiel spielten in ihrer Freizeit gerne mit einer Boa, die sich wohl seit längerem im Lager aufhält. Außerdem erzählte er, dass erst am gestrigen Tag einer seiner Männer bei Gartenarbeiten von einer Giftschlage gebissen wurde. Unweigerlich stelle ich ihm die Frage, was man denn am besten tun solle, wenn man einer Kobra plötzlich gegenüberstünde: „Run or don’t move?“ – Er lächelt etwas verlegen und sagt dann grinsend: „First: Don’t move! – then run!“ Ich versuche einen Augenblick lang diesen aufschlussreichen Tipp vor meinem geistigen Auge durchzuspielen, verwerfe den Gedanken dann aber wieder.


11. Der Mann mit der Stoppuhr – und wer ist eigentlich dieser Mr. Manop?

Wie schon erwähnt, verwenden hier im Lager eigentlich alle nur Namenskurzformen. Dennoch war es für mich Anfangs sehr schwer, den Überblick zu behalten wer nun auf welches Kürzel hört. Da man dann doch nicht dauernd peinlich nachfragen möchte, wie denn der werte Name gleich noch mal gewesen sei beschloss ich, dass ich die wichtigen Namen im Gespräch schon aufschnappen und zuordnen würde. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt die Rechnung noch ohne die Eigenheiten thailändischer Grammatik, übertragen ins Englische, gemacht. Doch dazu gleich noch Mehr…

Jedenfalls habe ich drei Assistenztrainer von denen Einer bisher noch gar nicht in Erscheinung getreten ist, da er auf einem Lehrgang sein soll. Der Zweite ist der bereits charakterisierte „Coursedesigner“ Mr. Tada. Da dieser mit dem Bau der Strecke bis über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt ist, arbeite ich bis auf Weiteres mit einem kleinen Kerl zusammen, dessen Namen ich leider noch nicht aufschnappen und zuordnen konnte. Er verlässt das Haus nie ohne seine Stoppuhr und hat sichtlich Freude daran Zeitspannen unterschiedlichster Natur zu erfassen und zu dokumentieren. Ein derartiges buchhalterisches Talent ist mir zwar noch nicht untergekommen, ist aber eigentlich für einen Assistenztrainer keine schlechte Referenz. Dennoch neigt er für meinen Geschmack bisweilen zur Übertreibung dieser Kontrollmethode: So stoppt er unter Anderem jeden Abend die Zeit des gemeinsamen stillen Gebets – Zeitlich und anschließend inhaltlich. Sein Countdown kennt kein Erbarmen. (Zur Visualisierung eurer Vorstellungen könntet ihr das angehängte Teamfoto betrachten. Er ist relativ einfach zu erkennen)

Also jedenfalls erzählt dieser Kerl dauernd von einem Mr. Manop, der scheinbar in allen Lebenslagen den Bezugspunkt für ihn darstellt und an den auch ich mich mit allen Anliegen vertrauensvoll wenden könnte. So oder so ähnlich reime ich mir die englischen Satzfetzen zusammen. Als im abendlichen Gespräch mit dem Chef des Trainingscamps, dieser auch noch anfängt von diesem mysteriösen Mr. Manop zu schwärmen riskiere ich’s einfach, da ich ein persönliches Kennen lernen kaum noch erwarten kann: „Who the f*** is Mr. Manop?“ (Nein, das habe ich natürlich nur gedacht!) Jedenfalls schließe ich aus dem pragmatischen Erklärungsversuch, dass es der Kerl mit der Stoppuhr sein muss, der ständig von sich in der dritten Person redet. – Ich bin ja nicht humanistisch erzogen worden, aber hat sich dieser Methode nicht auch Julius Cäsar bedient, wenn er seine eigene Größe durch eigene Bescheidenheit hervorheben wollte? Egal – in diesem Fall liegt es wohl eher daran, dass man in der thailändischen Grammatik offensichtlich keine Personalpronomen zu kennen scheint und man dementsprechend bei der Analyse ihrer englischen Wortketten gelegentlich etwas um die Ecke denken muss. Doch auch dazu später noch Mehr…


12. Die ersten Trainingseinheiten

In Ermangelung gut asphaltierter Nebenstraßen bevorzugen die Thais das Straßentraining auf der sechsspurigen Hauptstraße, welche die Kaserne passiert: Eine Art Autobahn, bei der man des Linksverkehrs wegen eigentlich rechts überholen sollte. Da aber alle Verkehrsteilnehmer am liebsten rechts zu fahren scheinen, wird in aller Regel doch wieder links überholt. Verwirrend was? Einzig, Einer der vielen altersschwachen und überladenen LKW kriecht gerade in einer schwarzen Wolke den Standstreifen entlang und verhindert somit das Überholen am „linkesten“ Fahrbahnrand. Fährt man nun mit einer Gruppe von Radfahrern eben an besagtem Fahrbahnrand entlang, ist es schon ganz gut ein blaulichtbewährtes Fahrzeug hinter sich zu wissen, das einem den Rücken freihält.

Inhaltlich gesehen ist das erste Training, das ich zu Informationszwecken im Stile der bisherigen Trainingsgewohnheiten anordne, eher erschreckend: Vom Beifahrersitz aus beobachte ich das haarsträubende Ausscheidungsfahren, bei dem sich nach und nach immer mehr geschlagene Figuren an der Bordwand unseres Begleitfahrzeuges festhalten müssen.

Als Nächstes möchte ich mir ansehen, wie sich meine Schützlinge im Gelände so anstellen. Zu diesem Zweck versuche ich zu erfragen, wo man den hier in der Nähe eine kleine MTB-Ausfahrt machen könnte. „Ja, wir haben eine permanente Rennstrecke in ca. 35 Kilometer Entfernung. Da müssten wir aber mit den Rädern hinfahren, weil wir gegenwärtig nur einen Pick-up für die Mountainbiker zur Verfügung haben.“ „Hm, gibt’s denn keine Möglichkeit von hier aus ins Gelände einzusteigen?“ „Nein“, ist die ernüchternde Antwort. So etwas wie Wanderwege scheint es hier trotz herrlicher Bergkulisse nicht zu geben.

Also auf die Räder und ab zur „Bonanza-Farm“ am Rande des Khao-Yai Nationalparks. Gut aufgewärmt dort angekommen, es hat 38°C, stelle ich wiederum fest, dass auch diese Cross-Country Rennstrecke weit anspruchsvoller einzustufen ist, als das was man von den meisten deutschen Rennstrecken gewohnt ist. Dementsprechend sind auf der Abfahrt (und einigen steil-rutschigen Anstiegen) gleich mal sämtliche Damen und einige Herren per pedes unterwegs. Frage mich insgeheim, für wen die solche Strecken anlegen, wenn sich selbst ihre besten Athleten dann hier die Schuhsohlen dünn laufen? Naja, gute Gelegenheit mir ein wenig Respekt zu verschaffen denke ich mir und „rumple“ auf meinem altersschwachen Hardtail, das ich mir von Mr. Tada geliehen habe, mal ordentlich an den verdutzten Fußgängern vorbei. Zugegebenermaßen hat eine derartige Selbstdarstellung doch immer einen unangenehm gönnerhaften Beigeschmack. Aber es ist auch immer wieder faszinierend wie wissbegierige Sportler darauf ansprechen: Von jetzt an hängen die Damen und Herrn sprichwörtlich an meine Lippen und auch wenn sie nicht viel verstehen von dem was ich ihnen zu erklären versuche, so lauschen sie doch äußerst interessiert.

Im weiteren Verlauf weist die Strecke dann einige kurze unangenehm steile uphill-Passagen auf. Der festgefahrene, von Steinen durchsetzte Boden ist bedeckt von einer für europäische Gefilde ungewohnt feinen Laubschicht. Das Zeug ist höllisch rutschig und angetrieben von meiner erfolgreichen Demo zuvor lege ich mich kräftig ins Zeug um zu zeigen, wie man auch die steilsten Stiche hochpressen kann. Diesmal muss ich allerdings einräumen, dass ich dank extremer Hitze (und extremer Trainingsnachlässigkeit) einem Kreislaufkollaps wohl recht nahe kam und dies auch nur mit mäßigem Erfolg verschleiern konnte. Jaja, Hochmut kommt vor dem Fall…

Auf der darauf folgenden Abfahrt rolle ich dann hinter einem kleinen Mädl her, das auf dem schlüpfrigen Laubboden ziemlich ungeschickt hin und her rutscht. Beim nächsten Gruppenhalt lasse ich mir, pädagogisch geschickt, per Handzeichen zeigen welche Fahrer und Fahrerinnen denn auf Downhill spezialisiert wären: Das kleine Mädel ist unter ihnen. Ich denke mit Besorgnis an den 15m Steilabsturz der neuen Abfahrtsstrecke und frage mich gleichzeitig wie ich sie da wohl runter bringen werde? Einige Tage später stellt sich bei meinen Internetrecherchen heraus, dass sich eben dieses Mädl mit ihrem zweiten Rang bei den Asienmeisterschaften auf den 46. Platz der UCI-Weltrangliste „DH-women-elite“ katapultiert hat. Ich kenne einige deutsche Nachwuchsfahrer, die für einen derartigen Erfolg schon den ein oder anderen Finger opfern würden. Andererseits muss man ja zugeben, dass auch den deutschen Damen der Vorstoß in die nationale Spitze, auf Grund überschaubarer Teilnehmerzahlen, nicht gerade schwer gemacht wird. Als ich am Abend das kleine Mädl, das übrigens auf den Namen Yak-Yai hört, auf ihrem „Intense m3“ im gefühlvollen Manual (Anm. d. A.: Rollen auf dem Hinterrad) die lange Auffahrtsstrasse der Kaserne entlangrollen sehe, bin ich einigermaßen erleichtert und denke mir: „Daraus kann man dann doch was machen…“ Allerdings werde ich diesem 41kg schweren Mädel wohl ihr Intense ausreden müssen: Dieser 240mm-Federweg-Bolide wiegt mehr als halb soviel wie sie selbst! Weiß nur noch nicht so genau wie ich ihr das schonend beibringen soll? – ist ja wirklich ein schönes Fahrrad.


13. Und der Steuermann reißt das Ruder herum: Training nach der „Borg-Skala“

Entgegen meinen ursprünglichen Ankündigungen, das Trainingsprogramm langsam und Stück für Stück anpassen zu wollen, greife ich nach dem Gesehenen doch relativ hart in die Wochenplanung ein und schreibe einen komplett neuen Plan. Insbesondere den Trainingsprinzipien der Individualisierung und der stimmigen Relation von Belastung und Erholung versuche ich damit näher zu kommen. Leider fehlen uns praktisch sämtliche erforderlichen Gerätschaften zur fundierten Leistungsdiagnostik als Ausgangspunkt der Trainingsplanung. Entgegen meinen Informationen vor dem Antritt meiner Reise haben auch lediglich zwei von elf Athleten einen Pulsmesser zur Verfügung. Also greife ich zurück auf die gute alte Borg-Skala um das Gefühl für subjektive Belastungseinschätzungen (in Kombination mit manueller Pulskontrolle) bei den Athleten zu verbessern. Nicht wenige scheinen in der Vergangenheit praktisch immer am Anschlag „trainiert“ zu haben. Die Erklärungen für die bevorstehende Testeinheit stellen sich dabei als ziemlich zeitaufwendig heraus und zum ersten Mal wird mir so richtig bewusst, wie wenig von meinen Erklärungen bei Fahrern und Assistenztrainern eigentlich ankommt. Darüber hinaus ruft diese erste Maßnahme unter meiner Führung bei meinem Zeitnehmer Mr. Manop gleich zu Beginn sichtbare Skepsis hervor: Als er versteht, dass ich ganz bewusst nicht möchte, dass die Athleten unter Zeitdruck stehen und er deshalb ihre Zeit nicht stoppen solle, ist seinem Gesicht die Enttäuschung deutlich anzusehen. Als ich ihn zum Trost beauftrage die Pausenintervalle zwischen den Intensitätssprüngen zu überwachen ist er aber schnell wieder versöhnt und arbeitet mit gewohnter Präzision für die gemeinsame Sache.


14. Der für den Radsport so wichtige Buchstabe „R“: Ein Phantom thailändischer Phonetik?

Zwischendurch wieder ein kleiner Exkurs zum Thema „Wunderliches der Thailändischen Sprache“: In meiner Kindheit glaubte ich, Chinesen könnten kein „R“ aussprechen und würden stattdessen lustigerweise immer den Buchstaben „L“ benutzen. Zwischenzeitlich glaubte ich das wohl nicht mehr, da ich annahm es handle sich sicher nur um eine primitive Art der Volksverhöhnung. Tatsache ist jedoch, dass die Thailänder in ähnlicher Weise zu sprechen pflegen: Selbst wenn in ihrer eigenen Sprache einige wichtige Wörter mit einem „R“ beginnen, sagen sie es einem einmal mit „R“ vor, um es in der Folge nur noch mit einem „L“ zu artikulieren. So bedeutet zum Beispiel die nicht allzu schwer einzuprägende Floskel „a roi“ etwa soviel wie: „Mensch, die ganzen Schalentiere mit Chilifüllung sind heute wieder erste Sahne“ Aber wenn man dann damit glänzen will wird man nur blöd angeschaut wenn man es nicht mit „L“ ausspricht.

Bizarr wird es wieder einmal wenn es um den Radsport geht: Kommt doch das „R“ schon im „Radsport“ selber als wichtiger Buchstabe vor, so erfährt es in der wunderbaren Alliteration „Rennrad“ eine praktisch unentbehrliche Funktion (Weil sich alles andere blöd anhört!) Dummerweise benutzt man einen normalerweise ähnlich wohlklingenden Ausdruck für das Rennradfahren auch im Englischen: „Road Race“. Dass man dann allerdings auch noch den aus dem Deutschen entliehenen Ausdruck „Rolle“ für das Trockentraining übernimmt und beides zu „Load-Lace-Lolle“ kombiniert ist nichts für schwache Nerven.


15. Bhumibol: Googles langer Arm zu kurz

Weiße Flecken auf dem Globus? Das ist tatsächlich schon sehr lange her. Umso mehr war ich erstaunt, dass das Kartenwerk des Internetzeitalters „Google-Maps“ keinerlei Informationen über Nordthailand bereithält. Dementsprechend dringen wir für unseren ersten gemeinsamen Wettkampfauftritt in ein Gebiet vor dessen genaue Lage ich bis heute nicht kenne: Buhmibol-Dam. Wie eine Art Kolumbus der Postmoderne fühlend besteige ich beim Aufbruch meine four-wheel-drive „Segelbarke“ mit den Blaulichtern und kralle mich am Haltebügel fest – Wie immer wenn Mr. Manop den Sicherheitsgurt schließt. Die Damen lassen wir zu Hause, weil der Veranstalter fürchtet, sie könnten vor Ort die Konkurrenz deklassieren. Das besorgen dann schließlich unsere Herren und beanspruchen das „Stockerl“ für sich. Der Verband ist glücklich und ich habe alle Mühe zu erklären, dass es wenig Sinn ergibt eine Nationalmannschaft mit den besten nationalen Fahrer aufzustellen, die sich dann damit begnügt nationale Wettkämpfe zu gewinnen. In der Folge setze ich mich für einen verstärkten Einsatz außerhalb der Landesgrenzen ein. Außerdem versuche ich den Verband zu überzeugen einige Fahrer und Fahrerinnen in den Weltcup zu entsenden. Gut genug sind sie. Aber ansonsten fehlt es noch an Allem. Vermarktung der Sportler findet praktisch überhaupt nicht statt. Als erste Maßnahme arrangiere ich einen Fototermin, um wenigstens mal ein Teamfoto präsentieren zu können. Wenn man hier in Zukunft nicht bereit ist deutlich aktiver zu agieren, wird es am Ende wohl am „lieben“ Geld scheitern – und das wäre dann in der Tat schade!

Achja, fast hätte ich meine erste Begegnung mit einem ausgewachsenen Skorpion vergessen: Wäre während der Streckenbesichtigung fast drauf getreten. Selbst zutiefst erschrocken durfte ich dann mit ansehen, wie Mr. Manop sich wenig ängstlich ein Stöcken griff, um den Skorpion amüsiert herumzuschubsen. Also entweder sind die gar nicht so gefährlich, oder dieser Manop ist einfach ein Teufelskerl!


16. Besonderheiten der thailändischen Grammatik: Der Mann mit den fünf Müttern

Die Thailändische Sprache scheint weitgehend ohne Grammatik auskommen zu können. Da ich in sprachwissenschaftlichen Überlegungen noch nie erkennbares Talent mein Eigen nennen durfte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich Schwierigkeiten habe mir die Verständigungspraxis dieses Volkes zusammenzureimen. Umgekehrt wirkt sich diese Abweichung von den uns geläufigen Sprachsystemen aber weit dramatischer aus: Wenn man nämlich offensichtlich nicht versteht, welchen Nutzen grammatikalische Unterscheidungen überhaupt haben sollen. So artikulieren sich meine Arbeitskollegen, wenn sie es denn mit englischer Sprache versuchen, weitgehend in Infinitiven und ohne jede Variation von Personalpronomina hinsichtlich Genus, Numerus oder Kasus. Dies kann bisweilen bizarre Missverständnisse hervorrufen: Beispielsweise scheint es auf Thai nur eine einheitliche Verwandtschaftsform zu geben. Anders kann ich mir die Situation nicht erklären, als wir auf dem Heimweg von Bhumibol-Dam bei Mr. Manops Familie Station machen und er mir stolz fünf verschiedene Personen, darunter zwei männliche, jeweils als „my mother“ vorstellt. Ich bin etwas irritiert, überspiele meine Verlegenheit aber höflich. Im Gegenzug fällt einer der Mütter, die sich später als Ehefrau herausstellt, sofort meine große Nase auf: Mit Blicken, die ich als bewundernd werte und eindeutigen Handzeichen umgeht sie weiblich-elegant sämtliche grammatikalischen Fallen der englischen Sprache.

So das war’s für dieses Mal. In dieser Ausführlichkeit wird’s wohl so schnell nichts mehr von mir geben. Es sei denn, es regnet mal wieder etwas länger ;-)

Teil 3 finden Sie hier ->
Teil 1 finden Sie hier ->
Bilder Teil 2 finden Sie hier ->

Vorletzter Lauf des E-On-Bayern-Cups in Redwitz
03.09.2007

Als ein doch sehr außergewöhnliches Rennen präsentierte sich der 10. Wertungslauf zum E-On-Bayern-Cup. Dazu trugen neben der Strecke auch die kleineren, organisatorischen Probleme bei.

Nach einer 1,5 Std. langen Anfahrt standen Philipp und Dominik Ziegler, sowie Koni Jung sprichwörtlich ersteinmal im Regen. Das Wetter steigerte nicht unbedingt die Lust aufs Biken. Auch die Strecke zählte für ein MTB-Rennen zu den leichteren Kursen. Die Teilnehmer fuhren auf einem Singletrail zur Hälfte an einem Seeufer entlang, bevor sie über einen Feldweg wieder zu Start/Ziel fuhren. Dabei legten sie pro Runde ganze 1,8km und laut Ausschreibung "15 Höhenmeter" (gefühlte 5 Hm, wenn überhaupt) zurück.

Das Feld der U19/17-Fahrer musste ebenso wie die Herrenklasse 5 Runden absolvieren. Am Start kam Philipp gut weg und konnte sich in der 4-mann starken Spitzengruppe festsetzen. Sein Bruder konnte das hohe Tempo nicht ganz mitgehen, so dass er sich dahinter auf Platz 6 befand. Eine 1/2 Minute zeitversetzt wurde das Herrenrennen gestartet. Nach einem starken Start und Sprint bis zur ersten Kurve setzte sich Koni gleich in Führung, da auf den folgenden Trails entlang des Sees kaum Überholmöglichkeiten waren. Sehr kraftvoll ging er auch die folgenden Runden an, so dass sich Koni vom Rest des Feldes absetzen konnte. Diesen respektablen Vorsprung von rund einer Minute auf den nächsten Fahrer hielt er bis ins Ziel konstant.

Nachdem die Strecke kaum Möglichkeiten zum attackieren bot, setzte sich Philipp in der letzten Runde zusammen mit Philipp Richter (BSB Bayreuth) von seinen anderen zwei Konkurrenten ab. Etwas überraschend kam der anschließende Zielsprint, den Richter gewann, da Philipp dachte, dass noch eine Runde zufahren sei. Somit belegte er am Ende Platz 2 und konnte sich damit in der Gesamtwertung um 2 Plätze auf den 10. Rang verbessern. Dominik war in der komfortablen Situation, genügend Vorsprung nach vorne, als auch nach hinten zu haben, so dass er am Ende einen 6. Platz in der Tageswertung belegte und sich damit ebenfalls um einen Platz, auf Position 6, in der Gesamtwertung nach vorne schieben konnte.

Das die Veranstalter nicht immer den Durchblick hatten, zeigte sich, als sie Koni mit Dominik verwechselten und diesen noch auf eine 6. Runde schickten. Nach kurzem zögern hängte Koni dann noch eine "Ehrenrunde" dran, kam dadurch aber in den bereits bekannten Platzregen.

Für die Fahrer war der Ausgang des Rennens danach sofort klar, leider nicht für das Wettkampfgericht. Anstatt der für 15.30 Uhr angesetzten Siegerehrung wurden alle Biker zur Videoanalyse gebeten. Erst danach konnte der 2. Platz für Philipp, der 6. für Dominik und der 1. für Koni offiziel bestätigt werden. Dadurch konnte sich nun auch Koni vom 6. auf den 3. Platz in der Gesamtwertung verbessern.

Am Ende waren sich die Drei einig, dass diese Punkte etwas mühsam ergattert worden waren und stärkten sich abschließend in einem großen amerikanischen Fast-Food Restaurant.

Erfolgreiche Mountainbiker beim 4. Biebergrund-Bike-Marathon
26.08.2007

Am vergangenen Sonnatg fand die 4. Auflage des Biebergund-Bike-Marathons in Biebergmünd/Roßbach statt. Da das Rennen wegen der attraktiven Strecke und der top Organisation einen guten Ruf hat, traten auch dieses Jahr wieder 10 Mountainbiker der RSG Würzburg an den Start. Wahlweise galt es 35, 60 oder 95km zu bewältigen.

Auf der um 09.45Uhr startenden Kurzdistanz galt es für die 122 Starter 35 km und 800 hm zu bewältigen. Von der RSG standen Dominik Ziegler, Erik Heilmann und Mike Schramm im Startblock. Die drei konnten sich in der zweiten und dritten Startreihe gut positionieren. Nach den ersten 500m hatte sich das Feld im vorderen Bereich bereits gut sortiert. Bei der ersten Geschwindigkeitsverschärfung zu Beginn des ersten Anstieges konnte sich ein Feld mit 14 Fahrern, darunter Mike im Mittelfeld, absetzen. In der 4-mann-starken Verfolgergruppe fanden Dominik und Erik adäquate Gleichgesinnte und konnten sich ihrerseits vom Hauptfeld deutlich absetzen. Die stark besetzte Spitzengruppe verschärfte weiter ihr Tempo und zog die Fahrer auseinander. Auch Mike musste, wie die meisten anderen Fahrer der einstigen Spitzengruppe mit Rücksicht auf seinen Pulsmesser reißen lassen. In der 3-Mann-starken Spitzengruppe fuhr auch, der vom Biketreff bekannte und spätere zweit-platzierte Oliver Vonhausen. In der ersten Abfahrt konnte die Verfolgergruppe um Erik dem technisch starken Dominik jedoch nicht mehr folgen. Mike und Dominik fuhren somit jeder für sich über den Großteil der Strecke ein einsames Rennen am Anschlag gegen den inneren Schweinehund, die Uhr und die Verfolger. Die Verfolgergruppe um Erik blieb zusammen, bis Erik am letzten Anstieg einen Pulsabfall in den EB (Entwicklungsbereich) zu verzeichnen hatte und seine beiden Kontrahenten ziehen lassen. Dennoch konnte er auf Dominik, dem gegen Ende nach eigenen Aussagen dann doch die Kraft ausging aufschließen und ihn über die letzte Abfahrt bis ins Ziel begleiten. Mike konnte derweil im Ziel bereits seinen 7. Platz im Gesamt und den 2.ten Platz in seiner Altersklasse feiern. Dominik und Erik wurden mit dem Gesamtrang von 17 und 18 jeweils undankbare vierte in ihrer Altersklasse. Am Ende des Rennens konnte sich im übrigen keiner der o.g. erklären, warum bereits nach 16 Minuten Fahrtzeit die ersten Fahrer der 60-km-Distanz, die 15 Minuten früher gestartet sind, eingeholt werden konnten.

Wie besagt, wurde um 9.30 Uhr das rund doppelt so große Starterfeld auf die 60km-Strecke geschickt. Über diese Distanz starteten Philipp Ziegler, Uwe Fröhlich, Koni Jung, Bernd Müller, Maximilian Hahner, Jochen Hartmann und Flo Blümm. Einen besonders guten Start erwischten Philipp, Uwe und Koni, die alle Drei am ersten Anstieg in einer rund 10-köpfigen Spitzengruppe lagen. Als erster musste Koni abreißen lassen und fing schon an, sich über seine Tagesform Sorgen zu machen, da er doch ziemlich schwere Beine hatte. Auf dem zweiten Anstieg konnte auch Uwe dem hohen Tempo nicht mehr folgen, so dass die zwei RSG-Fahrer nun hinter einander lagen. Bärenstark präsentierte sich dagegen Philipp, der immernoch in der Führungsgruppe lag. Auf der ersten anspruchsvollen Abfahrt, die vorallem durch Steine und Furchen gekennzeichnet war, hatten allein 3 Fahrer der Spitzengruppe einen Durchschlag, so dass von nun an nur noch ein Trio in Front lag. Erst jetzt fand auch Koni seinen Rhythmus und fuhr in einer Vierergruppe um Position 8. In einer weiteren Verfolgergruppe fuhr auch Bernd Müller um Platz 12 rum. Zur Halbzeit des Rennens mussten dann die Biker den berüchtigte Azborn bezwingen. Dieser Anstieg türmt sich kerzengerade vor den Fahrern auf, mit Steigungen von bis zu 29%. Von den zahlreichen Defekten profitierten in erster Linie Uwe, Koni und Bernd, so dass Koni sogar über längere Zeit der Führende der U23-Wertung war. Ab Kilometer 40 konnten aber 2 direkte Konkurrenten, als auch Bernd aufschließen. Von nun an fuhren Bernd und Koni gemeinsam, was besonders für Koni eine große Hilfe war. Somit konnte er immernoch einem der zwei Konkurrenten davon fahren. Die Spitzengruppe dominierte weiterhin Philipp und erhöhte abermals das Tempo. Gegen Rennende setzte er dann seine entscheidende Attacke, der keiner seiner zwei Verfolger etwas entgegen zu setzen hatte. Erst auf der Zielgeraden kamen sie nochmals bis auf 50 Meter an ihn ran, doch durch einen kleinen Antritt sicherte sich Philipp souverän mit 5 Sek. Vorsprung in einer Zeit von 2.30,08 Std. den Sieg auf der 60km-Distanz. Uwe Fröhlich fuhr derweil auf einem relativ ungefährdeten 4. Rang hinter dem Spitzentrio. Diesen konnte er bis ins Ziel halten und sicherte sich damit den Sieg in der Sen.1-Wertung. Ebenfalls eine Sprintentscheidung lieferte sich Koni, der, wie sich im nachhinein herausstellte, sich damit noch den 3. Platz der U23+Herrenwertung und Gesamtrang 10 mit 0,5 Sek sicherte. Weitere 10 Sek dahinter folgte Bernd auf Platz 12 und Dritter seiner Ak. Auf den weiteren Plätzen folgte das Duo Maximilian und Jochen, die für die 60km 2.54,45 bzw. 2.55,03 Std benötigten und damit Rang 9 und 10 der Herrenwertung belegten. Mit knapp 2 Minuten Rückstand finishte auch Flo, der damit auf Platz 11 der Herrenwertung liegt.

Ergebnisse und Zeiten:

35km-Strecke:

2. Platz Mike Sen. I Gesamt 7. in 1:28:35
4. Platz Dominik U17 Gesamt 17 in 1:37:26
4. Platz Erik Sen. I Gesamt 18 in 1:37:27

60km-Strecke:

1. Platz Philipp U19 Gesamt 1.!! in 2.30:08
1. Platz Uwe Sen.1 Gesamt 4. in 2.35:50
2. Platz Koni U23 Gesamt 10. in 2.39:48
3. Platz Bernd Herren Gesamt 12. in 2.39:58
9. Platz Maximilian Herren Gesamt 37. in 2.54:45
10. Platz Jochen Herren Gesamt 38. in 2.55:03
11. Platz Flo Herren Gesamt 45. in 2.57:06 

Bilder finden Sie hier ->

Achter Platz für Tom Fiedler bei der Master-EM in Graz
26.08.2007

Am 19.8. fand in Graz-Stattegg bei besten Bedingungen die UEC Bike-Marathon Masters EM mit Teilnehmern aus 14 Nationen statt. Bei den Herren der Altersklasse 5 wagte sich Tom Fiedler für die RSG an den Start.

Auf dem Papier sah die Strecke von 98 km mit einem hohen Anteil von Asphalt und Schotter recht schnell und nicht allzu schwierig aus. Misstrauisch musste man jedoch werden, weil exakt über den gleichen Kurs 2009 die UCI WM ausgetragen wird. Es stellte sich heraus, dass die 3.450 hm über zum Teil extrem steile Rampen erarbeitet werden mussten. Sowohl nach Plesch, wie auch auf den Schröckl war es stellenweise so steil, dass nicht einmal an Schieben zu denken war – hier musste das Bike zeitweise geschultert werden. Angeblich soll auch das Führungsmotorrad kaum hinauf gekommen sein. Bei den Abfahrten handelte es sich zum Teil um sehr schnelle Schotterpisten, die mit 70 bis 80 km/h zu fahren waren. Die wenigen Trails hatten es jedoch auch in sich und trugen lustige Namen, wie Bürgermeistertrail, Rolling Stones - der übrigens seinem Namen alle Ehre machte - und Schröckltrail, der steil, verblockt und mit Wurzeln durchsetzt war. Durch eine Klamm zum Abschluss kam noch richtig Cross Country Feeling auf.

Insgesamt musste Tom jedoch feststellen, dass die Höhenmeter, die im Wesentlichen über 3 Hauptanstiege bei denen ziemlich zusammenhängend 600, 800 und 1.000 hm recht rhythmisch zu fahren waren, den Leichtgewichten Vorteile boten. Auch die Zwischenanstiege bei den Abfahrten waren nicht gerade kurz oder technisch schwierig, eben halt nur sau steil. Technischen Passagen waren anteilmäßig einfach zu wenige vorhanden, sodass das man sich hier hätte deutliche Vorteile gegenüber schlechtere Abfahrer verschaffen können. So hatte Tom nicht den Hauch einer Chance, beim Ausgang des Rennens in seiner Altersklasse nur ein Wörtchen mitzureden. Den Sieg errang mit deutlichen Vorsprung ein etwa 160 cm kleiner schmächtiger italienischer Lizenzfahrer, vor einem Landsmann ebenfalls mit Lizenz und einem Österreicher. Die beiden Italiener fuhren einfach in einer eigenen Liga. Erst ab Platz 6 lagen die Teilnehmer etwas dichter bei einander. Bedauerliche Weise hatte Tom bei der ersten langen Abfahrt mit seiner Gabel Probleme, die vollständig blockiert war. Nachdem sein Bike unkontrolliert wie ein Bock umher sprang musste er die Abfahrt, die zum Glück nur wenige schwierige Passagen hatte, sehr vorsichtig und langsam fahren. Erst bei der Ortsdurchfahrt durch Gradwein, bei der 3 Stufen hinauf zu fahren waren löste sich die Blockade und die Gabel funktionierte von da an einwandfrei. Tom hätte, wenn er nicht den Zeitverlust bei der ersten Abfahrt gewesen wäre, sicherlich einen, wenn nicht sogar zwei bis drei Plätze weiter vorne landen können. Ein tschechischer Lizenzfahrer finishte nur eine halbe Minute vor ihm.

Ziegler beim Bundesligafinale in Bad Salzdetfurth
22.08.2007

Philipp Ziegler (FX Sports) war am Sonntag den 19.08.07 in Bad Salzdetfurth beim Finale der Bundesligasaison 2007. Dort galt es einen 5 km Rundkurs mit einer langen Steigung und einer langen Abfahrt mit vielen kleinen Hügeln und zwei Sprungschanzen 6 mal zu bewältigen.

Nach einem wie gewohnt mäßigen Start aus der dritten Reihe konnte Philipp schon am Ende des ersten Anstieges sich wieder um einige Plätze nach vorne schieben. Nach dem Philipp in der nächsten Rennstunde sich immer weiter nach vorne fuhr war er nach der 5. Runde schon in einer 4er Gruppe die um Platz 17 kämpfte. Leider ging ihm am Ende des Langen Anstieges der letzen Runde „die Luft“ aus und er musste die Anderen drei ziehen lassen. Die nahmen ihm schon vor der Abfahrt mehrere Sekunden ab. Nach der langen Abfahrt befand er sich zwischen zwei Gruppen: Mit einigem Rückstand zu den vor ihm liegenden aber auch mit einem beruhigenden Vorsprung nach hinten. So fuhren sie auch ins Ziel.

CrossCountry-Weltmeisterschaft: Pscheidl nach Rangelei noch Zehnter
22.08.2007

Bei der CrossCountry-Weltmeisterschaft der Masters fuhr der Mountainbiker der RSG Würzburg Alexander Pscheidl mit. Austragungsort der Weltmeisterschaft im Mountainbike-CrossCountry vom 15. bis 19. August war das Alpendorf Praloup in der französischen Region „Alpes-de-Haute-Provence“.

Der Theilheimer Alexander Pscheidl (RSG Würzburg, 31) vom Team TEXPA-Simplon ging in der Klasse Masters I (30 bis 34-Jährige) an den Start. Die sechs Kilometer lange Strecke mit einer Höhendifferenz von 250 Metern musste von dem internationalen Fahrerfeld sechsmal befahren werden. Beim Start wurde es ziemlich eng: Ein anderer Fahrer blieb an Pscheidls Lenker hängen, es kam zu Sturz und der Theilheimer wurde vom 20. auf den 40. Rang zurückgeworfen. Im Laufe des Rennens konnte sich Pscheidl vor allem an einer 28 Prozent steilen Steigung wieder nach vorne arbeiten. In der letzten Runde legte er nochmals alles ins Feuer und kam letztendlich als Zehnter ins Ziel.

3. Platz beim MTB-Rennen „Eppsteiner Taunustrails“
19.08.2007

45 % Singletrail-Anteil, 26 % max. Steigung und 29 % max. Gefälle zogen Wolfgang Bongwald, Petra und Holger Adler am 19.08.2007 nach Eppstein, in den Taunus. Zu absolvieren waren 54 KM und ca. 1750 HM.

Die Strecke war in 2 Runden aufgeteilt, die durch eine Fußgängerbrücke verbunden waren. Hier musste das Bike bei der Hin- und Rückfahrt geschultert werden. Die Bodenverhältnisse der ersten Runde waren optimal. Was sich bei der zweite Runde, die zweimal absolviert werden musste, schnell änderte. Hier waren einige Streckenabschnitte noch nicht abgetrocknet. Eine schlammige Steilabfahrt, mit anschließender Überquerung eines Wasserlaufes, erinnerten an das Rennen in Frammersbach. Auch eine mit Wurzel gespickte, steile Abfahrt mit vielen Spitzkehren, erforderte einen versierten Biker.

Trails Bergauf und Bergab, schnelle Schotterabfahrten, die Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen. Das Streckenprofil glich einer Zick-Zack-Naht und war dementsprechend Kräfte zehrend. Die Fahrer wurden schon vor Beginn des Rennens auf den Schlussanstieg aufmerksam gemacht. 60 HM und 26 % Steigung teils Aspalt, teils Gras, forderten kurz vor dem Ziel nochmals Alles.

Petra Adler konnte trotz Magenproblemen mit einer Zeit von 4:01 h den 3. Platz in ihrer Altersklasse einfahren. Wolfgang Bongwald musste sich als Langstreckler auf dieser Distanz vollkommen umstellen. Was ihm aber mit einer Zeit von 3:09 h und einem 18. Platz sehr gut gelang. Holger Adler kam nur 9 Minuten nach ihm ins Ziel.

Leider war die Terminierung der Siegerehrung nicht so gut organisiert wie der Rest des Rennens. Während die drei ihre Räder im Auto verstauten, erfolgte die Siegerehrung ohne Petra, obwohl noch lange nicht alle Fahrer von der Strecke zurückgekehrt waren.

Plätze 1 bis 4 und noch einige Platzierungen mehr
für die RSG beim 3. Auber MTB-Rennen
19.08.2007

Das am vergangenen Samstag stattgefundene 3. Auber Mountainbikerennen im Nahe gelegenen Aub war wieder Anlass für die RSG Biker zahlreich am Start zu erscheinen.

Die Strecke verlief mitten durch den Altort und über die anliegenden Feldwege. Dabei mussten Treppenauf- und abfahrten, engen Gassendurchfahrten und als Highlight eine etwa 7 Meter lange und 40 Zentimeter tiefe Flussdurchfahrt, an der sich zeitweise bis zu 100 Zuschauer tummelten, bewältigt werden. Eine Runde war 6 Kilometer lang und hatte 75 Höhenmeter.

Den Auftakt machte wieder das Jugendrennen, bei dem Dominik Ziegler, Stefan Werner, Jonas Gramlich und Anastasia Dietrich mit am Start waren. Als stärkste Konkurrenten wurde zuvor eine Mountainbikegruppe in Stevens-Trikots ausgemacht. Nach dem Start lag dann auch prompt ein Stevens-Trikot in Führung. Dahinter folgte aber sofort das RSG Trio, das während der ersten Runde schon zum Führenden aufschloss. Die erste, leider glücklose Attacke setzte dann Stefan, bevor sich daraufhin der Stevens-Fahrer mit Dominik etwas absetzen konnte.

Bei Jonas Gramlich sprang am Ende der ersten Runde die Kette raus, wodurch er einige Zeit auf die Führenden verlor. In der folgenden Runde ereilte Jonas zudem noch ein Platter, was ihn aber nicht zur Aufgabe zwang. Statt dessen legte er die verbleibenden 4km zu Fuß zurück und belegte am Ende nicht einmal den letzten Platz.

Stefan Werner musste seiner Attacke Tribut zollen und fuhr hinter der Spitze auf einem vorerst ungefährdeten dritten Rang. Erst in der letzten Runde konnte der Viertplatzierte Stefan einholen, der aber unter Mobilisierung all seiner Kräfte noch einmal das Tempo entscheidend erhöhen konnte und sich somit den dritten Platz sicherte.

Der Kampf an der Spitze war nicht weniger spannend. Dominiks Konkurrent war am Berg überlegen. Deshalb suchte Dominik auf einem längeren, flachen Wiesenstück sein Glück in der Flucht und wurde damit am Ende mit dem Sieg im Jugendrennnen belohnt.

In der Klasse der weiblichen Jugend kam Anastasia Dietrich gut mit den Anforderungen der Strecke zurecht und konnte einen überlegenen Start-Ziel-Sieg feiern, bei dem sie ihre Konkurrentin um über 10 Minuten distanzierte.

Um 15 Uhr wurden dann die Erwachsenen auf die Strecke geschickt. Das Bild der ersten Reihe war ganz klar von den RSG-Trikots geprägt. So standen mit fast 80 weiteren Bikern nebeneinander Mike Schramm, Erik Heilmann, Stephan Gebauer, Philipp Dietrich und Koni Jung. Einen, für ihn äußerst untypisch explosiven Start legte Koni hin, der damit gleich die Führung übernahm. Einige hundert Meter weiter,löste dann Mike Koni ab und hängte seine Nase in den Wind, so dass sich bereits die erste Gruppe mit rund 7 Fahrern, darunter Mike, Koni und Philipp gebildet hatte. Auf dem folgenden Feldweg versuchte Philipp stetig das Tempo zu erhöhen, um mit Koni zusammen den Rest des Feldes abzuhängen. So wurde die einstige Spitzengruppe auf nur noch 4 Fahrer dezimiert. Doch während der ersten Runde löste sich Philipps Cleat von seinem Schuh, wodurch er die folgenden Abfahrten etwas langsamer angehen musste. Erstaunlicher Weise hatte er trotzdem keine Probleme Anschluss an die ersten Drei zu halten und konnte sich vorallem auf seine "Drücker-Qualitäten" in der Ebene verlassen. In den folgenden 2 Runden setzte jeder der Führenden eine kurze, aber nicht ernsthafte Attacke. Während der letzten Runde versuchten sich Philip und Koni abzusprechen, wie sie am besten ihre Konkurrenten abhängen könnten. Leider waren die Beiden dabei so ins Gespräch vertieft, dass sie die entscheidende Attacke des späteren Siegers Ramin Koschnud, der dieses Jahr auch schon Aufstiegsrennen der MTB-Bundesliga bestritten hat, verpassten. Immerhin konnte sich Koni durch einen beherzten Sprint am Berg den zweiten Platz gegen den Vorjahressieger Rolf Tack sichern. Philipp war wegen seines fehlenden Cleats im Sprint am Ende chancenlos, stellte sich dafür aber ganz in die Dienste von Koni und belegte trotzdem einen ungefährdeten 4 Rang. Dahinter belegte Mike einen guten 7 Platz, kurz danach fuhr auch Stephan auf Position 10 ins Ziel. Erik musste sich gegen Rennende noch mit zwei Bikern vom Team Meister Propper RSV Külsheim rumschlagen und wurde im Zielsprint knapp um 1 Sekunde geschlagen.


Somit war die RSG Würzburg auf allen Podestplätzen vertreten und räumte zudem ordentlich Sachpreise ab. Die nächste Würzburger Bike-Party soll möglichst schon am kommenden Wochende in Biebergemünd stattfinden, bei der die RSG schon in den Jahren zuvor zahlreich vertreten und kaum weniger erfolgreich war.

Erlebnisse des thailändischen Nationaltrainers Martin Wördehoff - Teil 1
14.08.2007

Hallo liebe Freunde, viele Grüße aus Thailand.

0. Wie bitte?
Für alle die es im Vorfeld nicht mitbekommen haben: Ich habe Deutschland für den Rest des Jahres verlassen um in Thailand für den dortigen Radsportverband zu arbeiten. Bin damit einer relativ kurzfristigen Anfrage des BDR (Bund Deutscher Radfahrer) gefolgt, um in ihrem Auftrag das Thailändische MTB-Team für die SEA-Games (South-East-Asia-Games) im Dezember vorzubereiten.

Hier ein paar Auszüge vom dem was ich bisher erlebt habe (Wen’s interessiert):

1. Der Flug
Der Flug mit Thai-Airway war durchaus angenehm. Hat zwar 11h gedauert, dafür gab’s gutes Essen und ich konnte am Fenster sitzend viele interessante Eindrücke des vorderen Orients aus der Luft aufnehmen. Nachts sind wir dann Schlangenlinien durch die Monsun-Gewitter geflogen. Ebenfalls ein eindrucksvolles Schauspiel.

2. Das Wetter
Beim Verlassen des Flugzeugs in Bangkok erfasste mich ein leichtes frösteln welches in mir die Hoffnung aufkeimen ließ, dass es wenigsten morgends um 6:40 Uhr schön kühl sei. Leider stellte sich schnell heraus, dass dieser Eindruck lediglich Ergebnis der klimatisierten Gangway war. Seitdem ist es ununterbrochen sehr schwül und mäßig warm bei Temperaturen um die 29°C. Sonne habe ich seit meiner Ankunft vor 4 Tagen erst zweimal für insgesamt etwa drei Minuten gesehen. Dafür hat es aber auch erst einmal geregnet. Sollte hier nicht eigentlich Regenzeit sein???

3. Bangkok

a. Der Verkehr
Erst einmal fährt man in Thailand auf der linken Seite. Das merkt man spätestens, wenn man von seinem Empfangskomitee am Flughafen höflichst zum Einsteigen gebeten wird und sich darauf hin dem Fahrzeug von der rechten Seite nähert. Überrascht und doch stets zuvor kommend ist der Thai-Chauffeur darauf sofort bereit das Steuer aus der Hand zu geben: „You’d like to drive?“

Gott bewahre! Bereits die Auffahrt auf den benachbarten 5-7-spurigen Expressway lässt erahnen, dass der Verkehr hier eher Richtlinien als echten Regeln folgt: So lässt sich beispielsweise die genaue Anzahl der Spuren nur schätzen, da die entsprechenden Markierungen keine wirkliche Beachtung finden. Man fährt wo platz ist – und wenn es die Gegenfahrbahn ist. Wer die Ordnungsverhältnisse deutscher Strassen zu schätzen weiß, wird selbst relativ defensive Fahrmanöver als haarsträubend empfinden müssen. Dennoch ist es erstaunlich, wie durch gegenseitige Rücksichtnahme „Feindberührungen“ weitgehend ausbleiben. Ich frage mich im Stillen, ob es wohl möglich ist in einem solchen Verkehrstreiben mit dem Rad zu überleben?

b. Das Hotel
Das Cheleena-Hotel ist mein derzeitiger Standpunkt. Da mein Team derzeit noch auf einem Wettkampf in Peking weilt, bin ich nach wie vor in Bangkok, warte und kann noch nicht wirklich mit meiner Arbeit beginnen. In der Lobby gib es W-LAN und morgends „America Breakfast“: Das einzige was daran ansatzweise amerikanisch ist, ist die Beschallung: Lagerfeuermusik wie Stewarts „I am flying“ oder „Country Raods“ ertönen hier in ungewohntem „Eastern-remix“ mit Panflöte und einem Instrument das klanglich an das bayerische Hackbrett erinnert.

Abends spielt hingegen eine heimische Live-combo auf, die ich anfangs irrtümlich für hoffnungslose Karaokeenthusiasten gehalten habe. Zumal über dem Rückwärtigen Eingang des Hotels die Leuchtschrift „SHAKE-Karaokebar“ prangt. Da dieses, für europäisches Gehör, furchtbar schief singende Pärchen allerdings nun schon den vierten Abend in Folge performed, gehe ich mittlerweile davon aus, dass es sich um engagierte Darsteller handeln muss.

Gestern habe ich den Hotelpool auf einem Vordach des zweiten Stockwerks entdeckt. Seither nutze ich, der schwülen Hitze wegen, Diesen häufig zur Abkühlung.

c. Die Orientierung
Zunächst einmal kann man natürlich mit den Straßenschildern nichts anfangen, da unlesbar. Das ist aber nicht so schlimm, weil die meisten Straßen ohnehin keine Namensschilder aufweisen. Dies erschwert die Orientierung per Stadtplan (wenn man mal einen aufgetrieben hat) natürlich zusätzlich. Leider kann man auf Grund des ständig wolkenverhangenen Himmels auch keine Sonne sehen. So habe ich überhaupt erst am zweiten Tag (anhand der Beschriftung der Eingangstore des Radstadions) erkannt, dass meine bisherige Einschätzung über die Himmelsrichtungen völlig falsch war. Ist mir bisher auch selten passiert…

d. Der Verband
Der Thailändische Radsportverband hat sein Quartier in der Radrennbahn gegenüber dem „Königreichstadion“  Zumindest deute ich die Aufschrift auf dem größten Sportstadion Bangkoks und die entsprechenden Übersetzungsversuche meiner neuen thailändischen Freunde so. Im Hinterzimmer regiert der Major-General und vorne seine Gefolgsleute. Ihre Version des Englischen ist für mich als Europäer manchmal etwas schwer zu verstehen. Z.B. fällt es ihnen schwer „Coach“ mit „tsch“ zu sagen. Hatte daher Anfangs Probleme zu erkennen, wann ich angesprochen werde. Bei den Thais hört es sich nämlich eher an wie „Kot“, wird mir gegenüber aber dennoch mit der größten Hochachtung formuliert.

4. Der Botschaftsempfang

Zufällig findet in Bangkok gerade auch die vierundzwanzigste Universiade statt. Ist so was wie die Olympiade, allerdings nur für G’scheite. Wie der Ein oder Andere von Euch wahrscheinlich weiß bin ich in Deutschland ja auch im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband engagiert und so haben mich die Funktionäre der deutschen Universiadedelegation zu ihrem Galaabend eingeladen (Wo ich ja eh grad’ in der Stadt bin). Als man den Deutschen Botschafter gefragt hat, ob er kommen möchte muss er vermutlich in etwa gesagt haben: „Och, an sich gerne, aber der Verkehr in Bangkok is halt immer so arg. – Warum treffen wir uns nicht einfach alle bei mir?“ Naja, und so haben wir’s dann auch schlussendlich gemacht. War nett. Wen man da alles so trifft, den man in Deutschland halt nicht trifft – weil die Entfernungen so groß sind. Und Spaß beiseite: Für mich hat es den Einstieg auch echt etwas erleichtert, ein paar bekannte Gesichter zu treffen. Man fühlt sich doch gleich viel näher an der Heimat. – Auch wenn’s ja Quatsch ist.

5. Die Universiade

Ja wie gesagt, Universiade ist auch. Leider gehört Radlfahren bisher nicht zum Disziplinenkanon. Erst ab 2009. Da die Eröffnungszeremonie im bereits angesprochenen „Königreichstadion“ direkt gegenüber der Cycling Association gefeiert wurde, habe ich mir die natürlich angesehen. War ziemlich bombastisch. In diesem Punkt steht man der echten Olympiade schon mal nicht nach. Ob die Athleten wohl trotz Hitze alle ihre Thrombosestrümpfe angelegt hatten? Fehler wärs bei der langen Standzeit im inneren des Stadions sicher keiner gewesen.

6. Prathunam

Am anderen Tag zog ich dann los zum Shoppen. Bin ja mit leichtem Gepäck angereist und wer fünf Monate bleiben will braucht was zum Anziehen. Auf den Rat der Sekretärin im Association Büro fuhr ich mit dem Expressboat zur Touri-Einkaufsmeile „Prathunam“: An sich ne gute Sache. Schnell (ca. 50min) und günstig (10Bht=23ct.) aber auch eng und gruslig. Der Kanal auf dem man da dahinrauscht wird vermutlich als Kloake benutzt und das Wasser spritzt bei der Fahrt ganz ordentlich gegen die Plastikschutzplanen. Hat aber letztlich gut geklappt, obwohl ich weder wusste, wo ich eigentlich aussteigen muss, noch wie die Haltestelle heißt, bei der ich eingestiegen bin.

Zwischenzeitlich war ich noch schnell eine Halbzeit beim Frauenfußballvorrundenspiel Deutschland – Irland. War lustig: Gegen Ende der zweiten Hälfte konnte sich, im schwülheißen Stadion, praktisch keine Spielerin mehr bewegen. Verloren haben die Deutschen dann trotzdem. Schade. Eingekauft habe ich dann schließlich an den Buden in meiner Strasse beim Hotel. Da es in diesem Viertel keine Touristen gibt, sind Händler und Fuhrunternehmer auch gegenüber ausländischen Besuchern sehr viel angenehmer.

7. Der ACC-Track-Cup

Am 11. und 12.08 hatte der Thailändische Radsportverband dann noch zum Nationen-Cup der Bahnfahrer eingeladen. Eine mit viel Liebe zum Detail aufgezogene Veranstaltung. Beim Begrüßungsabend musste ich dann auch meine erste Thailändische Transvestitenshow genießen. Beim Essen. Für Europäer wieder einmal etwas befremdlich, wie man sich amüsiert, wenn begehrenswerte junge Damen plötzlich ihren Knabenstatus entpuppen. Da kann einem schon mal der „Deep fried fish“ trotz „mince-oil“ im Halse stecken bleiben. Im Anschluss gab es wieder ein paar Verständigungsschwierigkeiten mit einem taiwanesischen UCI-Kommissär, der mich fragen wollte, was aus Guido Tschugg geworden sei (für alle Nichtradfahrer: Spitzen Abfahrer, BMXer und 4Xer; sind mal zusammen in einem Team gefahren). Er verhunzte seinen Namen allerdings derart, dass es einige Anläufe brauchte bis ich Verstand, wen er meinte. So ist das hier.

Sportlich gesehen glänzten die Chinesen und Chinesinnen mit beeindruckenden Schenkelstreckern und die anderen Nationen als faire Verlierer. Im Vergleich mit der internationalen Spitze waren jedoch insbesondere im abschließenden 50km Madison-Rennen einige taktische Unsicherheiten nicht zu übersehen. Das vom deutschen Friedensfahrtsieger und Sachbuchautor Wolfram Lindner trainierte Team des Iran konnte hier zwar mehr taktisches Know-How beweisen, arbeitete aber in der Schlussphase des Rennens dann doch zu aktiv, um auf dem Zielstrich noch vorne sein zu können.

Soweit mal mein erster Bericht aus Bangkok/Thailand. Am 14.08. geht die Reise dann weiter ins Bergland, wo das Trainingscamp der Mountainbiker und mein neuer Arbeitsplatz stationiert sein soll. Die Luft dürfte dort vermutlich etwas frischer sein, dafür warten im Dschungel sicher neue Herausforderungen. Ich halte Euch auf dem Laufenden…

Bis dahin. Alles Gute
Martin.

Teil 1 finden Sie hier ->
Teil 2 finden Sie hier ->

Tom Fiedler siegt beim MTB-Marathon über 100 Kilometer
in Neustadt an der Weinstraße
14.08.2007

Rechtzeitig zum Sigma Bike Marathon in Neustadt an der Weinstraße gab der Sommer 2007 mal wieder ein kurzes Gastspiel. Die offiziellen Streckendaten mit 100 Kilometer und 2.300 Höhenmetern ließen zunächst den Trugschluss zu, dass es sich in Neustadt eher um einen leichteren Kurs handelte. Tatsächlich führte der Marathon über extrem viele Singletrails durch den Pfälzer Wald. Der Boden war insgesamt sandig mit wenigen bindigen Anteilen, durchsetzt mit Felsen und Wurzeln. Auch die meisten Schotterpassagen waren nicht allzu fest. Hier lagen eher lose, grobe Steine. Dieser Untergrund war Fluch und Segen zugleich. Von dem Starkregen der vergangenen Woche merkte man nichts, jedoch rollte es nirgends so richtig und jeder Meter musste hart erarbeitet werden.

Die Abfahrten waren überwiegend sehr steil und verblockt mit Drops und engen Kurven, sodass die Strecke über weite Teile eher Cross-Country-Charakter hatte. Der Kurs verlangte also Kraft und Fahrtechnik zugleich.

Fiedler ging das Rennen nicht mit maximalem Tempo an, bereute dies aber im ersten Singletrail, da sich die besseren Kletterer als grottenschlechte Abfahrer herausstellten und er schon nach wenigen Metern auf diese auffuhr. Deshalb attackierte Fiedler am 2. längeren Schotteranstieg, konnte als erster seiner Gruppe in die nächste Trailabfahrt einfahren und hatte fortan die Möglichkeit, seinen eigenen Rhythmus zu finden. Da er noch unter einer Rippenprellung von einem Sturz in Wombach litt, war der Kurs sowohl fahrtechnisch wie auch konditionell für ihn grenzwertig. Aus früheren Rennen hatte er gelernt und achtete schon in der ersten Runde darauf, seinen Puls nicht permanent in den Entwicklungsbereich oder darüber zu bringen. So konnte der RSG-Biker in der 2. Runde noch etliche Teilnehmer, die zu schnell losgefahren waren überholen und fuhr ein ziemlich konstantes Tempo über die gesamte Stecke.

Die Taktik ging auf und die Quälerei wurde mit dem ersten Platz bei den Senioren 2 belohnt.

Es bleibt zu hoffen, dass das Rennen in Neustadt nicht zu hart für Fiedler war, denn er möchte am kommenden Wochenende bei der Marathon Masters EM in Graz erfahren, wie hoch die Latte des Erfolgs tatsächlich hängt.

Focus 24-Stunden von Duisburg
Zehnter Platz im Hüttenwerk
31.07.2007

Überraschend kam Koni Jung am vergangenen Wochenende zu seinem ersten 24-Stunden Mountainbike Rennen.

Florian Blümm fragte ihn beim Biketreff am Mittwoch vor dem Rennen, ob er als vierter Mann einspringen könne.

Ein Teammitglied hatte sich kurzfristig verletzt.

Koni fackelte nicht lange und so fuhren am Freitag Nachmittag die beiden Würzburger zusammen mit 2 Betreuern und einem weiteren Fahrer aus Erlangen in Richtung Duisburg.

Austragungsort des 24 Stunden Rennens mit einer Runde von ca. 7,7km und 77Hm war der reizvolle Landschaftspark Nord Duisburg. Die abwechslungsreiche Streckenführung schlängelt sich mitten durch eine stillgelegte Kohlezeche und bietet den Fahrern neben einigen kurzen Anstiegen auf umliegende Hügel auch enge Kurven, Stahlbrücken, -rampen und -treppen in der eindrucksvollen Anlage selbst. Überwiegend besteht der Kurs aber aus ebenen Schotterwegen, auf denen man durch Windschattenfahren Kraft sparen kann.

Der Start des Rennens erfolgte am Samstag um 13 Uhr. In dem mit 186 4er-Teams größten Starterfeld, waren unter anderem auch das Topeak-Ergon Team, Team Votec und das Focus Team mit dabei. Als erster Fahrer ging Koni ins Rennen, der sich gleich an der Spitze des Feldes behaupten konnte und nach 16.21 min an vierter Position, noch vor dem Vorjahressieger Team Focus, an Flo Blümm übergab. Auch dieser konnte mit einer sehr schnellen Runde von 16.14 min überzeugen, verlor aber im dichten Gedränge des Feldes 4 Plätze. Anschließend fuhr der Erlangener Kai Schultz seine erste Runde in 16.23 min und brachte das Team zabotrails.de wieder nach vorne auf Platz 4. Christoph Beyer aus Münster löste Kai ab und absolvierte die Runde in 17.15 min. Damit befand sich das Team jetzt auf dem 6. Platz und konnte diesen vorerst mit schnellen Runden über einen längeren Zeitraum verteidigen.

Ein Platter in Zielnähe und ein Schleicher mit Nachpumpen brachten dem Team nur geringe Zeitverluste bei. Erst in der Dämmerung fanden sich die Vier nach einem weiteren Platten auf dem 7. Platz wieder. Ein Sturz von Kai Schultz blieb zwar ohne Auswirkung auf die Platzierung, aber das mitgebrachte Ersatzlaufrad erwies sich als eine gute Idee.

In der Dunkelheit setzte das Team weiter auf einen aggressiven Ein-Runden-Wechsel. Zur nächtlichen Erholung verteilten sich die 4 Fahrer jetzt aber auf 2 Schichten, so durften jeweils zwei Fahrer eine willkommene Regenerationspause von ungefähr 4 Stunden einlegen.

Auf der vorletzten Runde vor Konis Pause verabschiedete sich schon früh sein Lampenakku, so dass er die restlichen 5km im Dunkeln, bzw. mit dem Licht seiner Konkurrenten auskommen musste.

Doch auch die wohlverdiente Pause konnte nicht richtig genutzt werden. So wurde Koni von Krämpfen, Magenschmerzen und Übelkeit geplagt. Erstaunlicherweise ging es ihm dennoch am Morgen wieder ziemlich gut. Es wurde hell und die Runden von ihm und den anderen Fahrern wurden wieder schneller. Durch die Nacht konnten die Vier ihren 7. Platz halten.

Erst als die Sonne schon am Himmel stand, verloren sie durch einen Sturz von Flo eine Runde und 2 weitere Platzierungen.

Sein Vorderrad rutschte in einer Rechtskurve auf Schotter weg und das Schaltwerk musste den Aufprall abfangen. Dadurch verbog sich das Schaltauge so stark, daß ein Weiterfahren der angefangenen Runde unmöglich war und so musste er zurück zur Wechselzone und von Kai abgelöst werden.

Nach einer provisorischen Reparatur und viel Sprühpflaster konnte er zumindest zu seiner nächsten planmäßigen Runde wieder einwechseln. Dies war auch dringend nötig, denn ab 10 Uhr musste das Team den Ausfall vom total erschöpften Kai kompensieren.

Den neunten Platz mussten sie zwar 2 Stunden vor Schluss auch noch abgeben, aber im Kampf um eine Top Zehn Platzierung konnten sie sich am Ende behaupten.

Flo übergab ein letztes Mal um 12:46 Uhr an Koni, der um 13:03 Uhr vom Applaus der Zuschauer getragen, erschöpft und glücklich das Ziel erreichte. In den 24 Stunden legte das Team eine Strecke von 616km mit einem 25,6km/h Schnitt zurück. Mit ihren 80 gefahrenen Runden lagen sie 6 Runden hinter dem Siegerteam Topeak-Ergon. Dabei ist Kai 17 Runden, Flo und Christoph sind jeweils 20 Runden und Koni ist ganze 23 Runden gefahren.

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Bilder von www.holdeschneider.de

Mountainbike Bundesligalauf in St. Märgen
31.07.2007

Philipp Ziegler von der RSG-Würzburg (FX Sports) war am Sams- und Sonntag (29.07.07) im Hochschwarzwald in der Nähe von Freiburg beim fünften von sechs Bundesligaläufen der Saison 2007.

Philipp war als einziger des Vereins am Samstag angereist und besichtigte dann die ungefähr 4,5 Kilometer lange Strecke. Sie setzte sich aus zwei Teilen zusammen: einem überwiegend flachen 1,5 Kilometer langen Singletrail der aus vielen scharfen Kurven, Anliegern und mehreren kurzen Hügeln bestand. Beim zweiten Teil ging es am Anfang in zwei kürzere, technisch anspruchsvolle Abfahrten, welche durch ein kurzes, ebenerdiges Teilstück geteilt waren. Nach dieser mit Wurzeln und Kurven gespickten zweiten Abfahrt kam ein steiler Berg, der in einer weiteren kurzen, aber schweren (wurzelig und steil) Abfahrt endete. Danach ging es in einen sehr langen Anstieg bis zum Ziel. Bei den Bedingungen am Samstag war die Strecke gut zu fahren und es machte Spaß, auf ihr Runden zu drehen.

Am Sonntag jedoch wendete sich das Blatt. In der Nacht hatte es geregnet und somit waren der zweite Steckenteil und vor allem die Abfahrten sehr matschig. Nachdem jedoch das Aufstiegs-Rennen gestartet war und die Fahrer sich durch den Dreck wühlten, fuhr sich die Ideal-Spur immer weiter frei und wurde im leichter und schneller. Bis zu Philipps Junioren- Rennen waren alle Abfahrten wieder fahrbar. Nachdem er bei der Startaufstellung das Aufrufen seines Namens (bzw. der Nummer) verpasst hatte, musste er von weiter hinten starten. Da jedoch auf einer breiten Wiese der Startschuss fiel, konnte sich Philipp relativ schnell auf Platz 36 von ungefähr 60 Startern vorarbeiten. Danach ging es zunächst in den ersten Trail, in dem man sich nicht weiter nach vorne schieben konnte. Anschließend kam die erste Abfahrt in der ein Fahrer vor ihm stürzte und Philipp somit auch hinfiel. Auch auf der zweiten Abfahrt musste er wegen eines Staues kurz absteigen. Doch auf der ersten steilen Auffahrt bemerkte er dann, dass er gute Beine hatte und konnte auf die nächste vor ihm liegende Gruppe auffahren. In der folgenden Abfahrt musste er jedoch wieder absteigen und den sofort folgenden extrem steilen und rutschigen Anstieg hoch schieben. Auf der weiteren Auffahrt konnte er dann wieder mehrere Plätze gut machen somit ging als 28ster auf die zweite Runde. Auf den folgenden Runden konnte er immer weitere Plätze gut machen und war dann vor der letzten von 6 Runden bereits 19ter. In der letzen Runde sah er einen Fahrer vor sich, auf den er Zeit gut machen konnte. Am letzten Anstieg musste er jedoch wieder absteigen. Der hinter ihm liegende Schweizer kam den Anstieg hoch und überholte ihn, somit war er dann nur noch 20ter. Nachdem Philipp den letzten Anstieg noch möglichtst schnell hoch fuhr und den Nächstplatzierten hinter ihm wieder distanzieren konnte, kam er als 20ter ins Ziel und war mit den sehr anstrengenden 97 Minuten Rennen zufrieden.

EON-Bayern Cup in Steinbach am Wald
31.07.2007

Zum Ferienbeginn am vergangenen Samstag machten sich diesmal nur drei RSG'ler auf den Weg zum E-ON-Bayern-Cup in Steinbach am Wald.

Aufgrund des regnerischen Wetters mussten sich Dominik Ziegler, Jonas Seifet und Koni Jung auf einer 1,9 Kilometer langen, rutschigen und aufgeweichten Strecke bewähren, die größtenteils über Singletrails verlief und mit zahlreichen Wurzeln gespickt war.

Um 14.30 Uhr fiel der Startschuss für das Feld der U19 und Herren. Jonas Seifert erwischte den besten Start und konnte dadurch gleich einen Vorsprung auf Koni und Dominik herausfahren. Koni hatte in der ersten Runde mit einigen Überholmanövern zu kämpfen, da es in den engen Singletrailpassagen kaum Überholmöglichkeiten gab, um wieder Anschluss an den Führenden in der Gesamtwertung Frank Greifzu (RVC Trieb/ Mr. Bike) herzustellen. In der zweiten Runde konnte Koni Jonas Seifert überholen und gleichzeitg zu Greifzu aufschließen. Von nun an fuhr Koni ein taktisches Rennen, fuhr zwei Runden lang hinter dem Gesamtführenden und attackierte diesen in der letzten Runde. Dieser Attacke hatte Greifzu nichts entgegenzusetzen. Doch im Ziel erwartete Koni die eigentliche Überaschung. Entgegen seiner eigenen Erwartung belegte er nur Platz 2 (36.00 min). Wegen des Durcheinanders am Start verlor Koni den Überblick zwischen Herren- und U19-Fahrern, so dass nicht Greifzu (36.09 min) der Führende der Herrenklasse war, sondern der 6 Sekunden vor ihm fahrende Sebastian Sticker (35.54 min).

Bei den Junioren fuhr Jonas Seifert, der vor dem Start noch mit 2 Platten zu kämpfen hatte, auf einen ungefährdeten 7. Platz (38.33 min). Sein Vereinskollege Dominik Ziegler konnte sich nach dem Start um ein Paar Positionen verbessern, so dass er nach 5 gefahrenen Runden das Rennen hinter Jonas auf Platz 8 (40.07 min)beendete.

Nach 9 von 11 gefahrenen Läufen sieht die Gesamtwertung folgender Maßen aus:


U13 männlich (43 Fahrer):

1. Michael Peschel RVC Trieb
7. Luis Seifert RSG Würzburg
10. Manuel Wassermann RSG Würzburg
23. Julius Fürst RSG Würzburg


U15 männlich (29 Fahrer):

1. Bastian Richter BSB Bayreuth
2. Pascal Lipfert BSB Bayreuth
3. Stefan Werner RSG Würzburg

U19 männlich (37 Fahrer):

1. Robert Rittger BSB Bayreuth
7. Dominik Ziegler RSG Würzburg
8. Jonas Seifert RSG Würzburg
12. . Philipp Ziegler RSG Würzburg
30. Jonas Gramlich RSG Würzburg

Herren (28 Fahrer):

1. Frank Greifzu RVC Trieb
6. Koni Jung RSG Würzburg

Pscheidl und Schneidawind verteidigen den dritten Platz
bei der Trans-Alp
21.07.2007

Die letzte Etappe der TransAlp forderte den 550 Zweierteams noch einmal alles ab. Bei 35 Grad im Schatten mussten 65 km und 2050 hm mit zwei Pässen zurückgelegt werden. Vor allem der zweite Anstieg von Rovereto hatte es in sich. 1200 Höhenmeter mussten die müden Bikerbeine überqueren, bevor die wohlverdiente Abfahrt zum Gardasee und das wohlverdiente Bad im See wartete.

Pünktlich um 9 Uhr erfolgte vom Rennleiter der Startschuss zur letzten Etappe. Bereits nach 8 km ging es in den ersten sehr technischen Singletrail-Downhill nach Rovereto. Entsprechend nervös war das Fahrerfeld auf den ersten Kilometern unterwegs. Das Team „Bulls“ ergriff sofort nach der Ansage von Rotwild, bereits am ersten Berg Druck zu machen, die Initiative. Die Spitzenteams wollten nicht im großen Feld in den ersten Downhill gehen. Damit war das Drehbuch für den heutigen Tag schon fasst geschrieben.

Nachdem sich Platt und Sahm gelöst hatten, folgte mit geringem Abstand Rotwild und wie in einigen Etappen davor das Team TEXPA-Simplon. Kurz vor der Abfahrt passierte Alex Pscheidl noch ein Missgeschick. Unerwartet blies sein vorderes Laufrad Luft. Zum Glück war der Betreuer des Teams, Koni Jung, nicht weit und konnte mit einem Ersatzlaufrad aushelfen. Somit hatte man nur eine Minute auf das Team „Rotwild“ verloren.

Den Downhill gingen Pscheidl und Schneidawind bewusst ruhig an, um weiteren Defekten oder Stürzen aus dem Weg zu gehen.

Sicher in Rovereto angekommen, hieß es im letzten Anstieg der diesjährigen TransAlp nochmal 1200 Höhenmeter mit bis zu 20 Prozent Steigung zurückzulegen. Dass die Kräfte langsam schwinden, mussten die beiden Franken zu Mitte des Berges feststellen. Das Team KTM, das in der Abfahrt an Schneidawind und Pscheidl vorbeigegangen war, löste sich Meter für Meter.

Auch die Rotwild-Fahrer, die am Anfang noch in Schlagdistanz waren, wurden nicht mehr gesichtet. Da die Verfolgerteams hinter den Unterfranken waren, mussten sie sich keine großen Sorgen mehr machen. Mit Genuss legten sie den letzten Downhill nach Arcor hin und genossen die abschließenden flachen Meter nach Riva del Garda.

Um 12:16:07 Uhr war es geschafft! Christian Schneidawind und Alex Pscheidl (RSG Würzburg) überquerten überglücklich als Drittplatzierte der Tages- und der Gesamtwertung die Ziellinie der TransAlp Challenge 2007. Keiner der beiden hatte mit so einem Ergebnis gerechnet!

An dieser Stelle auch vielen Dank an die Betreuer des Teams, die in den letzten 8 Tagen eine unheimlich wichtige Hilfe für diesen Erfolg waren.


8. Etappe
Ergebnisliste overall:

1. Team Bulls (Platt/Sahm) 2:59:49
2. Team KTM (Dörschlag/Zörweg) 3:12:45
3. Team Fiat Rotwild (Strobel/Wieltschnig) 3:14:21
4. Team TEXPA-Simplon (Schneidawind/Pscheidl) 3:16:07
5. Costa Rica Supermercados (Solis/Sanchez) 3:20:54

12 Stunden MTB-Rennen in Kühlsheim
16.07.2007

Bei der RSG stand dieses Wochenende ganz im Zeichen des Zeitfahrens von Dittigheim. Nichtsdestotrotz fand am Samstag, den 14.7.07, das vierte 12-Stunden Rennen in Kühlsheim (www.12stundenrennen.de) mit RSG-Beteiligung statt. An den Start gingen Sebastian Jung und Florian Blümm im 2er Team "Teilchenbeschleuniger", Tomas Pastika im 3er Team "Mein Studio" und Klaus Windirsch im 4er Team "SRAM Factory 2".

Bei brütender Hitze galt es einen Rundkurs mit 13km und 188Hm möglichst oft innerhalb des Zeitlimits von 12 Stunden zu absolvieren. Die sehr abwechslungsreiche Strecke auf einem Truppenübungsplatz enthielt schöne Trails, knackige Anstiege, rasante Abfahrten und als Zuschauermagneten die "Panzerhügel", in denen noch das Wasser der vorausgehenden Regentage stand. Auch einen gewissen fahrtechnischen Anspruch stellte die Runde an die Fahrer der 100 Teams, vor allem bei Berücksichtigung der nachlassenden Konzentration im Verlauf des langen Rennens. So kam es neben harmlosen Stürzen auch zu schwereren Verletzungen bis hin zum Schlüsselbeinbruch.

Leider musste auch Pastikas 3er Team nach der Hälfte der Zeit unfallbedingt ausscheiden.

Das 2er Team "Teilchenbeschleuniger" hingegen hatte mehr Glück und konnte die 12 Stunden ohne Unfall oder Panne durchfahren. Mit sehr homogenen Rundenzeiten kamen Blümm und Jung auf 19 Runden und belegten damit unter den 2er Teams den 6. Platz und den 13. Platz in der Gesamtwertung.

Windirsch kam zusammen mit seinen Kollegen vom 4er Team "SRAM Factory 2" sogar auf 21 Runden, leider wurde der Podestplatz mit dem 4. Platz unter den 4er Teams und in der Gesamtwertung knapp verfehlt.

Deutsche Meisterschaft im Cross-Country
08.07.2007

Auf einer Moto-Cross Strecke fand am 1. Juli die deutsche Meisterschaft im olympischen Cross Country statt. Die Teilnehmer mussten vier steile Anstiege (20%) und vier technisch schwere Abfahrten (mit einem 2 Meter weiten Drop) bewältigen.

Für die RSG starteten Philipp Ziegler (FX-Sports) bei den Junioren und Koni Jung in der U-23 Wertung.

In der Mittagshitze wurde das 91-Mann starke U-19 Feld auf die 2,5km Runde geschickt. Nach einem durchwachsenen Start reihte sich Philipp am Ende des ersten Drittels ein und hatte mit der Hitze zu kämpfen. Er kam erst nach einigen Runden richtig in Tritt und machte langsam Plätze gut. Als es bei Philipp immer besser lief, wurde er vom überlegenem Sieger Andy Eyring überrundet und musste das Rennen beenden, sonst hätte er auf den letzten Runden noch einige Plätze gut gemacht. Am Ende stand für ihn ein 32. Platz.

Im Rennen danach startete mit 75 weiteren Fahrern Koni Jung. Auf Grund der schlechten Startposition kämpfte er anfangs im hinteren Teil des Feldes. Als in der dritten Runde starker Regen einsetzte, hatte sich Koni zwar bereits zehn Plätze nach vorne gearbeitet, doch er kam auf der nun schmierglatten Strecke überhaupt nicht mehr zurecht und gab das Rennen auf. Allerdings war er da nicht der Einzige, ca 1/3 der Fahrer beendeten ebenfalls vorzeitig das Rennen, ein weiteres Drittel wurde zur Rennhälfte wegen Überrundung aus dem Rennen genommen. Gewonnen hat der haushohe Favorit René Tann vom niederländischen Team Brink ten-Tusscher.

Fiedler und Pscheidl mit Top-Ergebnissen beim Marathon in Bad Wildbad
08.07.2007

Auf die beiden RSG-Fahrer Alexander Pscheidl (Team TEXPA-Simplon) und Thomas Fiedler warteten in Bad Wildbad bei idealen Temperaturen und im Vergleich zu den Bedingungen der letzten Woche sehr guten Bodenverhältnissen wieder sehr anstrengende 92 Kilometer und 3300 Höhenmeter auf einer sowohl in den Anstiegen als auch in den Abfahrten anspruchsvollen Strecke.

Als zusätzlichen Anreiz für prominente Starter, wie dem derzeit besten Deutschen im Weltcup Wolfram Kurschat oder Altmeister Carsten Bresser, vergaben die Veranstalter der Radsportakademie im Rahmen des UCI C2 Status in Bad Wildbad auch Weltranglistenpunkte für die zehn Besten des Klassements.

Pscheidl (Theilheim) reihte sich zu Beginn des Rennens unter die Top-Ten ein, konnte sich nach und nach im Laufe der ersten Runde erst von Lukas Kubis (Team best-bike-parts) und später von Carsten Bresser (Team Rocky Mountain) lösen, um sich zunächst auf dem 7. Platz festzusetzen.

In der zweiten Runde fuhr er auf seinen Teamkollegen Roland Golderer auf, der defektbedingt kurz pausieren musste, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. Pscheidl reihte sich als Sechster hinter Golderer in die Finisherliste ein, und bekam damit fleißig Punkte zum einen für die UCI Weltrangliste, zum anderen für die Gesamtwertung der German Bike Masters Wertung.

Auch Fiedler (Rottenbauer) wagte sich auf die harte Strecke in Bad Wildbad. Er kämpfte mit den Tücken und Höhenmetern des Kurses und kam schließlich als bester Senioren-Fahrer II und als 41er aller Gestarteten im Ziel an. Thomas Fiedler sammelte durch seinen Sieg wichtige Punkte, um die Gesamtwertung der German Bike Masters der Klasse Senioren II am Ende der Saison für sich zu entscheiden.

RSG Würzburg teilnehmerstark in Frammersbach
25.06.2007

Auch in diesem Jahr waren die Mountainbiker der RSG-Würzburg wieder stark vertreten beim 11. Internationalen Spessart-Bike-Marathon in Frammersbach. Trotz der extremen Bedingungen auf der Strecke aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen hatten sich alleine für die Mitteldistanz (62km/1700hm) 1150 Fahrer angemeldet. Tiefer Matsch und schwerer Lehmboden verlangte von den Fahrern eine Topkondition und Fahrkönnen. Die Starter der RSG-Würzburg waren somit alle glücklich, die rutschigen Abfahrten und kräftezehrenden Anstiege überstanden zu haben. Trotz der für sie ungewohnten Bedingungen zeigten Patrizia Mützel und Henning Frankenberger auf dem MTB-Tandem, dass auch Rennradfahrer ein schweres Geländerennen in einer guten Zeit bewältigen können.

Beim Minimarathon überzeugte Koni Jung mit einer tollen Leistung in der Herrenklasse, er kam als Erster mit einem Vorsprung von 14 Minuten auf den Zweitplatzierten ins Ziel. Auf der Mitteldistanz bot Uwe Fröhlich mit einem 6. Rang (Sen 1) und der RSG-Tagesbestzeit von 2:45 ebenfalls eine starke Vorstellung.

Für Alex Pscheidl (Team Texpa/Simplon) lief es auf der Langstrecke an diesem Tag weniger gut. Nach mehreren schleichenden Plattfüßen musste er das Rennen glücklos aufgeben.


120 km Marathon

Kögler, Kerstin 7:05 3. (Damen)

Hartmann Jochen 6,45 29. (Herren)
Strobel Benedikt 6,50 36. (Herren)
Bongwald Wolfgang 6:56 25. (Sen 1)
Jung, Sebastian 7,40 52. (Herren)
Blümm Florian 7:59 57. (Herren)

62 km Tandem

Mützel/Frankenberger 3:27

62 km Mittelstrecke

Brand Barbara 4:09 23. (Sen)

Fröhlich Uwe 2:45 6. (Sen 1)
Müller Bernd 3:11 32. (Herren)
Striewski Uwe 3:14 21. (Sen 2)
Schramm Mike 3:16 43. (Sen 1)
Adler Holger 3:24 69. (Sen 1)
Hagelstein Roger 3:33 76. (Sen 2)
Pleinert Michael 3:46 84. (Herren)


30 km Minimarathon

Jung Konstantin 1:21 1. (Herren)
Heilmann Eric 1:43 4. (Sen)
Bock Katja 2:11 10. (Damen)

weitere Ergebnisse unter www.spessart-bike.de
Bilder finden Sie in der Bildergalerie ->

Alex Pscheidl bester Deutscher bei der Masters EM in Male Italien
19.06.2007

Am vergangenen Sonntag ging es im italienischen Male um die Europameisterschaften in den Mastersklassen. Starker Regen im Vorfeld der Veranstaltung erschwerte den Bikern ihren Wettkampf. Der Kurs, auf dem im nächsten Jahr die Weltmeisterschaften im Cross Country ausgetragen werden, forderte den kompletten Mountainbiker. Pro Runde mussten die Athleten 220 Höhenmeter auf einer Länge von 6 Kilometern bewältigen.

Die erste Hälfte war von Wiesenhängen geprägt, bei der man aufgrund des verwinkelten Verlaufes immer Schwung für den nächsten Gegenanstieg mitnehmen musste. Im Anschluss folgte die erste technische Abfahrt mit tiefen Spurrillen, die aber mit zunehmender Dauer des Wettkampfes immer besser fahrbar waren. Nach diesem Abschnitt kreuzten die Biker das Start-Zielgelände, um in der „Feedzone“ Getränke aufzunehmen. Anschließend ging es einen verblockten Anstieg hinauf, der im steilsten Stück nur schiebend zu bewältigen war. Am höchsten Punkt der Strecke angelangt, folgte ein technisch äußerst anspruchsvoller Downhill in das Ziel, der mit Felsbrocken und großen Wurzeln gespickt war.

Für den TEXPA-Simplon-Biker Alex Pscheidl (RSG Würzburg) bedeutete das auf fünf Runden angesetzte Rennen eine vermutete Renndauer von 1:50 Stunden. Pünktlich um 10.00 Uhr erfolgte der Startschuss. Pscheidl konnte sich im Wiesenteil der ersten Runde auf Rang 6 einreihen. Die Spitze um den amtierenden Weltmeister Stephan Unterthurner (Italien) bestimmte auch in diesem Jahr sofort die Pace, der Pscheidl nicht folgen konnte. Bis zur Mitte der zweiten Runde verlor er noch einige Plätze und lag mit dem Cube-Biker Martin Goldfuss auf Rang 9. Nach den ersten 30 Rennminuten lief es für den Theilheimer immer besser und er fand seinen Rhythmus. Von Runde zu Runde überholte er noch weitere Konkurrenten und finishte mit einer Zeit von 1:51 Stunden auf Rang 6 in der Klasse Masters I bei den Europameisterschaften im Cross Country.

Am nächsten Wochenende wird er mit seinen Teamkollegen in Frammersbach am Start sein, um dort um wichtige Platzierungen für die German Bike Masters Marathonserie zu fighten.

MTB Nachwuchs sammelt wichtige Punkte beim EON-Bayern-Cup
16.06.2007

Anlässlich des Hollfelder Altstadtfestes fand an diesem Sonntag, der 6. Lauf zum EON-Bayern-Cup statt. Für die RSG-Biker ging es wieder um wichtige Punkte für die Gesamtwertung des aus 11 Rennen bestehenden Cups.

Als erster ging Luis Seifert in der U-13 Klasse auf die Strecke. Es galt 4 Runden zu je 1,7km mit Start und Ziel auf dem Hollfelder Marktplatz zu absolvieren. Nach dem Start bildete sich hinter dem Führenden eine 2-köpfige Verfolgergruppe mit Luis, die sein Konkurrent aber in der vorletzten Runde sprengte. Somit sprang für Luis ein ungefährdeter 3. Platz heraus.

Danach ging der 3.Platzierte der Gesamtwertung, Stefan Werner, auf die Runde. Am Start kam er diesmal besser los und lag vorerst auf Platz 3. Innerhalb der nächsten Runden konnte er auf den Führenden aufschließen und sich anschließend einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Nach 5 gefahrenen Runden siegte er überlegen vor seinen Verfolgern und konnte damit wieder die Führung in der Gesamtwertung übernehmen.

Beim abschließenden Rennen über 8 Runden starteten die U-19 und die Herren-Klassen. Für die RSG starteten ZBI (Ziegler-Brothers-International), Jonas Seifert und Koni Jung. Nach dem Start setzte sich ein Trio mit Philipp Ziegler (Fx-Sports) ab. Koni konnte nach einem schlechten Start innerhalb der nächsten 2 Runden zum Spitzentrio aufschließen. Philipp dominierte während der ersten 3 Runden die Spitzengruppe, aus der die zwei RSG'ler die besten Chancen hatten. Doch ihm ging die Luft aus, da seine Reifenmilch nicht dichthielt. Somit blieb nur noch Koni vertreten, der die Führung von Philipp über die Runden 5 und 6 übernahm und das einstige Trio auf ein Duo dezimierte. Kurz vor Beginn der letzten Runde attackierte Konis letzter Konkurrent und fuhr einen kleinen Vorsprung auf ihn heraus. Damit beendete Koni das Rennen zwar nur auf Gesamtplatz 2, konnte aber dafür in der Herrenklasse einen überlegenen Sieg einfahren.

Ein ebenfalls herausragendes Rennen fuhr Dominik Ziegler, der mit etwas Rückstand hinter dem Spitzenquartett lag und ebenfalls um einen Podestplatz in der U-19 Wertung kämpfte. Leider reichte es für ihn am Ende nicht ganz. So musste er aufgrund eines Irrtums des Veranstalters seinen Pokal für den dritten Platz buchstäblich wieder aus den Händen geben, fuhr damit aber trotzdem sein bisher bestes Ergebnis im E-ON-Bayern-Cup ein.

Jonas Seifert ereilte leider auch der Defektteufel. Nach einem technischen Defekt am Morgen musste Jonas mit Stefans Rad an den Start gehen, konnte damit aber trotzdem einen zufrieden stellenden 7. Platz einfahren.

Nach einem erfolgreichen Tag mit 2 ersten und einem dritten Platz richtet sich nun der Blick auf die Bayerische Meisterschaft im Cross Country am kommenden Samstag in Frammersbach.

Ergebnisse:

1. Koni JungStephan Unterthurner (ITA)
1:41:24
2. Klaus KarlMassimo Folcarelli (ITA)
0:48
3. Erik HeilmannKlaus Fontana (ITA)
3:12
4. Mike SchrammAlessandro Pasta (ITA)
4:26
5. Marco Pellizarro (ITA)
7:45
6 Alexander Pscheidl (GER)
8:42
7. Alessio Illi (ITA)
10:40
8. Martin Goldfuss (GER)
11:28

Uwe Fröhlich kämpft sich in Arnstadt durch den Schlamm auf Platz 4
14.06.2007

Beim 1. Arnstädter Bike-Marathon, in diesem Jahr der erste Lauf des Thüringer Energie Cups, war für die RSG Würzburg Uwe Fröhlich am Start. Nach dem Wetter der letzten Tage schien alles auf eine Hitzeschlacht hinauszulaufen, doch am Sonntagmorgen stellte sich heraus, dass im Gebiet um Arnstadt wolkenbruchartige Regenfälle niedergegangen waren, was dann doch eher eine Schlammschlacht vermuten ließ. Die Strecke bestand aus einer Runde von 34km und 990 Höhenmetern, die je nach Distanz ein-, zwei- oder dreimal zurückgelegt werden musste. Uwe Fröhlich hatte sich für die Mittelstrecke, also 68km mit 1980 Höhenmetern entschieden.

Beim Start ging es direkt in einen Anstieg hinein und die Spitze machte sofort ein höllisches Tempo, dem Uwe nicht folgen konnte. Im weiteren Verlauf führte die Strecke hügelig über Wald- und Feldwege, wobei der RSG-Fahrer besser in Fahrt kam und einige Plätze gut machen konnte. Der Boden war allerdings ziemlich schmierig und „Racing Ralph“ entwickelte ein unberechenbares Eigenleben. Am ersten langen Anstieg konnte Uwe seine Position halten, obwohl er das Gefühl hatte, nicht richtig in Tritt zu kommen. In der darauf folgenden Abfahrt schienen die anderen Fahrer deutlich mehr Probleme zu haben als er und so konnte er sich weiter nach vorn arbeiten. Zur Mitte der Runde fuhr er auf eine Vierergruppe auf, in der keiner so richtig Lust hatte, Tempo zu machen. Nach einigen Kilometern konnte sich Uwe dann in einem verwurzelten Singletrail absetzen. Von der Gruppe konnte ihm nur ein Fahrer folgen, mit dem er den zweiten längeren Anstieg bestritt. Am Ende der ersten Runde führte eine lange schmierige Singletrail-Abfahrt zurück zum Start- Zielbereich. Auf dieser Abfahrt konnte sich Fröhlich von seinem Begleiter trennen und fuhr auch die ersten Kilometer der zweiten Runde allein. Am ersten langen Anstieg wurde er dann von einem anderen Fahrer ein- und überholt. Auf der anschließenden Abfahrt konnte er diesen wieder überholen. Dieses Spielchen wiederholte sich noch mehrmals. Dann kamen sie zusammen in den Singletrail, in dem Uwe schon in der ersten Runde seine Verfolger abschütteln konnte. Also versuchte er auch diesmal, seine Chance zu nutzen und konnte sich etwas absetzen. Auf dem nun folgenden Anstieg mobilisierte er seine letzten Kraftreserven, um nicht wieder eingeholt zu werden. Inzwischen waren drei Stunden Fahrzeit vergangen und der aufgeweichte Kurs begann auch ihn zu zermürben. Es reichte trotzdem, den Abstand nach hinten annähernd konstant zu halten. Kurz vor Ende des Anstieges wurde Uwe dann doch noch überholt, aber von einem ganz anderen Fahrer. Der sah noch ganz frisch aus und ließ ihn einfach stehen. Auf der Abfahrt zum Ziel konnte er wieder auf Sichtweite herankommen, aber an einer kurzen steilen Zwischensteigung musste er ihn wieder ziehen lassen. Im Ziel angekommen, wurde Uwe zu seiner Überraschung vom Veranstalter und Streckensprecher, Frank Marini, als Viertplatzierter der Mitteldistanz begrüßt.

Das schlechte Gefühl in den Beinen während des Rennens hatte anscheinend doch getäuscht.

Zwei Achte Plätze für die RSG in Garmisch
29.05.2007

Bei strahlenden Sonnenschein und angenehmen Temperaturen gingen Alex Pscheidl, Jürgen Hessmann und Tom Fiedler beim Bike-Festival in Garmisch-Partenkirchen auf die Marathon Distanz einer der landschaftlich schönsten Strecken Deutschlands. Wegen knöcheltiefem Schlamm auf einem Streckenabschnitt, nach ergiebigen Regengüssen in der Nacht, war die Distanz auf 104 km verkürzt worden. Die Strecke war geprägt von langen, steilen Anstiegen und schnellen, aber wegen des losen Schotters und der querenden Regenrinnen und –mulden, gefährlichen Abfahrten. Technische Passagen gab es leider kaum.

Schon bei der Startaufstellung beklagte sich Jürgen über Schlafmangel und Kopfschmerzen in der Nacht. Dennoch lief am Anfang alles rund. Tom und Jürgen konnten im vorderen Drittel des Feldes der Hobbyklasse mitfahren. Nach einer dreiviertel Stunde musste Tom wegen eines Platten auf dem Weg zum Eibsee hinauf, das Feld ziehen lassen und konnte seinen Zeitverlust von 5 Minuten auch nicht wieder aufholen. Den Rest der Strecke musste er mit etwas zu wenig Luft im Reifen, sein eigenes Tempo fahren und dabei höllisch aufpassen, Durchschläge zu vermeiden.

Bei Alex im Startblock der Lizenzfahrer hingegen lief es von Anfang an überhaupt nicht. Ihm war bereits nach Umrundung des Eibsee klar, dass er mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun haben würde und gab auf.

Nach dem Eibsee ging es hinab nach Hammersbach, wo dann auch für die Fahrer der Mittelstrecke der bergige Teil der Strecke begann. Von dort führte die Strecke über die Tröglhütte hinauf zum Kreuzeck, ein Stück über die Schipiste und weiter über Schotterstraßen hinunter ins Reintal. An der Mündung des Ferchenbach in die Partnach bog die Strecke ab und kurz vor Elmau führte sie dann steil hinauf am Eckbauer vorbei, nach Wambach. An dieser Stelle wurde Jürgen von seiner schlechten Nacht mit den Kopfschmerzen eingeholt und die steilen Rampen wurden zunehmend zur Qual. Nach einer extrem steilen Abfahrt ins Isartal ging es auf der Gegenseite wieder hinauf Richtung Esterbergalm. Direkt hinter einer Verpflegungsstelle an der Finzbrücke gab es die kaum erkennbare Streckenteilung für die Lang- und Mitteldistanz. Jürgen übersah die Teilung, beendete das Rennen auf der verkürzten Distanz und wurde unglücklicherweise disqualifiziert.

Mehr Glück hatte Tom, der die Teilung ebenfalls nicht sah, jedoch von einem Streckenposten darauf aufmerksam gemacht wurde, dass er abbiegen muss. Zufrieden mit seiner persönlichen Leistung über die etwa 3.300 hm, jedoch nicht mit seinem 8. Platz bei den Senioren 2, erreichte er nach 6 h 18 Min das Ziel. Als Flachlandtiroler musste er feststellen, dass auch in der Gruftiklasse bei den über 51-jährigen die Oberländer deutlich stärker sind und ihm noch viel zur Spitze in dieser Altersklasse fehlt. Die beiden Erstplazierten der Senioren 2 kamen sogar noch vor Roland Golderer vom Team Texpa-Simplon ins Ziel.

Seinen Namen alle Ehre machen, dürfte Uwe Fröhlich, der auf der Mitteldistanz über 65 km und ca. 1.900 hm auf die Strecke ging. In der Herrenklasse der Hobbyfahrer erreichte er den respektablen 8. Rang.

MTB-Nachwuchs: 4. Lauf des E.ON-Bayern-Cups in Wüstenselbitz
29.05.2007

BAuch an diesem Sonntag machten sich wieder fünf Nachwuchsfahrer der RSG Würzburg auf den Weg nach Wüstenselbitz, um dort am E.ON-Bayern/OTV-Cup teilzunehmen.

Als erster startete um 9.30 Uhr Stefan Werner, der Führende in der U-15 Wertung, bei leichtem Nieselregen. Nach einem mäßigen Start verlor er zu Beginn des ersten Single-Trails wertvolle Zeit durch das technische Unvermögen der vor ihm liegenden Fahrer. Auf den nächsten drei Runden startete er seine Aufholjagd und kam als Siebter ins Ziel.

Danach ging Manuel Wassermann in der U-13 Klasse an den Start. Vom Start weg verbesserte er sich kontinuierlich und machte im Verlauf der verkürzten Runden noch acht Plätze gut und landete ebenfalls auf einem ausgezeichneten 7. Platz. Damit sammelte er wieder einige wichtige Punkte für die Gesamtwertung.

Pünktlich zum Rennen der U-17- und U-19-Klassen schien mittags wieder die Sonne. Es galt drei Runden zu 5,5km und 138Hm über unzählige Wurzelpassagen zu absolvieren. In dem sehr stark besetzten Feld starteten neben ZBI (Ziegler-Brothers-International) auch einige Bundesliga-Fahrer. Philipp Ziegler (Fx-Sports) lag in den ersten 1,5 Runden in einer 3-köpfigen Verfolgergruppe. Zwischenzeitlich schloss er zum Spitzentrio auf, verlor allerdings auf der Ebene wieder den Anschluss. Am Ende kam er als Gesamtfünfter und Dritter der U-19 Wertung ins Ziel, war damit aber nicht ganz zufrieden.

Im gleichen Rennen fuhr auch sein jüngerer Bruder Dominik, der ebenfalls mit der starken Konkurrenz zu kämpfen hatte. Er fuhr ein einsames, ungefährdetes Rennen im Mittelfeld und beendete dieses auf Rang 10.

Abschließend musste sich Koni Jung erstmals in der Elite-Klasse der Männer bewähren. Nach einer starken ersten Runde, in der er unter den Top-15 lag, setzte ihm die zum Teil übermächtige Konkurrenz und die Strecke mehr und mehr zu. Deshalb verlor er auf den verbleibenden 3 Runden noch 4 Positionen, und erreichte das Ziel als 9. der M-20 Wertung.

Erfolgreiche Titelverteidigung beim Würzburger Biathlon
21.05.2007

Auch dieses Jahr fand wieder der Würzburger MTB-Biathlon in Grombühl statt. Für die RSG starteten Erik Heilmann, Mike Schramm und Koni Jung.

Schon am Start fiel einem das bunt gemischte Teilnehmerfeld auf. Es gab richtige Mountainbiker und solche, die mit T-Shirt, Jeans und Kappie am Start waren. Gestartet wurde im 30-Sekunden Abstand. Als erster RSG'ler ging Mike auf die Strecke, 1 Minute später folgte Erik. Als Letzter durfte dann auch Koni das Rennen aufnehmen. Nach der ersten 4-Kilometer-Runde leisteten sich Mike und Koni je zwei Fehlschüsse, Erik einen. Beim zweiten Schießen hatten alle drei je zwei Fehler. Allerdings konnten sie diese auf der Strecke wieder ausgleichen. Auch wenn der Kurs technisch sehr einfach zu fahren war, konnte man das Rennen nicht auf die leichte Schulter nehmen, was ein Blick auf Konis Pulsuhr bestätigte, die konstant über 190 anzeigte.

Am Ende gewann in der AK 30 Erik Heilmann vor Mike Schramm, der kurz vor dem Ziel noch mit einem Läufer zusammenstieß. In der Jugendwertung gewann Koni Jung überlegen mit 3 Minuten Vorsprung und verbesserte die letztjährige Bestzeit um 1.10min.

Gesamtwertung:

1. Koni Jung RSG Würzburg 31.54 min
2. Klaus Karl 33.03min
3. Erik Heilmann RSG Würzburg 33.38 min
4. Mike Schramm RSG Würzburg 34.11 min

Bereits am Vormittag war Katja Bock für die RSG Würzburg gestartet, die dieses Jahr ihr MTB gegen Laufschuhe tauschte, aber damit nicht weniger erfolgreich war und den 1. Platz belegte.

EON Bayern Cup -
Top Plätze für den Mountainbike-Nachwuchs der RSG Würzburg
14.05.2007

Der dritte Lauf des EON Bayern Cup wurde in Oberwarmensteinach auf der wunderschön gelegenen Nachtloipe ausgetragen. Nahezu 3 km Singletrails auf der welligen Rundstrecke waren zu bewältigen. Die technisch einfache Wiesenabfahrt wurde mit Slalomstangen zu einem anspruchsvollen Parcours umgebaut, bei dem es pro Fehler 10 Strafsekunden gab. Von den Startern der RSG Würzburg kamen vor allem Stefan Werner und Luis Seifert mit der Strecke besonders gut zurecht und belegten die Plätze 3 und 4 in der Tageswertung. Manuel Wassermann und Julius Fürst sammeln dieses Jahr Rennerfahrungen und kommen bei den Rennen immer weiter nach vorne. In den Klassen U17 und U19 ist es sehr schwer, vorne mitzufahren, vor allem für die beiden erst Fünfzehnjährigen Dominik Ziegler und Jonas Seifert. Beide RSG-Fahrer steigerten ihre Leistungen kontinuierlich und belegten in der Tageswertung Plätze im ersten Drittel.

Nach 3 Wertungsrennen befinden sich die Nachwuchsfahrer der RSG-Würzburg auf Spitzenplätzen in der Gesamtwertung des EON Bayern Cup:

U15 (22 Fahrer in der Gesamtwertung)
1. Stefan Werner RSG Würzburg
2. Bastian Richter BSB Bayreuth

U13 (30 Fahrer in der Gesamtwerung)
1. Michael Peschel RVC Trieb
2. Jonas Gossman BSB Bayreuth
3. Luis Seifert RSG-Würzburg
7. Manuel Wassermann RSG-Würzburg
18. Julius Fürst

U17/19 (18 Fahrer in der Gesamtwertung)
1. Thomas Weschta BSB Bayreuth
5. Dominik Ziegler RSG-Würzburg
6. Jonas Seifert RSG-Würzburg

Philipp Ziegler startete in der MTB Bundesliga
08.05.2007

„Bike the Rock Festival“ in Heubach

Philipp Ziegler (RSG Würzburg/Fx Sports) ist am Sonntag, 06.05.07, in der Nähe von Aalen das zweite Rennen zur Cross Country Bundesliga in der Junioren Klasse gefahren. Dabei musste er eine Strecke über 4,3 Kilometer zurücklegen, bei der es die ersten 1,8 km steil bergauf ging. Nach einem 1,5 km langen Flachstück ging es auf der Strecke des vortägigen Downhill-Rennens im Zickzack-Kurs bergab. Nachdem Philipp wegen eines Meldefehlers leider von ganz hinten starten musste, konnte er lediglich am ersten Berg versuchen, möglichst viele Plätze unter großem Kraftaufwand gut zu machen. Binnen einer Runde hatte er sich schon von Startposition 70 auf den 24. Platz vorgeschoben. Am Anstieg der zweiten Runde konnte er weitere Plätze aufholen und befand sich dann bereits unter den ersten 20 Fahrern. In den folgenden Runden war es für ihn nicht mehr möglich, weitere Konkurrenten zu überholen. Somit kam er als nach seiner kräftezehrenden Aufholjagd auf einem guten 18. Platz ins Ziel.

Zweiter Bundesligalauf in Sundern Hagen

Am Morgen startete Philipps Junioren-Rennen, bei dem er nach der Einführungsrunde sechs Runden zurückzulegen hatte. Da er sich beim Warmfahren gut fühlte und eine viel bessere Startposition als noch in Münsingen (1. Bundesligalauf) einnehmen durfte, ging der RSG-Biker sehr zuversichtlich ins Rennen. Leider war sein Hinterradreifen nicht in der gleichen Rennstimmung wie er und Philipp musste das Laufrad wegen eines Plattens schon nach einer Runde in der „Feed Zone“ wechseln. Der Laufradtausch kostete ihn ungefähr eine Minute und 10 Positionen. Also fuhr er die nächsten Runden wieder einmal so schnell wie möglich, um möglichst viele Plätze gut zu machen. An den Anstiegen der ca. 4,5 km langen Runde konnte er stetig aufholen. Auf den steilen Abfahrten mit losem Untergrund und vielen scharfen Kurven verlor er wieder etwas, aber nach 4 Runden war er schon wieder Siebzehnter. Durch einige Ausfälle schob er sich dank seiner unermüdlichen Aufholjagd in den letzten beiden Runden auf den 14. Platz nach vorne.

Trotz der Probleme im Rennen blieb am Ende ein positiver Eindruck, der für die nächsten Wettkämpfe gute Ergebnisse erhoffen lässt.

Pscheidl wird Bayerischer Marathonmeister in Trieb
Schwere Strecke fordert Fahrern und Material alles ab
07.05.2007

Die Veranstalter vom RVC Trieb waren bei Ihrem 10. MTB-Marathon die Ausrichter der Bayerischen Marathonmeisterschaften. Dazu musste ein Kurs in Form einer Acht mit 34 km und 850 hm dreimal absolviert werden. Aufgrund der Streckenführung konnten die Zuschauer die Biker bei km 18 und 34 im Start-Zielbereich anfeuern. Da der Würzburger Schneidawind (RVC Trieb) als Lokalmatador für den ausrichtenden Verein an den Start ging, kannte er die Strecke sehr genau. Aufgrund ruppiger Downhills und zahlreicher verblockter Singletrails entschieden er und sein Teamkollege Pscheidl (Team TEXPA-Simplon / RSG Würzburg), mit Ihrem Fully „Stomp“ an den Start zu gehen, was sich schnell als entscheidender Vorteil herausstellte.

Direkt vom Start weg setzten sie sich zusammen mit Andreas Strobel (Rotwild) immer wieder vom Verfolgerfeld ab. Mitte der zweiten Runde lösten sie sich entscheidend vom Feld ab. Pscheidl, der viel Kraft bei den Attacken gelassen hatte, musste Schneidawind und Strobel am Ende der zweiten Runde ebenfalls ziehen lassen und wurde relativ schnell vom stark fahrenden Jan Schmidt (Team Vaude-Dämpfle) eingeholt.

In der dritten Runde attackierte Schneidawind und setzte sich von dem durch einen Sturz gehandicapten Strobel ab. Der Würzburger sollte aber nicht lange die Führung genießen können. Ein Durchschlag mit Plattfuß kostete ihm die Bayerische Meisterschaft. Pscheidl rutschte durch das Missgeschick seines Teamkollegen wieder auf Platz 3 und sicherte damit für das Team TEXPA-Simplon einen wichtigen Podestplatz. Damit wurde er zugleich Bayerischer Marathonmeister in der Mastersklasse 1. Teamkollege Schneidawind gelangte somit bei den Herren auf Platz 4.

Der ebenfalls für die RSG Würzburg startende Thomas Fiedler war auf der 68 km Runde am Start. Erst am Dienstag belegte er beim Straßenrennen Rund um den Henninger Turm (Jedermänner) in seiner Alterklasse einen hervorragenden 7. Platz. Dementsprechend klagte er nach dem Rennen über Müdigkeit in den Beinen. Jochen Hartmann erzielte im Herrenfeld den guten 22 Platz. Imke Maurer startete bei den Damen über 68 Kilometer. Joachim Brand (Master 2) kam auf der Mitteldistanz überhaupt nicht in Tritt und beendete das Rennen trotz guter Position ziemlich entnervt nach 34 Kilometern. Der unbekannte, ruppige Kurs mit den zahlreichen sehr steilen Anstiegen hatte ihm auf dem Hardtail mit zu schmalen Reifen und Zweifach-Kettenblatt ordentlich zugesetzt.

Ergebnisse Langstrecke (Gesamtwertung)

1. Andreas Strobel Team Rotwild 4:02h
2. Jan Schmidt Team Vaude-Dämpfle 4:09h
3. Alex Pscheidl Team TEXPA-Simplon (RSG Würzburg) 4:11h
4. Sebastian Bergmann Team Ghost 4:12h
5. Christian Schneidawind Team TEXPA-Simplon (RVC Trieb) 4:13h

Würzburger Biker erfolgreich beim Oxzone-Bike-Marathon
in Güntersleben
30.04.2007

Nach fünfjähriger Pause startete am Sonntag, 29.04.07, der Oxzone-Bike-Marathon in Güntersleben bei tollen äußeren Bedingungen. Ein konditionell anspruchsvoller, aber fahrtechnisch leichter Kurs über 44 Kilometer musste von den Bikern wahlweise ein- oder zweimal bewältigt werden. Dabei galt es, pro Runde auf zahlreichen giftigen Anstiegen 950 Höhenmeter zu überwinden.

Neben bekannten unterfränkischen Radsportgrößen waren auch zahlreiche Amateure und Hobbyfahrer aus benachbarten Bundesländern und ganz Bayern vertreten. Die RSG-Würzburg trat mit über 20 Teilnehmern auf beiden Strecken an und konnte auf der Kurzstrecke einige Podiumsplätze einfahren:

In der Klasse Senioren 1 fuhren hinter dem Erstplatzierten Joachim Öchsner aus Thüngersheim Bernd Lichtlein (2.) und Uwe Striewski (3.) für die RSG aufs Treppchen.

Bei den Seniorinnen 1 gelang sogar ein Doppelsieg: Monika Michel (1.) und Barbara Brand (2.) bewältigten die Strecke über 44 Kilometer als schnellste in ihrer Altersklasse.

Auf der Langstrecke erreichten ebenfalls zwei Fahrer der RSG eine Top-Ten-Platzierung. Patrice Nowak (7.) und Mario Rembold (8.) finischten ca. 24 Minuten hinter dem Gesamtsieger Erik Hühnlein vom Team Wein.

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Pscheidl mit Rang 11 in Riva del Garda
30.04.2007

Alex Pscheidl vom Team TEXPA-Simplon (RSG Würzburg) fand sich am Wochenende mit seinen Teamkollegen Christian Schneidawind und Roland Golderer neben zahlreichen internationalen Sitzenmarathonbikern beim Bikefestival in Riva del Garda (Italien) ein. Bereits am Samstag stellte Moderator Sven Simon die TEXPA-Simplon Biker auf der Bikebühne des Festivalgeländes vor, wo sie sich einer breiten Masse präsentieren konnten.

Am Sonntag ging es pünktlich um 8.30 Uhr mit weiteren 2000 Bikern auf die neue technisch anspruchvollere Marathonstrecke. Aufgrund zahlreicher guter Platzierungen in der Saison wurden alle drei TEXPA-Simplon Biker im ersten Startblock aufgestellt. Am Anfang noch in der Nähe der Spitze, musste Pscheidl aufgrund des hohen Tempos im ersten Anstieg über 1000 Höhenmeter seinen eigenen Rhythmus fahren. Im darauf folgenden technisch anspruchsvollen Downhill nutzte Pscheidl das volle Potential seines Simplon Stomp Fullys und fuhr wieder in Schlagdistanz zu den Top Ten der Ronda Grande.

Im weiteren Verlauf kam der Theilheimer immer besser in Tritt und konnte sich so noch von seiner fünfköpfigen Gruppe lösen. Im Ziel belegt er den neunten Platz in der Herren- und den elften Platz in der Tageswertung.

Ronda Grande

1. Andreas Strobel Team Rotwild 3:16 h
2. Christian Schneidawind Team TEXPA-Simplon 3:21 h
3. Carsten Bresser Team Rocky Mountain 3:21 h
11. Alexander Pscheidl Team TEXPA-Simplon 3:36 h

Mountainbiker Philipp Ziegler gewinnt den ersten Lauf des EON Bayern Cups in Schneckenlohe
23.04.2007

Am Samstag, den 21.04.2007, kämpften ca. 120 Nachwuchsfahrer in Schneckenlohe in verschiedenen Altersklassen um begehrte Punkte der EON Bayern Cup Wertung, darunter einige Nachwuchsfahrer der RSG-Würzburg. Das Hauptrennen der Klasse U19 ging über fünf schwere Runden à 2,8 km mit ca. 70 Höhenmeter und teilweise sehr anspruchsvollen technischen Passagen. Bundesliga-Fahrer Philipp Ziegler fuhr ein taktisch versiertes Rennen, bei dem er sich drei Runden lang immer in der Spitzengruppe aufhielt, ohne unnötig Kräfte zu vergeuden. Erst in der vorletzten Runde trat er im langen schweren Anstieg so stark an, dass nur noch ein Fahrer seinem hohen Tempo folgen konnte. Seine starke Leistung krönte Ziegler mit einem eindrucksvollen Schlusssprint, den er hauchdünn gewinnen konnte.

Im selben Lauf waren auch sein jüngerer Bruder Dominik Ziegler und Jonas Seifert (beide RSG) erfolgreich. Zusammen fuhren sie ein konstant schnelles Rennen, bei dem sie sich immer wieder in der Führungsarbeit abwechselten. Dominik und Jonas kamen gemeinsam auf die Zielgerade und belegten die Plätze 9 und 10.

Aber auch bei den jüngeren Starten gab es Grund zur Freude bei der RSG Würzburg. Stefan Werner belegt in der U15 Klasse nach einer furiosen Aufholjagd knapp geschlagen den 4. Platz in seinem ersten Mountainbike-Rennen.

Das Rennen der Schüler (U13) wurde auf der schwierigen Runde der älteren Klassen ausgetragen. Alle drei gestarteten Biker der RSG-Würzburg hielten von Anfang an sehr gut in der Spitzengruppe mit. Luis Seifert musste nach einem Sturz in einer Wurzelabfahrt die Spitze ziehen lassen. Er wurde aber für seine starke Leistung mit einem dritten Platz belohnt.

Teamkollege Manuel Wassermann belegte den 11. Platz. Youngster Julius Fürst fuhr ein sehr engagiertes Rennen und kam nur knapp hinter den Top-Fahren auf dem 16. Platz ins Ziel.

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Pscheidl siegt beim Bundesligalauf in Münsingen
15.04.2007

Eigentlich ist der erste Bundesligalauf in Münsingen ein Garant für schlechtes Wetter. Am Sonntag fanden die Mountainbiker jedoch perfekte Wettkampfbedingungen vor. Viele internationale Weltcupfahrer nutzen den Auftakt der Bundesliga als ersten wichtigen Formtest in der jungen Saison. Im Winter hatte die Stadt Münsingen den Start- und Zielbereich zuschauerfreundlich mit vielen Hindernissen umgestaltet. Dementsprechend säumten über 3000 Zuschauer den Streckenrand und feuerten die Fahrer an.

Bereits um 8.00 Uhr ging der TEXPA-Simplon Biker Alexander Pscheidl (RSG Würzburg) beim Masters - Rennen zusammen mit den B-Lizenz Herren auf eine 5 km lange Runde, die sechsmal zu absolvieren war. Vom Start weg konnte er an der Spitze des Feldes mithalten. Erst als sein Teamkollege Schneidawind sich mit weiteren zwei Fahrern absetzte, musste Pscheidl als erstplazierter Mastersfahrer reisen lassen. An dieser Konstellation änderte sich im Rennverlauf wenig, sodass er seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte.

Um 10.00 Uhr folgte der Juniorenfahrer Phillipp Ziegler. Er arbeitete sich im fast 100 Mann starken Feld in der ersten Runde von der letzten Startreihe ins Mittelfeld nach vorne. Ab der dritten von sieben Runden fuhr er stetig besser und gelangte mit einer starken Leistung auf den 27. Platz in der Tageswertung.

Die Damenfahrerin Kerstin Kögler (Team Rotwild) war als letzte RSG´lerin um 14.00 Uhr am Start. Sie musste aufgrund eines Defekts an ihrem eigenen Rad kurzfristig das Rad vom Vereinskollegen Pscheidl ausleihen. Trotzdem war Kögler im Internationalen Damenstarterfeld des Bundesligarennens immer im Mittelfeld zu finden und finishte auf Platz 27.

Theilheimer Mountainbiker holt Worldcuppunkte auf Gran Canaria
18.03.2007

Als Auftakt für das einwöchige Trainingslager nutzte Alexander Pscheidl von der RSG Würzburg (Team Texpa/Simplon) den ersten Lauf zum Marathonworldcup auf Gran Canaria. Mit seinen Teamkameraden musste er sich neben 250 weiteren Topmountainbikern aus der ganzen Welt einer knochenharten Strecke stellen. Star im Feld war neben der Weltelite im Mountainbiken der Giro d´Italia Gewinner Gilberto Simoni. Auf Vulkangestein und durch ausgetrocknete Flussbetten galt es, 90 km und 2400 Höhenmeter ohne Defekt zu überstehen. Leider blieben nicht alle Fahrer davon verschont. Die Insel ist bekannt für äußerst ruppige und steinige Pisten.

Nach einer schnellen und hektischen Startphase konnte sich Pscheidl unter den ersten 50 Startern halten. Während seine Teamkollegen nach und nach aufgrund von Defekten zurückfielen bzw. aufgeben mussten, erreichte Pscheidl nach knapp vier Stunden auf Platz 46 das Ziel und sicherte sich somit seine ersten Weltcuppunkte.


Platzierungen

Worldcup Elite Man

1. COL Paez, Leonardo 3:27:24
2. FRA Dietsch, Thomas 3:28:25
3. AUT Lakata, Alban 3:30:49
...
12. GER Sahm, Stefan 3:39:16
13. GER Friedrich, Max 3:40:12

16. GER Strobel, Andi 3:41:54

22. GER Gathof, Daniel 3:43:45
23. GER Platt, Karl 3:44:07

41. GER Witzack, Tobias 3:52:53

43. GER Kubis, Lukas 3:53:48

46. GER Pscheidl, Alexander 3:54:34
47. GER Schneidawind, Christian 3:55:52

Pscheidl wird Zweiter beim Auftaktmarathon der German Bike Masters in Zypern und holt die ersten Marathonweltcuppunkte
27.02.2007

Der RSG Würzburg Mountainbiker Alex Pscheidl (Team TEXPA-Simplon) nutzte die vergangenen zehn Tage, um auf der sonnigen Mittelmeerinsel Zypern weiter an seiner Wettkampfform zu arbeiten. Bei optimalen Trainingsbedingungen standen intensive Trainingseinheiten mit dem Mountainbike im Troodosgebirge an. Die Insel wartet mit zahlreichen technischen Singletrails auf. So konnte Pscheidl nicht nur an der Kondition, sondern auch an der Fahrtechnik feilen. Als Highlight blieb ein traumhafter Pfad vom Kloster Macharias mit einer Länge von 7 km im Gedächtnis hängen.

In den vergangen Jahren trainierte Pscheidl auf der Baleareninsel Mallorca, wollte jedoch mit der Teilnahme am Marathon der German Bike Mastersserie (GBM) neue Wege einschlagen. Der Wettkampf bildete sowohl den Abschluss des Trainingslagers als auch einen Formtest für die anstehende Saison.

Am Renntag versammelte sich die internationale Mountainbikeelite mit zahlreichen Nationalmannschaften in Tochni / Zypern, um im Rahmen des Sunshinecups wichtige Weltranglistenpunkte (CrossCountry) einzufahren. Im Massenstart erfolgte zeitgleich der erste Wertungslauf der GBM um 11 Uhr Ortszeit. Die Teilnehmer des Marathons, unter denen sich Pscheidl befand, mussten nach den ersten 48 km Runde, anders als Cross-Country-Fahrer, eine weitere 30 km Schleife in Angriff nehmen.

Obwohl die Marathonfahrer im Startblock hinter dem 90 Mann starken CC-Elitefeld aufgestellt wurden, gelang Alex Pscheidl ein hervorragender Start. Er konnte sich schnell unter die Top 30 im CrossCountry Feld vorarbeiten und zusammen mit einem Britischen und Polnischen Nationalfahrer weitere Plätze gut machen. Am Ende der ersten Runde lag er um Platz 20 und bog in die zweite Runde ein.

Starke Regenfälle bis zu Beginn des Rennens weichten die Strecke auf und machten sie in einigen Lehmpassagen unfahrbar. Wie zahlreiche Biker blieb Pscheidl nicht von den Widrigkeiten verschont. Kurz vor dem Ziel riss sein Schaltwerk ab und er musste die letzten Kilometer zu Fuß absolvieren. Trotzdem konnte sich der RSG-Biker über einen hervorragenden 2. Platz auf der Langdistanz freuen und wichtige Punkte für die Marathonweltrangliste einstreichen.

Platzierung Marathon Langdistanz:
1 Roland Golderer Team TEXPA-Simplon
2 Alexander Pscheidl Team TEXPA-Simplon/RSG Würzburg
3 Christian Schneidawind Team TEXPA-Simplon
4 David Voll Team TEXPA-Simplon

Alex Pscheidl mit gelungenem Saisoneinstieg im Schwarzwald
29.01.2007

Mit heftigen Bedingungen hatte Alex Pscheidl (Team TEXPA-Simplon/RSG Würzburg) am vergangenen Sonntag beim Ziegler Iceride in Schömberg zu kämpfen. Temperaturen um den Gefrierpunkt und eine fast durchgehende Schneedecke sollten den Bikern auf 44 Kilometern und 1200 Höhenmetern alles abverlangen. Die Meldeliste versprach einen erstklassigen und spannenden Wettkampf. Unter den Top Ten befanden sich auch zahlreiche Topfahrer der deutschen Marathonszene, um die neue Saison 2007 einzuläuten. Unter den Startern favorisiert war der amtierende Deutsche Marathonmeister Hannes Genze (Team ALB-GOLD). Alex Pscheidl aus Theilheim wollte bei der Vergabe der Podestplätze jedoch auch ein Wörtchen mitsprechen.

Pünktlich um 10 Uhr gab der Schömberger Bürgermeister den Startschuss. Die Fahrer mussten sich bereits nach 500 Metern in die erste schnelle, schmale Abfahrt zwängen. Pscheidl bog auf Platz 6 in den Downhill ein. Hannes Genze und ein weiterer Topfahrer nutzen einen kleinen Vorsprung und setzten sich entscheidend vom Feld ab. Wie der spätere Rennverlauf zeigte, war dies bereits die Vorentscheidung. Im folgenden Anstieg gelang es dem RSG-Würzburg-Biker nicht, den Anschluss an die Spitze wieder herzustellen. Mitte der ersten Runde wurde Pscheidl von seinem Teamkollegen Golderer passiert und lag damit auf dem vierten Platz.

In der zweiten Runde versuchte der Theilheimer alles, um den Abstand zu Golderer und damit auf den dritten Podestplatz zu verringern. Schlussendlich rollte er nach etwas über zwei Stunden mit einem Rückstand von 6:53 Minuten auf den amtierenden Deutschen Meister Hannes Genze ins Ziel und war mit seinem Saisoneinstand knapp neben dem Podest dennoch zufrieden.

1 Hannes Genze Team ALB-GOLD 2:03:32
2 Lukas Kubis Best Bike Parts 2:03:33 + 00:01
3 Roland Golderer Team TEXPA-Simplon 2:08:32 + 05:00
4 Alexander Pscheidl Team TEXPA-Simplon 2:10:25 + 06:53