RSG Sportgruppe | RSG Würzburg | Radsportgemeinschaft Würzburg e. V.
RSG Sportgruppe/Rennrad
News Übersicht

Aktuelle News ab 2007 finden Sie hier.

Hier finden Sie die News von 2006, Mountainbike 2006, RSG Sportgruppe 2006, 2005, 2004, 2003, 2002, 2001, 2000.

Wettkampfsaison verlief erfolgreich
Der Radrennfahrer Thomas Schmitt kann auf eine gelungene Saison zurückblicken
Quelle: Fränkische Nachrichten Oktober 2006

Für den jungen Nachwuchsrennfahrer Thomas Schmitt (20) ist die Wettkampfsaison 2006 nun auch beendet. Somit geht es für den BWL-Studenten in die verdiente Saisonpause. „Zeit, mich nun ein bisschen intensiver mit dem Studium zu beschäftigen“, erzählt Schmitt. Doch einen Stillstand gibt es nicht, denn die Planungen für die kommende Saison sind bereits am Laufen.

In der zurückliegenden Saison startete Schmitt für die Rennabteilung der RSG Würzburg. Nach einer intensiven Vorbereitung im vergangenen Winter mit zahlreichen Trainingslagern trat er ab Mitte März bei den ersten Rennen an.

„Mein großes Ziel war der Aufstieg in die zweithöchste Amateurklasse, den Elite B-Fahrern. Die Form war von Beginn an recht gut, nur hat oft das letzte Quäntchen Glück gefehlt.“ Doch Schmitt ließ sich nicht entmutigen und konnte sich konstant in den TOP 20 behaupten. Im Juni kam dann das Highlight: Der gebürtige Schönfelder startete beim „Großen Preis von Werneck“. Dieses Rennen gehört mit einer Distanz von knapp 140 Kilometern zu den längsten in der Klasse der Elite C-Amateure. „Trotz Wettkämpfen an den beiden Vortagen wollte ich natürlich vor der Haustüre eine gute Leistung bringen!“ Mit guten Beinen und dem Glück des Tüchtigen konnte der Vorsatz diesmal auch in die Tat umgesetzt werden. Auf dem selektiven Rundkurs nahe Werneck behauptete sich Schmitt zunächst ohne Probleme in der stetig schrumpfenden Kopfgruppe. Schließlich konnte er sogar mit einem beherzten Antritt eingangs der vorletzten Runde die entscheidende Spitzengruppe initiieren, aus der heraus er das Rennen im Sprint für sich entschied. „Ein geiles Gefühl“ – so drückte Schmitt es in der Euphorie des unverhofften Sieges aus.

Doch nur wenige Tage später lernte er auch die schmerzliche Seite des Sports kennen: Bei einem Rundstreckenrennen im hessischen Biedenkopf kam er im Schlussspurt schwer zu Fall und brach sich das Schlüsselbein. Nach einer sechswöchigen Trainings- und Wettkampfpause war es eine äußerst schwierige Aufgabe, die hervorragende Form des Frühsommers wieder zu erreichen. Doch so leicht ließ sich Schmitt nicht unterkriegen. Nach einer intensiven Trainingsphase konnte er als Gastfahrer für eine bayrische Renngemeinschaft Mitte August bei einer 4-Etappenfahrt in Mecklenburg-Vorpommern einen wichtigen Schritt im Formaufbau machen. So konnte er die Saison noch mit mehreren TOP 15- Platzierungen abschließen.

Momentan ist Schmitt allerdings schon wieder mit den Vorbereitungen für die kommende Saison beschäftigt. Erste Trainingslager und Leistungstests sind bereits in Planung, um das große Ziel – den Aufstieg in die höchste Amateurklasse – zu realisieren.


Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Martin Kehrer schafft den Aufstieg in die B-Klasse
11.09.2006

Am Sonntag, den 10. August, startete ein Teil der RSG- Rennfahrer beim Radrennen „Rund um Stuttgart“ im Stadtteil Mühlhausen.

Gleich zu Beginn der Runde versperrte ein ca. ein Kilometer langer und bis zu zwölf Prozent steiler Berg den Fahrern den Weg. Von den Männern musste dieser acht Mal und von den Junioren sechs Mal gemeistert werden.

In der Männer C-Klasse starteten Matthias Reinel und Martin Kehrer. Drei Runden vor Schluss setzte Martin Kehrer am Berg die entscheidende Attacke, worauf sich eine elfköpfige Spitzengruppe vom Feld absetzte. Aus dieser Gruppe konnte in der letzten Runde ein Fahrer flüchten. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel attackierten weitere Fahrer, darunter auch Martin Kehrer. Im Zielsprint konnte sich der RSGler schließlich erneut den dritten Platz sichern und fuhr somit seine fünfte Platzierung in dieser Saison ein. Kehrer machte damit seinen Aufstieg in die B-Klasse perfekt. Er ist nun der zweite Fahrer der RSG Würzburg, der diesen Sprung geschafft hat.

Matthias Reinel konnte leider seine gute Form nicht ausspielen. Ein Kettenriss führte in der vierten Runde dazu, dass er das Rennen aufgeben musste.

Bei den Junioren startete Phillip Dietrich in seinem dritten Rennen. Er kam mit dem Hauptfeld an, nachdem ihm ein Ausreisversuch nicht gelungen war.

Kehrer holt vierte Platzierung
08.09.2006

Beim Jubiläumskriterium in Bann konnte Martin Kehrer von der RSG- Würzburg seine vierte Platzierung einfahren.

Kehrer riss in der fünften von siebzig Runden mit einer Gruppe aus. Diese bestand zunächst aus elf Leuten, verkleinerte sich aber schließlich auf fünf Rennfahrer.

Trotz eines Defekts am Hinterrad konnte er sich bei den Wertungen durchsetzen. Schließlich sicherte sich Martin Kehrer nach einer langen Flucht mit 24 Punkten den dritten Platz.

Dies war bereits seine vierte Platzierung in diesem Jahr, weshalb er auf den baldigen Aufstieg in die B- Klasse hofft.

Thomas Schmitt fährt in die TOP 10
04.09.2006

Beim Radrennen in Gießen erreichte der Schönfelder einen hervorragenden 8. Platz

Nur wenige Tage nach seinem größten Erfolg, dem Aufstieg in die Elite B – Klasse, kam Thomas Schmitt beim Rennen im hessischen Biedenkopf im Schlusssprint schwer zu Fall. Diagnose: Schlüsselbeinbruch. Somit musste er 6 Wochen auf Wettkampfteilnahmen verzichten. Natürlich fiel der Wiedereinstieg sehr schwer, doch allmählich findet der angehende BWL-Student wieder Anschluss an die Spitze. Bei einer 4 – Etappen – Rundfahrt in Mecklenburg Vorpommern konnte er schon wieder mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen.

Am vergangenen Wochenende fuhr Schmitt beim Radkriterium im hessischen Gießen. Auf einer schnellen 800-Meter-Runde konnte er das Rennen von Beginn an mitbestimmen. Bei den Wertungssprints konnte er mehrere Male Punkte erzielen und somit am Ende einen tollen 8. Platz einfahren.

„Das Rennen war sehr sehr schnell. Es wurde ein Mittel von knapp 48 km/h gefahren“ – berichtete Schmitt.

Nun beginnt der letzte Teil der Radsaison mit vielen kleinen Rundstreckenrennen und Kriterien, bevor es Mitte Oktober in die wohlverdiente Saisonpause geht.

Viel Zeit zum Entspannen bleibt nicht, denn das Studium beginnt bereits wenige Tage später.


Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Weitere Erfolge für die Radrennfahrer der RSG Würzburg
02.09.2006

Am Sonntag, den 20. August, starteten die Lizenzfahrer Hansi Wilckens, Matthias Reinel und Martin Kehrer beim Straßenrennen „Rund um den Hockenberg“ in Wiesbaden. Martin Kehrer verpasste dort nur knapp eine Platzierung unter den ersten Zehn. Er belegte im Zielsprint aus der Verfolgergruppe heraus den zwölften Platz. Auch Matthias Reinel fuhr ein gutes Rennen und erreichte im Hauptfeld das Ziel. Hansi Wilckens musste seinem Dolomiten- Trainingslager Tribut zollen, von dem er nur zwei Tage vorher gekommen war. Er schied leider aus.

Am Sonntag, den 27. August, fuhren Reinel, Wilckens und Kehrer bereits wieder beim „Meckesheimer Straßenpreis“. Leider verpasste Kehrer die zehnköpfige Ausreißergruppe. Zusammen mit drei weiteren Fahrern fuhr er eine Runde lang der Spitzengruppe hinterher, wurde aber vom Feld wieder gestellt und beendete das Rennen mit diesem.

Felix Wilhelm und Martin Kehrer bestritten am Montag, den 28.August, das C-Klasse- Rennen des „Mutterstädter Kerwe Kriteriums“. Trotz heftigen Regens bewiesen sie ihre gute Form. Felix Wilhelm konnte sich bei Prämiensprints durchsetzen. Martin Kehrer holte, trotz Laufradwechsels wegen Defekts, mit dem zehnten Platz seine dritte Platzierung in diesem Jahr.

Im sehr schnellen Rennen der A-/ B- Klasse konnte Thomas Schmitt weitere wichtige Rennkilometer sammeln.

Am Dienstag, den 29. August, fuhren die Rennfahrer der RSG ein weiteres Kriterium in Böhl- Iggelheim. In guter Form konnte sich Felix Wilhelm bei den Wertungssprints behaupten und erzielte seine erste Platzierung. Leider nicht aktiv eingreifen konnte Martin Kehrer, er musste seiner harten Rennplanung Tribut zollen. Immerhin fuhr er schon das dritte Rennen hintereinander.

Thomas Schmitt startete erneut im Rennen der A-/B- Klasse.

Martin Kehrer beweist gute Form
Martin Kehrer (RSG Würzburg) nur knapp am Sieg vorbei.
03.08.2006

Am letzten Sonntag fuhr Martin Kehrer seine bisher beste Platzierung ein. Beim „GP im Dahner Felsenland“ mussten die Amateure der C- Klasse in sechs Runden 70km und über 900 Höhenmeter absolvieren. Das Rennen war geprägt durch häufige Attacken am 2,5 km langen Anstieg, die aber meist erfolglos blieben. Erst zwei Runden vor Schluss setzte sich eine zweiköpfige Spitzengruppe ab.

In der Schlussrunde konnte Martin Kehrer den entscheidenden Angriff mitgehen. Er und sein Fluchtgefährte machten sich auf den noch 6km langen Weg ins Ziel und fuhren die beiden bis dahin Führenden des Rennens auf. Im Zielsprint kam Kehrer für die RSG Würzburg schließlich auf den dritten Gesamtrang.

Martin Kehrer fuhr damit seine zweite Platzierung innerhalb von drei Wochen ein, nachdem er beim Mackenbacher Kriterium bereits 16 Runden vor Schluss aus dem Feld herausfuhr um zur Spitzengruppe aufzuschließen. In der doppelt zählenden Schlusswertung konnte er sich durchsetzen und erreichte damit den 5. Platz.

RSG Würzburg mit vier Mannschaften in Dittigheim am Start
17.07.2006

Beim Dittigheimer Mannschafts- und Einzelzeitfahren waren die Rennradfahrer der RSG wie jedes Jahr stark vertreten. Fünfmal musste mit der Mannschaft der Rundkurs von 3,54 km Länge zwischen Dittigheim und Distelhausen durchfahren werden. Für die Einzelzeitfahrer im Anschluss dreimal. Hier durften aber nur Fahrer starten, die auch beim MZF gestartet waren.

Erstmals gab es bei der sehr gut besuchten Veranstaltung keinen Streckenrekord. Dieser wurde von unserem 2005er Team (Frankenberger/Rembold/Pfeiffer/Brand) mit 25:38 min bei regennasser Fahrbahn aufgestellt. In diesem Jahr gelang einem Mergentheimer Vierer, bestehend aus lauter Triathleten, eine Zeit von 25:40 min bei trockenen, allerdings etwas windigen Verhältnissen. Bemerkenswert ist, dass immer mehr Fahrer zu dieser Veranstaltung mit speziellem Zeitfahrequipment wie Scheibenrädern, Zeitfahrrahmen, Zeitfahrhelmen und Lenkeraufsätzen anreisen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass so mancher mit der extremen Sitzposition und der kippeligen Lenkung seines Renners seine liebe Not auf dem kurvigen Kurs hatte.

Großes Lob gebührt den Veranstaltern, die die Rennen sehr souverän und sicher geleitet haben und mit dieser attraktiven Veranstaltung zu Recht erfolgreich sind.

Nr. Mannschaftsname Kat. Zeit Name 1 Vorname Name 2 Vorname Name 3 Vorname Name 4 Vorname
Amateure
1 25 Radsport Bad Mergentheim A 25:40 Rogge Richard Geuder Steffen Michel Joachim Gillig Thomas
2 6 RSG Würzburg - Racers A 26:10 Schmitt Thomas Kehrer Martin Dietrich Philipp Bundschuh Christian
3 5 RSG Würzburg 1 A 26:32 Pfeiffer Andreas Rembold Mario Schneider Thomas Stier Ralf
4 2 RSG Ochsenfurt A 27:22 Doseth Stefan Guckenberger Martin Karl Klaus Porzelt Joachim
Freizeit
1 23 RSG Würzburg 2 F 28:00 Grimm Thomas Kanski Klaus Mayer Andreas Striewsky Uwe
2 15 RSG Würzburg 3 F 28:24 Bernhard Mira Hüttinger Stefan Schultz Jörg Stumpf Alexander
3 3 Radi Explosiv F 28:33 Baier Jürgen Noorlander Mike Schmidt Marco Tack Rolf
4 21 Die Fischfreunde F 29:32 Keller Bernd Kraus Andreas Seyfert Karl-Heinz Becker Ralf
5 22 black-Riders LT Edelfingen F 29:33 Bauer Harry Bauer Dieter Walter Klaus Heidloff Detlef
6 13 Radi Cesenati Co. F 30:07 Wöppel Roland Hilbert Elmar Faulhaber Dieter Max Manfred
7 12 RSG Schäftersheim 1 F 30:57 Halbritter Hartmund Halbritter Michael Mühleck Ralf Henn Thorsten
8 17 RSG Schäftersheim 2 F 31:02 Klärle Reiner Waldmann Steffen Rückel Thomas Kaltdorf Martin
9 11 4x1x1 = 42 F 31:41 von Wedel Wedigo von Wedel Matthias Rüger Jan Bugl Tobias
Firmen Behörden
1 1 Bosch Stuttgart 2 F/B 27:42 Weiss Tobias Essenbreis Joachim Bayer Jon Engel Alexander
2 4 Bosch Stuttgart 1 F/B 28:24 Reents Andreas Hoffmann Frank Seidner Bruno Cooney James
3 24 Policeman of Main - Tauber F/B 30:55 Wernhard Harald Fischer Günter Schmieg Jürgen König Dieter
Frauen
1 14 Turbo Ladies Frau 33:47 Wernhard Christiane Weiler Karin

Platz
Start Nr.
Vorname
Nachname
Fahrzeit
1
7
Richard Rogge
Radsport MGH
00:15:02
2
6
Christian Bundschuh
RSG WÜ Racer
00:15:04
3
11
Schneider, Thomas
RSG Würzburg 1
00:15:24
4
15
Kehrer Martin
RSG Würzburg
00:15:46
5
16
Dietrich Philipp
RSG Würzburg 3
00:16:03
5
5
Rembold Mario
RSG Würzburg 1
00:16:03
7
12
Kanski, Klaus
RSG Würzburg 2
00:16:05
8
9
Stefan Doseth
RSG Ochsenfurt
00:16:10
9
17
Schulz, Jörg
RSG Würzburg 3
00:16:33
10
14
Kaltdorf, Martin
EBM Papst Team
00:16:34
11
4
Joachim Essenbreis
Bosch Stuttgart 2
00:16:35
12
3
Tobias Weiß
Bosch Stuttgart 1
00:16:44
13
8
Martin Guckenberger
RSG Ochsenfurt
00:16:56
14
13
Kaltdorf, Roland
EBM Papst Team
00:17:16
15
2
James Cooney
Bosch Stuttgart 1
00:17:18
16
1
Bruno Seidner
Bosch Stuttgart 1
00:17:23
17
10
Henn, Thorsten
RSG Schäftersheim
00:17:51

weitere Infos unter www.dittigheimerradrennen.de
weitere Bilder finden Sie hier ->

Top-Ten Platzierung für Wilckens in Altenkunstadt
06.07.2006

Die zahlreichen Teilnahmen an diversen Kriterien haben sich für Hansi Wilckens von der RSG Würzburg ausgezahlt, in Altenkunstadt erreichte der Rennradfahrer am 30.06.2006 einen respektablen Rang in den Top Ten. Die erste Platzierung für einen Aufstieg in die B- Klasse ist damit eingefahren.

Eine Woche zuvor startete die RSG- Sportgruppe mit drei Fahrern in Ludwigshafen.

Auf dem sehr engen, nur 700 m langen Rundkurs mussten die RSG- Truppe dem stark besetzten Peloton Tribut zollen.
Während Hansi Wilckens und Matthias Reinel sich im hinteren Teil des Feldes positionieren mussten, gelang es Felix Wilhelm sich im vorderen Drittel des Fahrerfeldes zu bewegen.
Eine in Anbetracht des Durchschnitts von 44, 15 km/h auf diesem kurzen Kurs beachtliche Leistung des Youngsters.

In Altenkunstadt zeigte sich dann jedoch, dass sich das Durchbeißen in Ludwigshafen gelohnt hat.
Die RSG- Fahrer Hansi Wilckens und Matthias Reinel zeigten sich sehr aktiv.

Auf dem Rundkurs von 1 km startete Matthias Reinel mehrere Ausreißversuche, konnte aber immer wieder vom schnellen Feld gestellt werden, die 60 Runden wurden mit einem Schnitt von 43, 75 km/ h zurückgelegt.

Somit lag die Trumpfkarte der RSG beim sprintstarken Hansi Wilckens. Diesem gelang unter anderem der Sieg bei einem Wertungssprint, ferner zeigte er sich auch bei den übrigen Wertungen jedes Mal weit vorne.

Die gesammelten Punkte bedeuteten in der Endabrechnung den 10. Platz.

136 Kilometer. Ein Haufen Holz.
Straßenpreis von Werneck – 05.06.2006
11.06.2006

Am 17. Mai bin ich los: Ich war ausgehungert, saß die Tage davor nur am Schreibtisch, im Zimmer vor Schulbüchern und am Laptop. Ich war in drei Tagen nicht mal eine halbe Stunde am Stück an der frischen Luft gewesen. Nun war eben Mittwoch und es war erst mal für eine kurze Zeit Schluss mit arbeiten, mit lernen, Schluss mit Klausuren, Schluss mit sehnsüchtigen Blicken aus dem Fenster. Ich bin los mit dem Rad, gegen Abend, wenn das Licht so schön ist und die Straßen leer sind. Ich bin los Richtung Vasbühl. Ich kaufe die Katze nicht im Sack, vor allem nicht, wenn das so eine große Katze ist. Ich bin den Kurs abgefahren und war begeistert. Das würde uns liegen: Nicht ganz flach, aber auch nicht bergig. Ein schöner Kurs, der mich an die Strecke von Ascheffel erinnert. 13,6 Kilometer mit 140 Höhenmetern sind machbar, auch wenn wir uns einig waren, dass das Ganze 10-mal vielleicht doch irgendwie wehtun würde gegen Ende. Die Anmeldung an den Veranstalter ging am nächsten Tag raus.

Jetzt war Pfingstmontag, der 5. Juni. Hansi, Matthias und ich fuhren gemeinsam nach Vasbühl, beim Einfahren sollten wir dann noch Thomas und Daniel treffen – für’s Rennen waren wir heute eine richtige, kleine Mannschaft. Stimmung war wie immer gut, wenn auch jeder bisschen nervös war. Man geht dann halt öfters auf die Toilette (zu mindestens ich) und macht Witze über das Rennen und die Blumensträuße, die man heute einfahren wird. Nachdem wir unsere Nummern geholt haben, stieg bei mir die Laune noch einmal ungemein: Ich durfte die Nummer acht tragen, ein gutes Omen wie ich fand, da ich zu meinen Fußballzeiten auch meistens und am liebsten mit der Acht auf dem Rücken spielte, Linksaußen.

Startschuss und erst mal rauf den Hügel. Alle Fahrer waren sich bewusst, was sie noch erwarten würde, und so wurde das Rennen erst mal gemächlich gestartet. Lockeres Rollen mit Unterhaltungen. Manche moserten rum, doch ich fand es super: Mal eine willkommene Abwechslung zu diesem Einerreihe-Geblockere bei den ganzen Kriterien von Start weg bis zum Ende. Hart würde es eh noch werden; einen 39er Schnitt hatten wir am Ende auf dem Tacho stehen. Beim ersten Mal den zweiten längeren Berg rauf, hat es erst mal ordentlich gescheppert hinter uns. Bergauf. Der zweite härtere Sturz war auch den Berg hoch. Kann ich irgendwo nicht verstehen, wobei es auf der anderen Seite nicht verwunderlich ist, wenn eine Horde Rennfahrer im Wiegetritt den Berg rauf fährt, dass sich mal einer beim Vordermann aufhängt, vor allem wenn alle nervös rumzappeln und keiner anzeigt, ob er jetzt mal eben aus dem Sattel geht. Auf jeden Fall war ich sehr erschrocken, als es da zweite Mal böse gekracht hat, genau hinter mir, da, wo eben noch Matthias gefahren ist. Ich habe mich umgedreht und geguckt, und keinen Matthias gesehen. Vor zu Hansi gerufen, Matthias sei dabei gewesen. Glücklicherweise fuhr er dann wenige Minuten später an mir vorbei ohne irgendwelche Anzeichen eines Sturzes. Nach dem Rennen erzählte er mir dann, genau der Mann neben ihm sei gefallen und er habe Glück gehabt.

Zweites Mal Zielpassage ging es dann richtig los. Rasendes Feld auf der Straße, angeheizt durch die vielen Zuschauer im Start-/ Zielbereich. Auch wir hatten unsere persönlichen Fans dabei, die gleichzeitig noch Betreuer waren und uns dann in den letzten Runden mit Trinkflaschen versorgt haben. Es macht noch vielmehr Spaß, wenn Leute an der Strecke stehen, die du kennst. Alleine deren Präsenz motiviert dich und wenn du dann noch deinen Namen hörst, das ist so wertvoll und das hält dich auch auf dem Rad, wenn es dir vielleicht grade mal schlechter geht. Nun starteten die Attacken. Attacke folgte auf Attacke, doch die meisten Ausreißer wurden schon nach wenigen Metern wieder gestellt. Erst in der siebten Runde ging die entscheidende Gruppe weg, darunter „Racing-Thomas“ Schmitt. Die Gruppe sollte sich auf den letzten Kilometern noch mal auf sieben Fahrer dezimieren aus der dann Thomas den Sprint gewinnen und sich so den Aufstieg in die B-Klasse holen konnte. Hansi, Matthias und ich fuhren im Hauptfeld und als wir das letzte Mal auf die Zielgerade eingebogen sind, zog ich Hansi den Sprint an, den er für sich im Fotofinish entscheiden konnte. Schade, dass schon die Gruppe raus war, sonst wäre an diesem Tag noch mindestens eine weitere Platzierung drin gewesen.

Vasbühl hat an diesem Tag ein nahezu perfekt organisiertes Rennen erleben dürfen und so war das für uns alle ein wunderschöner Pfingstmontagausflug, der noch von dem Sieg und der guten Mannschaftsleistung gekrönt wurde.

Thomas Schmitt siegt beim „Großen Preis von Werneck“
06.06.2006



Am Pfingstmontag startete der Schönfelder Thomas Schmitt für die RSG Würzburg beim Amateurrennen in Werneck. Auf einem Rundkurs mussten dabei 140 Amateure 10 Runden à 13,6 Kilometer absolvieren. Auf der Gesamtdistanz addierten sich dabei 1400 Höhenmeter. Der angehende BWL-Student forcierte nach ca. 100 Kilometern an einer Steigung das Tempo, sodass sich eine Spitzengruppe absetzen konnte, die auf den letzten 30 Kilometern einen Vorsprung von knapp vier Minuten auf das Hauptfeld herausfuhr. Auf der Zielgeraden zog Schmitt aus dem Windschatten heraus den Sprint kraftvoll an und gewann deutlich das Rennen. Auch aufgrund seiner guten Platzierungen in den letzten Wochen freut sich der junge Rennradler jetzt über den Aufstieg in die B-Klasse der Amateure.


Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Den Aufstieg einen Schritt näher gekommen
Thomas Schmitt (RSG Würzburg) fuhr weitere Platzierung für den Aufstieg in die B – Klasse ein
01.06.2006     Foto: Hans Will www.radsport-forum.de


Nur 2 Tage nachdem Thomas Schmitt ( RSG Würzburg) in Karbach den besten Amateuren der BC – Klasse Paroli bot, startete er beim „Großen Preis der Stadt Schifferstadt“. Gefahren wurde auf einer 1,3 Kilometer – Runde, welche 50 Mal zu fahren war. Jede 5. Runde gab es Wertungssprints, wobei Punkte für die jeweils ersten 4 vergeben. Wie bei fast allen Rennen in der Pfalz standen am Start über 150 Starter. Der 20 jährige Zivi ließ sich nicht einschüchtern und setzte sich gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze des Feldes. Somit konnte er bei 2 Wertungssprints Punkte einfahren. Darüber hinaus ersprintete er zahlreiche Prämien. Am Ende kam somit ein zufrieden stellender 9. Gesamtrang heraus. Insgesamt hat Schmitt nun 2. Platzierungen für den Aufstieg in die B-Klasse. „Das Rennen war richtig schnell. 45,5er Schnitt. Mit ein bisschen mehr Glück bei den Wertungssprints hätte vielleicht noch ein bisschen mehr rausspringen könnte“ – analysierte Thomas Schmitt nach dem Rennen.

Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Thomas Schmitt zeigt beim Heimspiel gute Leistung
Beim schweren Straßenrennen belegt Schmitt einen hervorragenden 15. Platz
29.05.2006

Am vergangenen Wochenende drehte sich in der kleinen Gemeinde Karbach (bei Markheidenfeld) wieder mal alles um den Radsport. Anlass hierfür war eine 2 – tägige Radrennveranstaltung, veranstaltet vnn der Concordia Karbach. Im Rennplan war auch ein Amateurrennen der B und C – Amateure über knapp 120 Kilometer.

Mit am Start war auch Thomas Schmitt (RSG Würzburg) . Die ca. 150 Starter hatten 7 Runden (à 17 Kilometer) absolvieren. Das Rennen war geprägt durch starken Kantenwind und viele Fluchtversuche. Runde für Runde wurde das zu Beginn große Fahrerfeld dezimiert. In den letzten Runden konnte sich eine 5 – köpfige Spitzengruppe absetzen. Thomas Schmitt (RSG Würzburg) war zu diesem Zeitpunkt im Hauptfeld ein bisschen „eingebaut“ und konnte somit nicht reagieren. Am Ende konnte er im Schlusssprint des Hauptfeldes einen guten 10. Platz ersprinten. Somit war er im Rennen der BC – Amateure hervoragender 15.

Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Mit Ventilkappen und Satteltäschchen
Rennbericht vom Kulmbacher Trainingskriterium am 9. Mai 2006
11.05.2006

Und schon wieder raus. Kurve, zack, rollen, rum, paar heftige Tritte und weg war er. Immer und immer wieder. Vorne der weiße Helm, vorne das goldene Rad, vorne das rot-gelb-orangene Trikot. Vorne der Hansi.

Um dreiviertel drei war er bei mir, um mich mal wieder abzuholen und mitzunehmen. Kurz noch Cappuccino von Mama Wilhelm geschlürft und dann rein ins Auto. Heute stand Kulmbach auf dem Rennkalender. Seit 2. Mai läuft dort eine Trainingsrennserie für KT/A/B/C-Fahrer, die aus Kriterien besteht, die jeden Dienstag über die Saison hinweg stattfinden. Ein Rennen 42 mal 1,4 km mit exakt null Höhenmetern. Vier mal um’s Eck im Industriegebiet. Nicht gerade schönstes Terrain, aber für die Landschaft bleibt sowieso kein Blick über, da die Augen die ganze Zeit auf das Hinterrad deines Vordermanns gerichtet sind bzw. die nächste schon fast rettende Kurve anvisieren. Zum Glück sind die gut fahrbar.

Matthias ist diese Rennen schon vor Jahren gefahren, er kommt aus Kulmbach. Dank ihm waren wir heute hier und dank ihm werden wir noch öfters die Saison hier sein. „Ja, für die ganze Serie.“ – Wir drei haben die „Dauerkarte“ gelöst und nun dürfen wir also das ganze Jahr über dienstagabends antreten. Dann noch die Nummern bekommen, mit denen wohl schon Coppi gefahren wäre, wenn er zu seiner Zeit den Weg nach Kulmbach gefunden hätte. Mit schwarzer Farbe wurden die Nummern auf den Stoff gemalt; meine Nummernecken sind schon ganz rostig von den Sicherheitsnadeln: Anscheinend hat es hier das letzte Jahrhundert über auch mal bei den Rennen geregnet. 41, 42 und 43: „Hansi, du bist also unser Captain.“ Gelächter, die Stimmung war gut, wenn auch jeder über seine schlechten Beine rumgejammert hat. Matthias hatte schon ordentlich trainiert die Tage, der Dienstag war mein dritter Tag auf dem Rad und Hansi war sogar schon vier Tage gefahren.

18.30 Uhr: Startschuss für die geschätzten 40-50 Fahrer. 200 Meter Gerade und dann rechts in die erste Kurve. Die erste Gruppe löste sich. „Gruppo testa“: Vier Fahrer und Hansi mitten drin. Später meinte er zu mir, er habe die anderen in der Gruppe gefragt, ob sie fahren wollten. Ja, warum nicht, sei die Antwort gewesen. Und wie sie gefahren sind, keine Spur von ihnen und Hansi hoffte anscheinend schon auf Rundengewinn. Zusätzlich machten Matthias und ich hinten im Feld das Tempo oder auch eben nicht. Bis die anderen im Peloton gemerkt haben, dass wir da eher Tempo verschleppten als wirklich Tempo zu machen, war gute Zeit für Hansi und seine Begleiter vergangen. So konnten die vier Ausreißer die erste Prämie unter sich ausmachen und Hansi wurde Zweiter, nur Millimeter fehlten zu den fünf Punkten des Ersten. Doch wie gesagt, Matthias und meine Arbeit inklusive Hintergrund blieb nicht unbemerkt, und so wurde das Tempo von den anderen Mannschaften, die keinen Mann in der Spitzengruppe hatten, enorm erhöht und so holte das nun lang gezogene Feld oder besser, die rasende Einerreihe die Ausreißer wieder zurück. Ab sofort war das Rennen geprägt von Attacken und Gegenattacken. Hansi, Matthias und ich gingen abwechselnd mit, schlossen Lücken, machten Tempo vorne im Feld. Insgesamt haben wir drei uns richtig gut verkauft, haben uns vorne gezeigt und das Rennen aktiv oder eben (siehe oben) weniger aktiv mitgestaltet. Vor allem Hansi attackierte immer wieder, fuhr Kopfgruppen alleine im Wind, 200 Meter vor dem Feld, hinterher und hielt noch mit in die Wertungssprints rein. Auch als Mitte des Rennens sich eine Gruppe erfolgreich vom Feld lösen konnte, saß Hansi dort mit drin, Matthias ebenso. Zwei Würzburger in der Spitzengruppe. Für mich hieß das erholen und gucken wie es läuft. Und gut lief es da vorne. Prämiensprint, Matthias erhöht noch einmal das Tempo und Hansi kann sich die fünf Punkte holen. Absolut verdient, wie ich meine. Ein wenig an Jens Voigt hat er mich schon erinnert, der Hans. Nicht kaputt zu kriegen war er. Letztendlich sollte alles wieder zusammenlaufen, doch die Punkte waren geholt. 11 an der Zahl (die drei von Matthias nicht zu vergessen). Klasse Rennen und so war der 4. Platz die gerechte Belohnung für Hansi. Und das mit Ventilkappen und Satteltäschchen.

RSG Sporgruppe erfolgreich in Frankfurt Rund um den Henninger-Turm
02.05.2006


von links nach rechts:Jonas Leefmann, Oliver Koch, Alexander Brooks, Felix Wilhelm, Henning Frankenberger, Hans-Hinrich Wilkens und Matthias Reinel

Die RSG Sporgruppe belegte unter 56 Teams den 5. Platz.
Felix Wilhelm ist 20., Mathias Reinel 35. und Henning Frankenberger 2.


Eigentlich sollte ich im Bett liegen und schlafen. Vor allem schlafen. Es war 5:05 Uhr, viel zu früh, und die meisten gingen vermutlich grad erst zu Bett oder machten sich auf den Weg in den Nachbarort, um dort den Maibaum zu stehlen. Doch ich schlief nicht, ich klaute keine Maibäume, nein, ich wachte mal wieder eine Stunde zu früh auf.

Die anderen Jungs warteten schon auf der Talavera als ich ankam. Um sieben Uhr haben wir uns verabredet, und konnten, nachdem ich mein Rad in Hansis Auto verladen hatte, die Fahrt nach Frankfurt zum Jedermannrennen im Rahmen des Klassikers „Rund um den Henninger Turm“, der traditionell am 1. Mai stattfindet, antreten. Im Main-Taununs-Zentrum angekommen, machten wir uns erstmal auf die Suche nach der Nummernausgabe, die sich auf dem großen Gelände erst mal als schwieriger herausstellte, wir aber dann doch die Pavillons gefunden haben und unsere Nummern entgegen nehmen konnten. Mittlerweile war es 9:00 Uhr, losgehen sollte es um 9:58 Uhr, und bei dem ein oder anderen kam schon leichte Hektik auf, weil man immer noch in Alltagsklamotten war und sowieso: Wo ist denn eigentlich mein zweiter Handschuh? ...

Jonas war am Vortag schon den bergigen Teil der Strecke abgefahren und hat mir persönlich mit seiner Streckenschilderung mächtig Angst gemacht. Ok, zu mindestens enormen Respekt eingeflösst, der mich dazu veranlasst hat, mir das Höhenprofil auszudrucken um es einfach noch mal genau zu studieren. Ich weiß nicht, was ich mir davon versprochen hatte, aber auf jeden Fall waren die vielen Zacken auch noch nach längerem, ehrfürchtigem Betrachten da. Auf der 100 Kilometer Runde, die Nick Starosta, Oliver Koch, Hansi „Franken-Cipo“ Wilckens, Matthias Reinel, Alex „Chicken“ Broocks, Jonas Leefmann, Henning Frankenberger und ich unter die Reifen nahmen, mussten immerhin 950 Höhenmeter erklommen werden. Thomas Balzarek, Hannes Tietze und Eugen „Cosmic Carbumm“ Kerkhoff haben sich für die 75 Kilometer-Variante des Henningers entschieden und sollten es dort ordentlich krachen lassen.

Ungefähr um 9:30 Uhr hatte dann doch jeder seine sieben Sachen beisammen, und so konnte man gemeinsam losrollen, um sich einzufahren. Überhaupt muss ich sagen, vorab, dass es eine richtig tolle Gemeinschaftsaktion gewesen ist. Hansi war schon auf der Anfahrt ganz begeistert von der riesigen Fahrzeugkolonne, die sich nach Frankfurt zum Main-Taunus-Zentrum schlängelte.

Um dreiviertel zehn standen wir in unserem Block, um nervös auf den Startschuss von BDR-Präsidenten Rudolf Scharping zu warten. Unter Dauerklatschen der zahlreichen Zuschauer, angeheizt durch den Streckensprecher, machte sich das 1207 (für die 100 Kilometer) starke Fahrerfeld dann pünktlich auf die Strecke rund um Frankfurt und durch den Taunus. Hannes, Thomas und Eugen starteten mit 832 anderen begeisterten Radfahrern um 10.40 Uhr.

Das Tempo war von Anfang an enorm: Wir sind mit 60 km/h gleich zu Beginn los gestochen und so lange die Berge noch nicht zu sehen waren, wanderte die Tacho- nadel selten unter die 40. Der erste richtige Anstieg, der berüchtigte Schulberg bei Kilometer 24 mit bis zu 18% Steigung, führte in der Spitzengruppe des 100 Kilometer-Feldes zu ersten Selektionen. Henning zeigte hier schon seine klasse Form und fuhr als Zweiter über die Bergwertung. Hier wurde das Rennen eröffnet, oder sagen wir es so, dass ab hier die Leiden und Qualen für die Fahrer richtig begannen. Ich selber fragte mich des Öfteren, wann denn nun endlich dieser Hoch-Runter-Mist aufhören würde, doch erst Kilometer 50, mit der letzten Bergwertung des Tages, sollte die Erlösung bringen. Ab hier ging es mehr oder weniger flach, mit der ein oder anderen sehr schnellen Abfahrt und einem wie ich finde, sehr schönem kurzen Kopfsteinpflasterstich, der ein wenig an die Klassiker des Frühjahrs erinnert, zurück über Frankfurt zum Main-Taunus-Zentrum, wo die geschundenen Radfahrer ihre Finisher-Medallie entgegen, und die Top Afterrace-Verpflegung genießen konnten.

Ja, und dann, nach kurzem Sammeln aller Sinne, Abwischen des Schaums vor dem Mund und erstem Austausch von Erfahrungen der letzten 75 bzw. 100 erlebten Kilometern, wurden gleich die Ergebnisse gecheckt. Vor allem Henning glänzte mit einem sehr starken 2. Platz bei den Masters 1 (bei 534 Klassierten!). Lediglich 9 Sekunden fehlten ihm hier zum Sieg und fuhr er unter die Top Ten auf den 6. Gesamtrang. Insgesamt lieferten die 11 Jungs aus Würzburg eine tolle Leistung ab und so war der 5. Platz in der Teamwertung, unter der 53 Mannschaften gestartet waren, die wohlverdiente Belohnung.

Es war eine absolut super Aktion und es hat mal wieder einen riesigen Spaß gemacht, mit den Jungs unterwegs gewesen zu sein. Nicht zu vergessen, unsere Supporter und Fotografin ;)! Auch Patrizia: Wir haben uns extra noch ein bisschen mehr gequält, damit wir für dich mitfahren konnten :). Wir sind alle heil angekommen, hatten eine schöne Zeit miteinander, Hansi, Alex und ich wissen jetzt auch wie es ist, Rennen im Trockenen zu fahren, und ich denke, das nächste Rennen wird nicht lange auf sich warten.

Den Aufstieg in Sicht
Der Radrennfahrer Thomas Schmitt präsentiert sich in guter Form.
01.05.2006

Pünktlich zu den Bayrischen Meisterschaften am kommenden Sonntag in Landshut zeigt die Formkurve des Schönfelders Thomas Schmitt deutlich nach oben. Am vergangenen Wochenende startete er bei 3 Wettkämpfen. Den Anfang machte ein 60 Kilometer – Rundstreckenrennen in Ahlen (bei Dortmund). Unter über 220 Startern konnte sich der „Zivi“ durchsetzen und behauptete am Ende einen starken 11. Rang. Leider verpasste er knapp die TOP 10 – Plätze, welche für den Aufstieg in die nächsthöhere Amateurklasse von besonderer Wichtigkeit sind. Am darauffolgenden Sonntag ging es nach Sinzheim – Kartung zum „Sprint in den Mai“ . Ein Temporennen auf einer 1 Kilometer – Runde, welche 60 Mal zu absolvieren war. Es nahmen Fahrer der A, B und C – Amateurklasse teil. Dies bedeutete, dass sich der erst 20 – jährige Schmitt gegen deutlich ältere und stärkere Fahrer behaupten musste. Dies gelang auch hervoragend, trotz einen extrem schnellen Stundenmittels von über 44 km/h . Im Schlussspurt erreichte er den 17. Platz. „Ein extrem hartes Rennen, nachdem es bereits in Ahlen bei Hagel und Regen zur Sache ging.“ Am „Tag der Arbeit“ stand der „Straßenpreis in Offenbach/Queich“ auf dem Programm. Dies war ein Rundstreckenrennen mit einer Gesamtdistanz von 90 Kilometern.

„Ein Blick auf die Startliste ließ mich bereits vor den Start ein wenig einschüchtern, denn es waren über 260 Amateurfahrer gemeldet“ – so Schmitt. Doch der angehende BWL – Student ging selbstbewusst ins Rennen. Bereits nach wenigen Runden konnte er sich mit einen weiteren Fluchtgefährten absetzen. Über 20 Kilometer konnten sie an der Spitze des Feldes fahren. „Der Tacho zeigte immer in Richtung der 50 km/h –Grenze. Mein Fluchtgefährte hatte ganz schön zu kämpfen, als er im Wind fahren musste“ – erzählt Schmitt.

Das Hauptfeld wollte sich allerdings nicht so einfach geschlagen geben und insbesondere das Team Bergstraße sorgte für die Tempoarbeit. Somit verkürzte sich der Vorsprung Runde für Runde.

„Schade, dass es nicht geklappt hat. Aber ich konnte noch die Prämien mitnehmen“. Kurz nachdem das Feld wieder geschlossen war, konnten sich 4 Mann absetzen. Diese machten am Ende das Rennen unter sich aus. Im Sprint des Hauptfeldes wurde Schmitt 5. und somit Gesamt – Neunter.

Die Formkurve stimmt und mit den bay. Meisterschaften steht am kommenden Sonntag der erste Saisonhöhepunkt auf den Programm.

„Dort werde ich sehen, wo ich auf bayrischer Ebene stehe.“

Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Thomas Schmitt bestätigt seine gute Form
22.04.2006

Der in dieser Saison neu zur RSG Würzburg gewechselte Thomas Schmitt (Schönfeld) bestreitete zur Vorbereitung auf die Mitte Mai stattfindenden Bayerischen Straßenmeisterschaften bereits zahlreiche Rennen.

Der Saisonstart fiel Mitte März beim Frühjahrsklassiker „Köln-Schuld-Frechen“. Thomas Schmitt startete im Eliterennen der BC – Amateure. Am Start waren über 300 Elitefahrer, welche eine Gesamtdistanz von 144 Kilometern zu absolvieren hatten. Das Streckenprofil führte quer durch die Eifel. Einige anspruchsvolle Berge und der starke Kantenwind sorgte für eine frühe Selektion im riesigen Starterfeld. Der erst 20 – jähriger RSGler kämpfte sich durch und konnte sich immer im vorderen Feld aufhalten. „Am Berg konnte ich mit einer Spitzengruppe flüchten, doch der starke Gegenwind ermöglichte es den Hauptfeld wieder ranzufahren.“ Nach 144 harten Rennkilometern kam es zum „Sprint Royal“ des auf ca. 100 Fahrer dezimierten Fahrerfeldes. Dort wurde er hervoragender 6. Nachdem sich einige Kilometer vor dem Ziel noch eine 10er Gruppe absetzen konnte, wurde ich somit 16. im Ergebnis der Elite BC.

Eine Woche später war Thomas Schmitt beim „Aichacher Frühjahrspreis“ am Start. Erneut war ein riesiges Faherfeld gemeldet. Leider wurde er bereits nach wenigen Kilometern in einen Massensturz verwickelt, wodurch sich das Fahrerfeld in 2 große Gruppen teilte.

Im Rennen wurde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 43 m/h gefahren, wodurch es extrem schwer war, wieder den Anschluss an die Kopfgruppe zu schaffen. Doch der RSGler kämpfte sich als einer der wenigen Fahrer wieder heran. Am Ende wurde er im Massensprint 20.

Auch bei Kriterien konnte er sich gekonnt in Szene setzen. Beim Kriterium „Rund um den Ebertpark“ in Friesenheim, ein Rennen über 65 Kilometer konnte er in die Punkte fahren und erreichte am Ende einen 12. Platz. Das ca 230 Mann starke Fahrerfeld auf der 3 Kilometer – Runde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h.

Nun stehen am Sonntag, den 07.05. die Bayerischen Straßenmeisterschaften in Landshut auf den Programm. Dies ist der erste Saisonhöhepunkt für den 20 – jährigen „Zivi“.

Er startet im Renen der ABC – Elitefahrer mit einer Gesamtdistanz von 155 Kilometern. Auf der 6,5 Kilometer langen Runde, welche insgesamt 22 Mal zu absolvieren ist, werden insgesamt 2200 Höhenmetern zu meistern sein.

Weitere Infos, Berichte, Termine und Bilder unter: www.racing-thomas.de

Unser Bayerischer Meister auf der Bahn - Alex Stumpf
Bilder von unseren RSG Mitglied Alexander Stumpf beim Landesverbandstraining in Augsburg finden Sie hier.

Rund um den Naturpark Hüttener Berge
01.04.2006

„Gen Norden. Da oben gibt es keine Berge. Da oben ist es also flach. Da oben ist es somit leichter in die Rennen einzusteigen.“

So könnte man ungefähr kurz und knapp zusammenfassen, warum die drei RSGler Hansi Wilckens, Alexander Broocks und Felix Wilhelm die 700 km weite Reise nach Ascheffel etwas nördlich von Kiel zum 15. Rund um den Naturpark Hüttener Berge am 1. April auf sich genommen haben, um erste Rennluft zu schnuppern. Um 13.23 Uhr machte sich das 136 köpfige C-Feld auf den Weg um Wind und Dauerregen zu trotzen und dabei um die ersten Platzierungen der Saison zu kämpfen. Besonders die Jungs von der RSG Würzburg waren voll motiviert, wenn auch nervös ob ihres Starts bei ihrem allerersten Rennen bei den Lizenzlern. Doch mit dem Startschuss war sämtliche Aufregung verflogen, und so machten sich die drei mit ihren Kontrahenten auf den 16 Kilometer Rundkurs, der 6 mal zu fahren war und entgegen sämtlicher Hoffnungen letztendlich doch einiges an Höhenmetern zu bieten hatte. Der Name des Rennens hätte es verraten können – vielleicht haben die Würzburger das anfangs nur für einen Aprilscherz seitens des Veranstalters gehalten. Der Freude am Fahren auf dem wunderschönen Rundkurs hat dies jedoch ebenso wenig Abbruch getan wie die Klassikerbedingungen und so fanden sich die drei Fahrer der RSG schnell im Feld zu Recht. Felix Wilhelm kam mit Tempo, Wind und Wetter am besten zu Recht, und so reichte es für den Veitshöchheimer schließlich für eine Platzierung unter den ersten 30.

Das Rennen hat das Training den Winter über bestätigt und so starten die drei RSGler mit viel neuer Erfahrung und guter Dinge in die nächsten Rennen der Saison 2006, ganz nach Greg Lemond: „Die Berge sind der Gipfel des Schmerzes.“

Felix Wilhelm über das Rennfahren und wie er zur RSG Sportgruppe kam
Die Schimmelreiter

Ich saß und spielte Sudoku. Und wartete. Doppelstunde Englisch. Doppelstunde Englisch in der 5. und 6. Stunde am Freitag. Ich wartete, und war aufgeregt: „Wenn ich daheim bin, gibt’s Spaghetti und Hansi kommt“. Volle Teller: „Das brauchen wir, iss’, iss’! Und iss’ ja auf, sonst gibt es morgen kein gutes Wetter!“ Vielleicht hätte Hansi noch was vom Salat essen sollen…

2005 war genial: Nach meiner 4 monatigen sportlichen Zwangspause (mein linkes Bein ist jetzt noch dünner als mein Rechtes…) konnte ich erst so richtig im März mit Radfahren beginnen. Fußballspielen war endgültig vorbei: Das Knie würde es nicht mehr mitmachen und so hat mir die Verletzung die Entscheidung abgenommen, die mich den ganzen Herbst 2004 beschäftigt hat, aufzuhören oder nicht, nachdem Radfahren immer wichtiger geworden war. Der Zufall hat mich eines Donnerstagabends nach Würzburg geführt – das müsste im April gewesen sein. Das erste Mal fahren in einem Feld, es waren 30 Radfahrer da, bei tollem Wetter. Du kommst da hin, an die Talavera, und kennst niemanden. Eigentlich solltest du dich unwohl fühlen, doch du wirst mit offenen Armen empfangen, fährst in Zweierreihe und kommst gleich ins Gespräch – irgendwie kennt man sich doch. Die Schatten, die über die Felder und Straßen huschen, das Einklicken von zig Pedalplatten, wenn es nach der Ampel wieder weiter geht, das Schalten am Berg, vor dem Sprint oder der Abfahrt, dein eigener schwerer Atem und der des Nachbars im Anstieg, das Surren der Freiläufe, der Windschatten, wenn du scheinbar mühelos mit 40 auf der Landstraße rollst, das Wir – das alles so faszinierend. Ja, 2005 war genial und ab sofort sollte ich regelmäßig zum Radfahren an die Talavera kommen. Schließlich war es ein Wochenende Anfang Oktober in der Schweiz, das mich endgültig überzeugt bzw. mir mehr Lust auf mehr gemacht hatte. Zu elft haben wir die Reise nach Zürich angetreten um am 2. Oktober im Trikot der RSG Würzburg die Volksmetzgete bei 8°C und Regen zu fahren. Das ganze Wochenende und vor allem das Rennen, die gute Zeit mit den Menschen, die du mittlerweile zu lieben gelernt hast und als Freunde bezeichnest, war einfach unglaublich.

Ja, und dann saßen Mitte November 12 junge Leute in einer Kneipe in Würzburg. Hauptsächlich wird Wasser und Apfelsaftschorle getrunken. Es ging um das Jahr 2006, mein drittes richtiges Jahr auf dem Rad, und die Idee in Würzburg eine Sportgruppe zu gründen. Ich wollte mehr von der Schinderei im Rennen und der guten Zeit mit Freunden, deswegen war ich, und wohl auch die anderen da. Davor habe ich schon mit dem Gedanken gespielt Lizenz zu fahren, klar, wir haben ja gemeinsam das Treffen initiiert, aber erst danach war irgendwie alles Wirklichkeit, ab da war klar, nächstes Jahr fahren wir richtig Rennen. Jetzt war es sicher. Wir würden Rennen fahren. Richtige Rennen für deinen Verein, für deine Equipe.

Jetzt waren Hansi und ich im Stau und sind in eineinhalb Stunden ganze 23 Kilometer weit gekommen. Um 20 nach Zwei sind wir los, haben mein Rad und meine restlichen Sachen in Hansis Auto gepackt und mussten noch mal bei ihm vorbei um seine Radbrille zu holen, die er vergessen hatte. Irgendwann haben wir es dann doch auf die Autobahn gen Norden geschafft. „Gen Norden. Da oben gibt es keine Berge. Da oben ist es also flach. Da oben ist es somit leichter in die Rennen einzusteigen.“ Ernsthaft: Das war der Grund, warum wir 700 Kilometer bis nach Ascheffel nahe Eckernförde zum 15. Rund um den Naturpark Hüttener Berge gefahren sind. Wir, das sind nicht nur Hansi und ich, sondern auch Alex „Chicken“ Broocks, der sich direkt von Kürnach aus aufgemacht hat, und den wir später an der Raststätte Northeim-Nord treffen sollten. Eigentlich wollten wir dann noch rollen gehen am Abend, eineinhalb Stunden Vorbelastung, doch wir waren erst gegen viertel neun bei Hansis Cousine und ihrem Gatten angelangt, unserem Quartier für die Nacht. Alex ist vorher schon zu seiner Oma abgebogen, die nur paar Dörfer entfernt von Hansis Verwandtschaft lebt und ihm Unterkunft schenkte. Zu Abend gab es dann zum zweiten Mal am Tag Spaghetti: Die Speicher waren also voll, vor allem aufgrund der Gastgeber, die uns dann noch ein mehr als großzügiges Frühstück offerierten. Um 23.00 Uhr haben wir das Licht ausgemacht, Hansi hat schon relativ schnell mit dem Schnarchen angefangen und ich lag derweil noch wach, weil ich mittlerweile so was von aufgeregt war: „Hmm, wie wird es wohl werden? Du warst krank, die anderen alle im Trainingslager? Was hat man mir gesagt? ‚Keinen Kopp machen, einfach fahren’. Na gut…“ Ich war dann in der Nacht noch bestimmt sechsmal auf der Toilette und bin schon um 6.00 Uhr aufgewacht - der Wecker sollte erst um 7.45 Uhr klingeln. Nach dem Frühstück und Sachen packen sind wir dann los, um uns um 9.15 Uhr mit Alex zu treffen. Der Plan war, um 11 Uhr in Ascheffel zu sein um genügend Zeit zu haben sich die Strecke anzugucken und warmzufahren. Als wir die Autobahnausfahrt Nummer sieben genommen haben, und noch mal zum Pinkeln angehalten haben, waren wir erst mal schwer beeindruckt, als der Minibus vom Milram KT-Team vorbei fuhr. Hansi fragte, ob wir hier tatsächlich richtig sind…

Wir waren die Ersten, die sich ihre Startnummer abgeholt haben. Als die Räder aufgebaut waren, haben wir uns auf die Strecke gemacht, um zu schauen, was uns denn erwarten wird. Da hat es schon zu Regnen angefangen. Ich habe mich total schlecht gefühlt, der Puls ging zu schnell hoch, die Beine waren müde. Dazu hat die ganze Zeit meine Bremse geschliffen und es hat ewig gedauert, bis ich meine Sitzhöhe gefunden habe. Sollte wohl doch mal die Sattelstütze markieren. Es hat sich als absolut wichtig erwiesen, die Strecke vorher abzufahren. Woher kommt der Wind? Wo ist die Straße schlecht und wo sind gefährliche Stellen? Wir wussten, wo sollte man fahren und wo besser nicht. Als wir am Auto zurück waren, hatten sich mittlerweile die Parkplätze gefüllt und überall waren Radler zu sehen. Wie vorher schon beim Milram Bus, imponierten uns die anderen Radler doch sehr: Braun gebrannt, Beine einölend, vorm Start mit den Kollegen rumscherzend. Wir dagegen waren doch eher gefrustet, mein persönliches Ziel war es, die erste Runde zu überleben. Die anderen haben die ganze Zeit über das Wetter gemeckert, und zudem waren wir dann doch etwas schockiert, dass nach hunderten von Kilometern durch topfebene Landschaft ausgerechnet an diesem kleinen Flecken Erde rund um Ascheffel die einzigen Berge sind. Von wegen im Norden, da ist’s flach und so. Eigentlich hätten wir uns es denken können: Rund im Naturpark Hüttener Berge. Berge!!! Alex schien mir noch am coolsten. Wir haben dann noch die nassen Klamotten vom Einfahren aus- und uns mehr oder weniger trockene Sachen angezogen. Nie wieder mit den Rennklamotten warmfahren, es sei denn, es regnet nicht, oder du rollst direkt danach an den Start. Um 13.23 Uhr war Start bei uns. Fünf Minuten vorher ist das KT/A/B-Feld gestartet. Wir hätten eigentlich gedacht, wir stehen in der ersten Startreihe, doch als dann das Feld vor uns weg war, waren wir überrascht, wie viele C-Fahrer vor uns standen. Wir haben schlicht und einfach gedacht, die gehören noch zum anderen Feld. Dann natürlich erst mal einen Schrecken bekommen: „Mist, wir stehen ganz hinten!“. Doch wie ein, zwei andere Fahrer vor uns, haben wir dann auch noch schnell das Rad geschultert und haben bestimmt noch mal 20 Plätze gut gemacht. Und das bevor das Rennen überhaupt losging! Hehe. Auf jeden Fall standen wir da, da in dem Feld von Rennfahrern. Lance Armstrong hat in seinen Büchern geschrieben, er sei Radrennfahrer. Das hat mich immer begeistert. Nicht Rennradfahrer, sondern Radrennfahrer. Nun waren wir auch Radrennfahrer, wenn auch der Weg zu Lance noch ein bisschen weit ist.

Der Start lag auf einer Straße, die dann auf die Strecke in den Zielanstieg geführt hat. Man ist also fast im Anstieg gestartet und musste erst mal 150 Meter den Berg rauf. Ich habe mich gewundert, warum alle Fahrer um uns das 39er gekettet haben. Wir haben uns vorher zueinander gesagt, das kleine Blatt brauchen wir nicht; wenn wir es brauchen sollten, würde es vorbei sein. Tatsächlich haben wir dann noch im Stand das 53er gekettet und da ist die Kette das Rennen über auch geblieben. Wie gesagt, die ersten Meter gingen den Berg rauf und danach mit Gegenwind relativ eben Richtung Westen. Dort, wo wir vorher während dem Einfahren mit 26 km/h lang gerollt sind, sind wir nun mindestens 45 gefahren. Du bist in diesem rasenden Pulk drin, kannst nicht mal den Straßenverlauf erkennen, weil erstens dank dem Regen deine Brille voll gespritzt ist und zweitens überall nur Rennfahrer zu sehen sind. Im Gegensatz zum Warmfahren habe ich mich eigentlich ganz gut gefühlt. Den Pulsgurt habe ich im Auto gelassen, damit ich nicht von irgendwelchen Werten abgelenkt werde, die mich in der Rennsituation eh nicht weiterbringen. Der Puls ist durch das ganze Adrenalin und die Nervosität so und so höher als sonst, vor allem bei mir, demjenigen, der nachts noch zig Male auf den Topf muss. Hansi war gleich als es losging schon bei mir und ich würde sagen, wir waren nach dem Berg bisschen hinter dem Mittelfeld. Alex habe ich vermisst, doch als er dann einen Kilometer später rechts an mir vorbei fuhr und wir dann zu dritt im Feld waren: Das war schon sehr cool. „Alles klar?“ – „Ja, alles klar.“ Das Gefühl, da sind noch welche dabei, die tragen das gleiche Trikot wie du und du bist in einem Team…

Ich war echt überrascht, positiv überrascht wie einfach das ging. Die Jungs vorne haben ordentlich Tempo gemacht und du konntest dich mitziehen lassen. Die Hügel und Kuppen mussten wir anbremsen, weil wir sonst den Vordermännern hinten drauf gefahren wären. Nach einer kurzen Abfahrt ging es um eine 180 Grad Kurve und ab da hat dich der Rückenwind kräftig über die Hügel geblasen. Später war das meiner Meinung nach fast immer die schwerste Passage, zu mindestens das Stück direkt nach der Kurve, wo du aus dem Sattel gehen musstest, um den Anschluss nicht zu verlieren, vor allem, als es dann immer weniger Fahrer wurden. In der zweiten oder dritten Runde war das die Stelle, wo ich einen leichten Ansatz von einem Krampf hatte. Doch Gott sei Dank sollte es dabei bleiben, bei dem Ansatz. Über die Strecke hinweg, in Richtung des schwersten Anstiegs des Tages, in dem auch das Ziel lag, habe ich mich langsam nach vorne gearbeitet. Ich habe mir vorgenommen, möglichst weit vorne in den Berg reinzufahren, um mich dann durchreichen zu lassen und dabei Kraft zu sparen. Bis zu der ersten Zielpassage schien mir das Ganze wie ein Spiel, es war so einfach, die Angst, nicht anzukommen, war irgendwie nicht mehr so präsent wie noch vor dem Rennen. Ich genoss einfach nur. Da habe ich mir schon gesagt, egal, was heute noch passieren würde, es hat sich schon rentiert. Ich bin dann auch in den vorderen zwei dritteln in den Berg reingefahren. Das hat wehgetan - den Gedanken mit dem Kindergeburtstag habe ich da schon wieder verworfen. Eigentlich war das Schlimmste nicht der Berg, sondern die Passage danach mit dem Gegenwind, wo voll gefahren wurde. Da blockerst du den Berg hoch und hast danach keine Zeit zum Erholen. Hansi und Alex habe ich vor dem Berg aus den Augen verloren, Alex ist über den Berg rüber gekommen, hat aber wohl kurz danach den Anschluss verpasst. Seine Schaltung hat nicht ganz so gewollt wie er. Hansi ist bei der nächsten Zielpassage aus dem Feld gefallen und hat die Verfolgung der Zurückgefallenen organisiert. Die Beine waren gut, doch zu fünft einem Feld hinterherzufahren, das vorne versucht, Ausreißer zurückzuholen, ist quasi zwecklos. Anscheinend gehört eine Menge Glück dazu, Glück zu haben. 136 Fahrer waren gestartet, circa 40-50 konnten zu Ende fahren.

Es lief ganz gut für mich, ich war erstaunt und total glücklich, die erste Runde geschafft zu haben und mein Nahziel war nun, sich gut zu erholen und dabei vorne im ersten Drittel zu bleiben. Bei der nächsten Zielpassage habe ich die gleiche Taktik, die ich auch das Rennen über beibehalten sollte, angeschlagen, vorne in den Berg reinzufahren. Es hat wieder weh getan, doch auch oben konnte ich den Anschluss halten und mich im Feld verstecken. Immer wieder habe ich mich umgeschaut, um zu sehen, wo ich stehe, nicht das ich ans Ende vom Feld gerate und dann mit Pech und durch Unaufmerksamkeit wegfliege. Nach 40 Minuten habe ich mein erstes Gel zu mir genommen. Alle 40 Minuten wollte ich was essen, um keinen Hungerast zu bekommen. Danach hatte ich erstmal Magenschmerzen und habe mit dem zweiten gewartet und das dritte, das ich noch in die Trikottasche gesteckt hatte, letztendlich ganz weggelassen. Erst habe ich überlegt, ob ich jetzt einen anquatschen soll um ihn zu fragen, „Isst man was bei Bauchschmerzen nur um einem Hungerast entgegen zu wirken? Ist das sinnvoll?“. Ich habe mir dann ständig eingeredet, „nein, ich bekomme jetzt keine Magenprobleme“ und so sind sie dann tatsächlich auch weggegangen. Sowieso habe ich in den ersten drei Runden viel mit mir selber gesprochen, mit meinem Bauch und meinen Beinen. Als ich dann die dritte Zielpassage ohne Probleme überstanden hatte, waren die Ankommensängste schon sehr minimiert. Das Feld war mittlerweile richtig klein, ich glaube wir waren so um die 30 Fahrer. Vorne war anscheinend eine zwölfer und eine vierer Gruppe raus. Mir war das egal, was will ich da in der Verfolgung mitarbeiten, das Einzige was ich jetzt wollte, war ankommen. Dementsprechend bin ich auch gefahren, habe die Beine hochgenommen, habe ein paar vorbei fahren lassen um mich dann wieder einzureihen. Hauptsache im ersten Drittel fahren und Hauptsache nicht die Nase in den Wind stecken. Letzteres wurde dann schon schwieriger, je weniger Fahrer noch im Feld waren. Ab der vierten Runde war ich überrascht, als ich an einem kleineren Hügel vorne mitgefahren bin. Es gab eine Situation, da war ich plötzlich in erster, zweiter Reihe und bin fast erschrocken und habe mal wieder mit mir selbst gesprochen und mich gefragt, was ich eigentlich hier verloren hätte.

An den letzten beiden Zielpassagen und dem Anstieg war ich sogar unter den ersten positioniert, und konnte mich oben dann der Situation entsprechend entspannt hinsetzten. An dem Anstieg standen mords die Leute. Es hat schon was, da hoch zu knüppeln und dann sind da welche, die stehen bei dem Mistwetter draußen an der Straße um bei einem Radrennen zuzusehen. Vor allem als ich gefahren bin, und auf einmal brüllt mich jemand von der Seite mit „Auf geht’s Felix!“ (mit mindestens 50 Ausrufezeichen) an, das hat schon was. Danke Alex, war richtig geil. Auch als Hansi dann in der letzten Zielpassage mit dabei stand, das war sehr cool Jungs, danke! Die fünfte Runde wurde dann noch mal härter, weil der Abstand zwischen Feld und Ausreißer nur noch eine Minute betrug. Doch das hat sich dann auch gelegt und irgendjemand hinten hat zwischenzeitlich mal gesagt: „Was ist denn los? Spielen die da vorne Flüsterpost?“

Die letzte Runde war die absolut entspannendste. Da habe ich dann nur noch gehofft, keine Panne zu haben. Ich konnte mich nett mit HeinerFD aus dem TOUR-Forum, der „Bibel“ wie Hansi zu sagen pflegt, über meine schlimme Tria-Sitzposition und das Rennfahren unterhalten. Grüße gen Norden hier an der Stelle. Auch Trassi33: Respekt und Chapeau vor der Leistung! Vorher noch sagen „Och, geht so…“ und später dann für die Mannschaft vorne an der Spitze des Hauptfeldes Tempo machen. Und mich anschnauzen, ich sollte doch mit dem Rumgeheule zwecks der bescheidenen Vorbereitung aufhören (hier denk’ dir jetzt einfach einen Augenzwinkersmiley). Paar Kilometer vor dem Ziel ist dann noch einer aus dem Feld ausgerissen. Derjenige war nach kurzer Zeit wieder gestellt und irgendjemand sagte genervt: „Was bringt das dem jetzt?“ Ich wollte entgegnen, „Spaß“, doch das habe ich mir dann verkniffen. Jedoch hat mich die ganze Situation verunsichert („Sprintet man noch, wenn doch schon alle Punkte vergeben worden sind oder verstößt das gegen eines der viele ungeschriebenen Gesetze im Fahrerfeld?“) und mir letztendlich vielleicht sogar einen Platz unter den ersten 20 gekostet. Am Schluss hat mir dann die Erfahrung gefehlt, um zu wissen, da wird doch noch gesprintet. Das ist auch das kleine „Hätte, wenn und aber“ des Rennens, denn die Beine haben sich da eigentlich ganz gut angefühlt. Ob der dann noch was geworden wäre, ist eine andere Sache, aber besser man hat, als man hätte. Und so unter den ersten 20 auf der BDR-Seite zu stehen, wäre ja schon schick gewesen. Die Post ist so ohne mich abgegangen, paar Fahrer habe ich dann noch holen können und letztendlich müsste es ein Platz unter den ersten 30 gewesen sein. Es war ein Bombengefühl über die Ziellinie zu fahren und zu wissen, „Ja, ich habe es geschafft!“. Als dann noch Hansi und Alex auf mich zu gerannt kamen um mir zu gratulieren – geil. Da stehst du dreckverschmiert auf der Straße mit deinem Rad, bist heil angekommen und bist einfach nur glücklich und fragst dich, was es Schöneres geben kann. Manche würden jetzt vielleicht sagen, das Duschen nach dem Rennen mit den Elite-Frauen, doch mit Freunden 700 Kilometer mit dem Auto fahren, um sich dann über 100 Kilometer mit Dreck vollzusauen, das bringt’s enorm.

Die Saison beginnt erst, und ich denke, 2006 wird genial...